Tag Archive: Schlachthof


Ich habe hier einige bemerkenswerte Links gesammelt, aus dem Web am 10.1.2013, Quelle wie im Link angegeben!

Diese Beiträge belegen, wie sehr „höhere Tierarten“ nichts anderes sind als Mitgeschöpfe bzw. uns „fremde Lebensformen“ auf diesem Planeten, die aber ebenfalls das Recht auf Leben und gute Behandlung haben sollten, und wie sehr das „Säugetier Mensch“ mit seinem spezialisierten Großhirn“ in seinem Größenwahn und Unverständnis die Tiere (als fremde Lebensform) unterschätzt, benachteiligt, rücksichtslos ausbeutet und ohne Verstand und Ethik ermordet. Und ich wünschte, die Menschen alle könnten das Unrecht, das sie tun, auch im Herzen endlich fühlen:

Katze bringt Grabbeigaben und trauert am Grab: http://www.krone.at/Haustiere/Kater_besucht_taeglich_das_Grab_seines_Herrchens-Treuer_Italiener-Story-346980

Katze entdeckt, dass nur Nahrung für ihr Rudel nach Hause zu bringen nicht ausreicht: http://www.youtube.com/watch?v=fDX7tevXO1E

Hunde, die lieben: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35329/2/1, http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35329/1/1

Straßenkater versucht 2 Stunden lang verzweifelt, seine angefahrene Katzenfreunde wiederzubeleben: http://www.youtube.com/watch?v=gorJf08WoTk

Erwachsene Löwen küssen menschliche Freunde, so z.B.: http://www.youtube.com/watch?v=cmotCGKr4bk

Affen halten Haustiere: http://www.youtube.com/watch?v=0q4ManKz7bc
Dabei gab es eine Doku, in der wilde Paviane bei einer Müllhalde (mitten in einem noch halbwegs grünen Naturbereich!) gezeigt wurden, die den dort lebenden verwilderten Hunden ihre Welpen stehlen (!) und sie als eigene Haustiere aufziehen. Diese werden dann zum Schutz gehalten und verteidigen „ihre“ Affenhorde später. ( http://www.youtube.com/watch?v=U2lSZPTa3ho )

Aufrecht gehender Gorilla: http://www.youtube.com/watch?v=OvselT4MKbw

Bonobo kommuniziert mit Mensch: http://www.youtube.com/watch?v=fiRWhYjNA88, http://www.youtube.com/watch?v=l_FgwJ2-E-g -Anm.: Kanzi konnte auch per Lexiogramm beigebrachte Infinitiv-Verben und Adjektive verwenden und so eigene Wünsche ausdrücken, wie es aus einer früheren Doku vor Jahren hervorging. Z.B. (Ich) will lieber Banane. (Ich) will nicht Ball. (Ich will) trinken Limonade. Schokolade (mag ich, ist) gut. (Anderen Bonobos brachte man für die Forschung auch Begriffe der Gebärdensprache zum Gebrauch bei.)

„Höhere“ Tierarten können eine bestimmte Anzahl einfacher menschlicher Worte erlernen und verstehen, angefangen mit ihrem Namen. Anders herum versuchen sie mit Menschen zu kommunizieren. Hunde schnappen sich einen leeren Wassernapf und stellen ihn z.B. vor den Menschen hin. Und meine Katzen setzen sich z.B. neben den leeren Futternapf und fixieren mich mit den Augen. (Wie ich schon erwähnte – wenn Katzen wollen, dass man wohin sieht und Zusammenhänge begreift, dann leiten sie die Aufmerksamkeit von Mensch oder Artgenossen mimisch-gestisch dorthin. Z.B. durch Starren, (Kratzen, typisches Rufen etc.). Sie selbst reagieren erkennend ebenso, wenn der Mensch seinerseits das betont tut. Und wenn meine Katze zuhause MICH ruft und genau MICH meint, ruft sie weinerlich „Jahuuuu“. Macht sie bei anderen Katzen oder Menschen definitiv NICHT. Jahuuu gehört, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, nicht zu den Baby-Mama-Ruflauten. Meine Katze reagiert übrigens schneller, wenn ich meinerseits Katzen-Rufe verwende oder ihren Namen singe (!) statt ausspreche. Nicht weil sie das sonst nicht verstehen würde, nein – sie ist über soviel „Höflichkeit“ von mir entzückt und belohnt das einfach.

Raben „fischen“ mit Werkzeug nach Maden: http://www.youtube.com/watch?v=5_xpJWnXgEE

Hund rettet Hund: http://www.youtube.com/watch?v=f5OEKA47xFI

Hund trauert um 12jährigen ermordeten Jungen: http://www.youtube.com/watch?v=iUqcmTzpuSk

Grausamer Umgang mit Hunden in Ukraine: http://www.youtube.com/watch?v=gwBN69-esPs

Tierleid durch Animalhoarding: http://www.ltk-hessen.de/fileadmin/www_ltk_hessen_de/altbestand/pdf/ofensberger-animal-hoarding.pdf

Alptraum Schlachthof, oder: „Man ist letzlich das, was man isst“: http://www.youtube.com/watch?v=_rGnco_4zEg, http://www.youtube.com/watch?v=u-i83e3AyeM, http://www.youtube.com/watch?v=JI2BwU9UMqo

Eigentlich gibt es soviele Beispiele, dass man sie niemals alle je aufzählen könnte. Wer selbst Haustiere hat und Empathie genug, sie auch innerlich zu verstehen, der weiß das alles bereits…

Einleitung:

Ich bin jedenfalls sehr erschüttert. Für mich ist ein Tier ein Freund. Viele, wie etwa Schweine, haben die Intelligenz von einem 3-jährigen Kind. Sogar Hühner sind nicht so dumm wie man meint. Tierschutz sollte nicht nur Haustiere umfassen, sondern auch „Nutztiere“!

Was ist ein Tier? Ein Nutzgegenstand? Wie ist es mit dem Bewusstsein eines Menschen bestellt, der Tiere für gefühllose „Dinger“ ansieht, die man ungestraft behandeln darf wie man will, Motto: „Wo kein Kläger, da kein Richter“. Der sich selbst als gläubig hält und  bei jeder Gelegenheit (vor allem wenn es ihn selbst trifft) hinter Gott herwinselt, aber nicht das geringste Mitgefühl, nicht die geringste Barmherzigkeit für seine Mitgeschöpfe aufbringt?

Ja, wir müssen uns ernähren – aber müssen wir wirklich dafür die Umwelt vernichten, die Tierarten ausrotten, die Tiere missbrauchen, quälen und töten? Und wenn schon töten – dann grausam? Und wenn schon jagen und fangen – dann ausrotten? Und wenn schon essen – gebührt den toten Tieren nicht ein bisschen mehr Dank – statt Essen und Reste gedankenlos als Müll wegzuwerfen?

Wo steht somit unser – ach so herrliches menschliches – Bewusstsein? Irgendwo auf der Stufe eines Raptosauriers? 

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ARD, Tagesthemen, 30.3.2010 um 22.25 Uhr:

“Experten erheben schwere Vorwürfe

Der Horror auf dem Schlachthof

Im Schnitt isst jeder Deutsche um die 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Dass dafür Tiere geschlachtet werden müssen, ist klar. Dies soll eigentlich möglichst schmerzfrei geschehen. Fachleute erheben aber den Vorwurf, dass viele Tiere schlimmste Qualen erleiden.”

Von Patrick Hünerfeld, SWR

http://www.tagesschau.de/inland/tierqualen100.html

Hier wurde ausgesagt, dass Schlachttiere in Deutschland mit ungenügender Betäubung und Tötung entweder in den Brühtopf gelangen (1% aller Schweine) oder bei lebendigem Leib gehäutet und Gliedmaßen amputiert werden (7 % aller Rinder). Die Tiere sind dabei wach und brüllen vor Schmerzen. Wenn sie zuvor nicht ordentlich betäubt und getötet werden, holt man das auf dem Fließband nicht mehr nach. D.h, jährlich allein in Deutschland 500 000 elendig gequälte Schweine und über 200 000 Rinder. (Es gibt aber auch Schätzungen von ca. 10% aller Schlachttiere!)

Dazu auch zum Thema: http://www.vegafon.de/tierschutz-rubrik/informationen/266-petas-schlachthof-recherche-in-ard-brisant

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Das alles ist aber nicht neu, nur passiert ist offenbar rein gar nichts:

http://www.tierschutz.cc/dachverband/docs/aussendungen/aus095.html: [ca. 2001, Österreich]

“Schwere Vorwürfe gegen Tierschutz

Anzeige gegen Schlachthäuser wegen Verdacht auf Tierquälerei

Bei einem Treffen zur Thematik „Gräueltaten in Schlachthäusern“ hat die oö. Tierschutz-Landesrätin Dr. Stöger schwere Vorwürfe gegen Tierschutz-Dachverbandspräsident Dr. Landa gerichtet, weil dieser zusammen mit einem Kameramann im Schlachthof gefilmt hatte, wie Stiere am Fließband hängend aus der Betäubung aufwachen und unbetäubt aufgeschnitten werden (…).

DV-Präsident Dr. Landa ist von einem der Bauern, von dem der Tiertransport der Stiere dokumentiert worden war, darüber verständigt worden, dass niemand mehr bereit sei, ihm seine Stiere abzukaufen, weil auf seinem Hof die Verladung gefilmt werden durfte (…) Und der relativ kleine Schlachthof müsse wegen der Anzeige wahrscheinlich Konkurs anmelden. Die großen Schlachthäuser, in denen es noch viel brutaler zugehe, so klagte der Landwirt, würden sich schon die Hände reiben. Werden die kleinen Schlachthäuser zu Grunde gerichtet, können die Großen noch mehr Geschäft machen! Vor allem wenn sie, statt den einheimischen Bauern einen fairen Preis zu zahlen, die billigeren Stiere aus dem Ausland importieren.

Damit gerade dies alles nicht geschieht, hatte der Tierschutz den Namen des Schlachthofes nicht bekannt gegeben. Wie von Insidern mitgeteilt worden war, handelt es sich um einen der besten Betriebe. Sonst wäre gar keine Bereitschaft bestanden, filmen zu lassen. Anderswo komme es noch zu Extra-Tierquälereien. Ein Tierarzt hat vom Veterinärdienst berichtet, dass die Stiere immer wieder blutunterlaufene Hoden hatten, weil sie mit Elektroschocks an diesen empfindsamen Stellen traktiert wurden. Die Treiber würden diese Stellen wählen, weil Blutergüsse am Muskelfleisch die Fleischqualität beeinträchtigen könnten. (…)

Aufgrund der EU-Anordnung 2000/418/EG, die seit Beginn dieses Jahres für alle Rinder-Schlachtungen gilt, muss davon ausgegangen werden, dass EU-weit in Schlachthäusern Tiere unzureichend betäubt geschlachtet werden. Demnach darf „das zentrale Nervengewebe bei Rindern… nach dem Betäuben [nachträglich] nicht durch Einführung eines Rückenmarkszerstörers durch den Schusskanal in die Schädelhöhle zerstört“ werden weil laut Begründung des ‚Wissenschaftlichen Ausschusses für veterinärmedizinische Maßnahmen‘ (…sich sonst) „ potentiell infiziertes zentrales Nervengewebe während des Schlachtprozesses über den ganzen Tierkörper verteilt.“

Szenen aus dem Video von der Schlachthausdokumentation
„DAS BRÜLLEN DER RINDER BEIM GESCHLACHTETWERDEN“

Siehe: http://www.tierschutz.cc/tiu/index-video.html

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Aus: http://www.vgt.ch/news_bis2001/010515.htm [ebenfalls vom Jahre 2001 und trotzdem scheint sich nichts geändert zu haben!]

„VN02-1 / 16. August 2001 – Erwin Kessler

Neue Horrormeldung aus der EU:
Seit anfangs 2001 sind in der EU entsetzliche Schlachthof-Gräuel im Gange:
Die Rinder brüllen noch, während sie am Förderband zerlegt werden

Auf politischen Druck hin hat der ORF Videoaufnahmen, welche diese Gräuel in österreichischen Schlachthöfen zeigen, unterdrückt. In der Schweiz geht es ähnlich: Der „Kassensturz“ des Schweizer Fernsehens interessierte sich nicht dafür, obwohl solches Fleisch auch in die Schweiz importiert wird. Nur das deutsche Fernsehen ARD zeigte anfangs August 2001 in der Sendung „Panorama“ diese und andere Aufnahmen, welche belegen, dass diese Gräuel nicht nur in Österreich, sondern EU-weit an der Tagesordnung sind.(…)

Aufgrund einer anfangs 2001 in Kraft gesetzten EU-Vorschrift, darf das Gehirn der Schlachttiere nicht mehr zerstört werden – eine BSE-Vorsichtsmassnahme. Dies hat zur Folge, dass viele Rinder vor dem Schlachten nicht mehr richtig betäubt werden und den Schlachtvorgang, das Zerlegtwerden, bewusst erleben. Der zuständige österreichische Minister erklärte dazu, das sei zwar nicht tiergerecht, aber zum Schutz der Konsumenten notwendig. Auch die zuständige EU-Kommission hält „Konsumentenschutz“ für wichtiger als Tierschutz. Was verschwiegen wird: Mit qualifiziertem Schlachthauspersonal und modernen Schlachthauseinrichtungen zur Sicherstellung des präzisen Ansetzens des Bolzenschussapparates wäre eine richtige Betäubung trotz dieser EU-Vorschrift möglich,(…)

Das von www.tierschutz.cc veröffentlichte Video kann als Kurzversion heruntergeladen werden: Download Videos “ [Inhaltliche Wiedergabe:]

 „Tierschutz im Unterricht“ schreibt dazu (www.tierschutz.cc):

Entsetzliche Dokumentationen aus heimischen [österreichischen] Schlachthäusern:
Die Stiere brüllen noch, während sie am Förderband aufgeschnitten werden

Bei der 7. Freiland-Tagung am 28. September an der Wiener Universität für Bodenkultur erregte das Referat von „Ja! Natürlich“-Geschäftsführer Werner Lampert besondere Aufmerksamkeit. Er erzählte von seinen Erfahrungen, welch grausame Zustände in den Schlachthäusern vorkommen. Er habe beobachten müssen, dass Tieren unbetäubt „die Beine abgeschnitten bekämen oder ins Brühwasser getaucht“ würden.

 

Von einem Tierschutzvertreter wurde in der anschließenden Diskussion berichtet, dass er schon mehrmals versucht habe, den Schlachtvorgang zur Erzeugung von Bio-Fleisch für „Tierschutz im Unterricht“ und zur Information der Bevölkerung zu dokumentieren. Die angesprochenen Landwirte z.B.  von „Beef Natur“ hatten dies aber sehr freundlich abgelehnt. Wenn der Metzger auf den Bio-Hof* kommt, so ihre Begründung, würden die Tiere ihn als todbringende Gefahr erkennen und sich entsprechend verhalten. Bei Mutterkuhhaltung versuchten die Mütter ihre Kälberkinder zu schützen, indem sie sie abschirmten. Deshalb käme es bei der Schlachtung immer wieder zu entsetzlichen Szenen.(…)

 

Ein oö. Landwirt berichtete in einem Interview für „Tierschutz im Unterricht“, dass er einmal und nie wieder seine Tiere ins Schlachthaus begleitet habe. Ein Stier, nachdem er mit dem Bolzenschussapparat angeschossen und an einem Hinterbein hochgezogen war, hätte noch herzzerreißend gebrüllt, während er bereits aufgeschnitten wurde. Deshalb werde der Bauer nie wieder ins Schlachthaus gehen. Auch bei der Schlachtung von Schweinen, vor allem bei Akkordarbeit, kommt es zu fürchterlichen individuellen Todeskämpfen, weil die Tiere nicht ausreichend betäubt werden.


Wie es der „Zufall“ so will, stattete während dieses Gespräches der Viehhändler dem Landwirt einen Besuch ab, weil in den nächsten Tagen wieder einige Stiere abgeholt werden sollten. (…) So kam es dazu, dass ein 2-Mann-Team vom Tierschutz die Möglichkeit bekam zu dokumentieren, wie Tiere aus den Ställen geholt und ins Schlachthaus transportiert werden. Unser Kameramann F…  hatte sich hinten am LKW einsperren lassen um Aufnahmen während der Fahrt von den Tieren zu machen. Der Film zeigt, wie den Tieren beim Auf- und Entladen mit Stöcken direkt ins Gesicht geschlagen wird. Das ist alles „ganz normal“: Sie werden mit Mistgabeln traktiert, mit elektrischen Viehtreibern geschockt oder durch Umdrehen des Schwanzes zum Gehen gezwungen. Denn welches Nutztier begibt sich schon freiwillig ins Schlachthaus? Der Gestank, zuerst nach Kadaver, weiter drinnen nach Blut, lässt die Tiere ihr Schicksal erahnen und versetzt sie in Todesangst. Der Lärm, vor allem der Säge, mit der die Körper durchschnitten werden, ist ohrenbetäubend. Jenes Tier, das jeweils im engen Gang unmittelbar vor der Tötungsbox steht, kann das blutige Gemetzel schon sehen, das ihm bevorsteht. (…)

Die Tiere werden von unten aus der Tötungsbox gekippt und mit einer Eisenkette am Hinterbein hochgezogen. So hängen sie kopfüber am Fließband. Jetzt sollen sie durch ein Aufschneiden am Hals zum Verbluten gebracht werden. Erst durch das Ausbluten sterben die Tiere. Ein sehr freundlicher Schlachthaustierarzt hat uns erklärt, dass niemand sagen kann, wann genau der Tod eintritt. Dazu müsste ein EEG gemacht werden.

Der AMA-Stier [d. h. aus biologischer Landwirtschaft] hängt an einem Bein am Fließband, der Schlächter schneidet ihm den Hals auf, Blut bricht hervor, der angeblich betäubte riesige Körper zuckt zusammen – das kann eine Reaktion der Nerven sein und muss nicht dahin gedeutet werden, dass das Tier noch etwas spürt. Da geschieht etwas, das auch die Tierschützer, die in ihrer Arbeit, Tierleid zu dokumentieren, einiges zu ertragen gewohnt sind, erschaudern lässt: Während der Schlächter, geschäftig vor sich hin pfeifend, die Brust aufschlitzt, schließen und öffnen sich die Augen des Tieres langsam, einmal und noch einmal. Dann beginnt der Stier, während er kopfüber hängend aufgeschnitten wird, um zu Fleisch verarbeitet zu werden, zu brüllen! Es ist auf der Videodokumentation klar und deutlich zu sehen und zu hören. Das Tier am Fließband lebt noch und schreit! Ein schauderhaftes, heiser-gurgelndes Muhen übertönt den Lärm des Schlachtvorganges. Solche Szenen spielen sich immer wieder in den Schlachthäusern ab, bevor die Tiere wirklich tot sind. Der Schlächter, der die Vorderhufe abschneidet, muss in Deckung gehen. Denn nun bäumt sich der mächtige Stier blutüberströmt am Haken noch einige Male auf. Das sterbende Tier windet sich mit ganzer Kraft. Der Todeskampf dauert lange Minuten…

Die Schlachthausbetreiber, Viehhändler und Schlachthoftierärzte, sowie die Landwirte sind sich kaum einer Schuld bewusst! Genauso wenig wie die Konsumenten von Fleischwaren, die die eigentliche Ursache für das ungeheure Tierleid in den Schlachthäusern sind, für das unsere Mitmenschen durch diese Dokumentationen sensibilisiert werden sollen. (…)

Jene Gräueltaten in den Schlachthäusern, die für „Tierschutz im Unterricht“ dokumentiert wurden, sind nicht auf einzelne Betriebe beschränkt. Es handelt sich dabei leider um ein EU-weites Phänomen. Wo am Fließband geschlachtet wird, kommt es zu Gewalt gegen Tiere! (…)

Zwar schreiben die Tierschutzgesetze der einzelnen Länder vor (z.B. oö. Tierschutzgesetz): „Wer ein Tier schlachtet, muss vor dem Blutentzug eine vollkommene allgemeine Betäubung vornehmen.“ Neue Vorschriften der EU [Entscheidung der Kommission 2000/418/EG ]untersagen jedoch seit Beginn dieses Jahres die Rückenmarkszerstörung bei der Schlachtung unter Verwendung des Hirnstabes, weil dadurch BSE-Risikomaterial über die Blutbahn in alle Körperteile gelangen könnte. Mit diesem Stab wurde nach dem Anschießen im Gehirn der Tiere herumgestochert, um das Zentralnervensystem zu zerstören und zu vermeiden, dass die Tiere beim Ausbluten und während ihnen bereits die Beine abgeschnitten werden, aus der Betäubung erwachen. Diese „Sterbehilfe“ wurde Anfang des Jahres verboten. (…)

Anbetracht der Zustände in der Nutztierhaltung und den Schlachthöfen, müsste jede intelligente und sensible Person es als unerträglich empfinden, auf solche Weise hergestelltes Fleisch zu konsumieren und damit indirekt den Auftrag für weitere Tierquälerei zu erteilen. [Ende der inhaltlichen Wiedergab des Videos.]

 

Auf politischen Druck hin hat der ORF diese Aufnahmen unterdrückt. In der  Schweiz geht es ähnlich: Der Kassensturz interessierte sich nicht für die Videoaufnahmen. Die Medien haben in der Schweiz den Auftrag, die widerspenstige Bevölkerung EU-reif zu machen. Da passen solche staatlich organisierte Gräuel in der „Wertegemeinschaft“ EU nicht ins Programm.“

 

* Im ORF kam vor einigen Tagen (März 2010) die Meldung, dass in Zukunft Kleinschlachtungen (Hausschlachtungen)  z.B. auf Bauernhöfe und auf Biohöfen durch Metzger verboten werden und die Tiere in Zukunft zu größeren Schlachthöfen gefahren werden MÜSSEN. Die EU schreibt Räumlichkeiten und Geräte vor, so müssen z.B. Schlachträume und Verpackungsräume getrennt werden – Dinge, die für einzelne Biobauern zu teuer sind. Das Wohl der Tiere stand bei diesen Vorschriften, die finanziell die Biobauern belasten, aber nicht im Mittelpunkt.

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Hier ein sehenswertes Video zum Thema „Schlachtvieh“ auf Youtube, 7. 12.2009:

Wenn Schlachthäuser Wände aus Glas hätten, wäre jeder Vegetarier / If slaughterhouses had glass walls everyone would be vegetarian.  (Sir Paul McCarthney für PETA)

http://www.youtube.com/watch?v=2U8BtmD6RFE

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http://www.derwesten.de/waz/welt/Mehr-Tierschutz-auf-den-Schlachthoefen-id411066.html [Anm.: Man hat lange darüber geredet, und jetzt soll es sie angeblich – erst 2013! – geben, aber nur in großen Schlachthöfen: Tierschutzbeauftragte.]

„Schlachthof : Mehr Tierschutz auf den Schlachthöfen – Welt, 23.06.2009, Karin Teschner

Brüssel. EU-Agrarminister einigen sich auf neue Verordnung, die Tieren unnötige Qualen beim Töten ersparen soll. Danach müssen Schlachthöfe in der EU künftig Tierschutzbeauftragte beschäftigen. Doch Tierschützern geht das nicht weit genug.

Mehrere Fernsehsender zeigten die schaurigen Bilder aus europäischen Schlachthöfen: Rinder erwachen aus der Betäubung und erleben ihre Schlachtung bei vollem Bewusstsein mit.

Solche Szenen soll es in Zukunft nicht mehr geben. Die Agrarminister einigten sich in Luxemburg auf eine neue EU-Verordnung, die Tiere unnötige Qualen beim Töten ersparen soll. Danach müssen Schlachthöfe in der EU künftig Tierschutzbeauftragte beschäftigen.

In Deutschland ist das bereits der Fall, zusätzlich aber müssen die Betriebe nachweisen, dass ihr Personal ordnungsgemäß ausgebildet ist. Außerdem werden Schlachter dazu verpflichtet, ihre Betäubungsmethoden zu dokumentieren und das Vieh bis zur Tötung streng zu überwachen. Jedes Jahr werden in den Schlachthöfen der EU rund 360 Millionen Schweine, Schafe, Ziegen und Rinder sowie mehrere Milliarden Hühner getötet – gerade in den neuen Mitgliedsstaaten hat es für sie bislang nur laxe Schutz-Standards gegeben.

Kritik von Pro Vieh

„Mit diesem Vorschlag wird die Behandlung der Tiere zum Zeitpunkt der Schlachtung grundlegend verbessert“, freute sich EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou gestern ist Brüssel. Das sehen Tierschützer in Deutschland allerdings anders: Ihnen geht die Verordnung, die 2013 in Kraft treten soll, längst nicht weit genug.

„Kleinere Betriebe sind weiterhin von der Pflicht ausgenommen, Tierschutzbeauftragte anzustellen. Dabei sind dort die meisten Missstände zu beobachten – auch in Deutschland“, klagt Frigga Wirths vom Tierschutzbund. Der Verband Pro Vieh kritisiert zudem, dass viele der zugelassenen Betäubungsmethoden mangelhaft sind, weil sie den Tieren Qualen und Stress bereiten – doch an ihnen wollte die EU aus Rücksicht auf die Fleischindustrie nicht rütteln. Umstritten sind zum Beispiel die CO2-Betäubung von Schweinen, weil sie zu Atemnot und Keuchen vor dem Tod führen soll oder die Elektrobetäubung bei Hühnern: Die Vögel werden bei vollem Bewusstsein in die Schlachtbügel eingehängt.“

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Kommentar:

„Einzelfälle“ sind das keine, das ist Horror und Sadismus, landesweit, weltweit. Die EU sorgte selbst dafür , dass arme Tiere unter entsetzlichen Schmerzen 2000-2013 zu jährlich millionenfach elendiglich sterben mussten.

Man ist, was man isst, und wenn man Tiere zu Tode quält, wird man zu dem, was man danach mit dem Fleisch isst. Gestresst, deprimiert, krank. Was nützt denn die Biohaltung, wenn das Tier dann am Ende doch wieder in einer Massenschlachterei elendig krepiert?

Außerdem – wie scheinheilig ist das denn? Gegen das Schächten sein (d.h. Hals aufschneiden und Tier verbluten zu lassen, bei Juden und Muslimen) aber die Tiere in den eigenen „ach  so humanen“ Schlachthöfen lebendig und vollbewusst kochen, enthäuten oder amputieren zu lassen?????

Und warum zum Teufel hagelt es nicht gegen jeden Mitarbeiter und gegen Schlachthöfe, wo Tiere bewusst so gequält werden, keine massiven Anzeigen wegen Tierquälerei???

http://derstandard.at vom 5. 12. 2008, Rubrik Wissenschaft – Mensch:

„BSE- und Scrapie-Erreger befallen auch Fettgewebe

(…) San Francisco – Die Erreger schwammartiger Gehirnkrankheiten wie BSE und Scrapie sammeln sich entgegen bisheriger Annahmen auch im Fettgewebe. Das haben US-Forscher zumindest bei Labormäusen beobachtet. Bisher waren Mediziner davon ausgegangen, dass die sogenannten Prionen hauptsächlich Nervengewebe wie Gehirn oder Rückenmark befallen. Solche infektiösen Eiweißmoleküle gelten auch als Auslöser der menschlichen Form des Rinderwahnsinns, der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK). Die Forscher um Bruce Chesebro vom US-Institut für Infektionskrankheiten in Hamilton (US-Bundesstaat Montana) stellen ihre Arbeit im Fachjournal „PLoS Pathogens“ (online veröffentlicht) vor.“

Die Wissenschaftler infizierten Mäuse mit Scrapie und konnten anschließend die Prionen (= andersartige und andere verändernde Eiweißmoleküle, die diese Krankheit verursachen) im Fettgewebe der Mäuse nachweisen, und zwar in bedenklich hoher Konzentration. Auch bei Tieren, die zwei Jahre keine Anzeichen zeigten. [Anm.: Bekanntlich dauert die „Inkubationszeit“ zwischen Infektion, Nachweisbarkeit in Test und am Ende und Krankheitsausbruch verschieden lang. Bei infizierten Rindern konnte man die ersten zwei Jahre per Test nicht nachweisen, also befahlen die Behörden, Kälber bis zum 2. Jahr zu schlachten. Nicht, weil die Kälber dann gesund wären, sondern weil BSE nicht nachweisbar war und daher der Bauer das Fleisch noch verkaufen konnte, statt es zu verbrennen.]

Fett und Muskelfleisch sind beispielsweise in Steaks untrennbar miteinander verflochten, geben die Wissenschaftler zu bedenken. Auch enthalten Würste und Dosenfleisch hohe Anteile von Fettgewebe. Noch könne man jedoch nicht davon ausgehen, dass sich BSE und andere Hirnkrankheiten auch auf diesem Wege übertragen könnten, betonen die Wissenschaftler. Zuvor müssten die Untersuchungen mit Tieren, die dem Menschen als Nahrung dienen, wiederholt werden. Die Forscher erweitern die Tests jetzt auch auf das Fettgewebe von Hirschen mit dem sogenannten Chronic Wasting Disease. Auch dies ist eine Hirnkrankheit, die sich über Prionen überträgt. (APA/dpa)“

http://www.plospathogens.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.ppat.1000232

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Scrapie, BSE und Creutzfeldt-Jakob

Die Trabberkrankheit (wegen dem stolpernden Gang“) oder „Scrapie“ (wegen dem Juckreiz) soll 1732 das erste Mal in Großbritannien beobachtet worden sein, und wurde von dort über Zuchtschafe nach Mitteleuropa verschleppt, heute ist sie weltweit anzutreffen. 1947 wurden Nerze in den USA infiziert, denen man Schafschlachtabfälle zu fressen gegeben hatte. 1967 wurde bereits vermutet, dass Proteine dahinterstecken. 1982 stellte Stanley Prusiner die Hypothese der alleinigen Ursache von Proteinen für alle Formen von „Transmissible Spongiform Encehalopathy“ („Übertragbare spongiforme Enzephalopathie“, TSE) auf, der auch die Bezeichnung „Prion“ erfand: proteinaceous infectious particle („eiweißartiger infektiöser Partikel“) Der Ausbruch von BSE 1985 in Großbritannien wird auf die Verfütterung von aus Schafen erzeugtem Tierkörpermehl an Rinder zurückgeführt. Und anfangs tat man dort alles, um den Ausbruch nicht publik zu machen.

Nur zur Erinnerung,und mit meinen eigenen Worten gesagt: Zuerst entdeckte man Schafe mit offensichtlichem Hirnschaden im Groß- und Kleinhirn, was sie unkoordinert, zuckend und verwirrt umherlaufen ließ. Diese Krankheit bei Schafen nannte man Scrapie. Dann wurden Rinder befallen, diese Krankheit nannte man „BSE“ (Rinderwahn, Bovine spongiforme Enzephalopathie) und hunderttausende Rinder wurden bei höchsten Temperaturen (denn was anderes vernichtet die Eiweißmoleküle nicht! Es sind weder Viren noch Bakterien) verbrannt. Man stellte fest, dass die Eiweißmoleküle ansonst einfach auf der Weide bleiben oder im Stall usw. als permanente Ansteckungsquelle. Wie die Krankheit entstand, fand man in den 80ern dann auch heraus, aber ungern, man versuchte es zu vertuschen wo es ging: durch Tiermehl. Man hatte z.B. aus Schafen, darunter auch Scrapie-Schafen, Tiermehl als Proteinpulver hergestellt und es in Massen an Rinder (und andere Tiere, z.B. Fische, Hühner, Schweine… vermutlich auch Hunde und Katzen…) verfüttert. Die Krankheit brach bei Rindern im Vollbild erst ca. 5 Jahre später aus. Sie ähndelte stark dem menschlichen Creutzfeldt-Jakob-Syndrom (vCJK). Und man stellte fest, dass Menschen tatsächlich nach bis zu 35 Jahren nach der Infektion BSE an einer neuen Variante des vCJK erkranken. Das bedeutet, der Mensch hatte als Nahrung irgendwann vor 10-35 Jahren Fleisch, Würste usw. von Tieren mit mutierten Eiweißmolekülen (Prionen) verzehrt. Creutzfeldt-Jakob ist unheilbar, der Mensch dämmert umnachtet vor sich bin und stirbt nach 1-2 Jahren dann.

Definition Wikipedia für Creutzfeldt-Jakob-Syndrom sowie Hinweise auf übertragung: http://de.wikipedia.org/wiki/Creutzfeldt-Jakob-Krankheit: „Charakteristisch für die Krankheit ist, dass die abnorm gefalteten Prionproteine vor allem im Gehirn den dort normalerweise vorhandenen Vettern mit gesunder Struktur ihre veränderte Struktur aufzwingen und so dort einen verhängnisvollen biochemischen Prozess auslösen, der letztlich zu einer Degeneration des Gehirns führt. Die krankhaft gefalteten Proteine lagern sich in Nervenzellen zusammen und bilden Klumpen. Die Funktion der Nervenzellen wird zunehmend gestört, sodass es bis hin zum programmierten Zelltod kommt. Bei fortschreitender Erkrankung nimmt das befallene Gehirn eine schwammartig durchlöcherte Struktur mit fadenförmigen, proteinhaltigen Ablagerungen an. Im Blut eines erkrankten Menschen sind jedoch nur kleinste Mengen der infektiösen Prionen vorhanden. Die Krankheit wurde zuerst von den beiden deutschen Neurologen Hans-Gerhard Creutzfeldt und Alfons Maria Jakob im Jahr 1920 beschrieben. [ Es werden drei herkömmliche bekannte Varianten der Krankheit aufgelistet. ] (…)

Eine direkte Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch ist bisher nur auf iatrogenem Wege (durch Ärzte verursacht) über Kontakt mit infektiösem Gewebe nachgewiesen worden. Dies geschah besonders früher durch Hirnhaut- und Augenhornhauttransplantate, sowie durch unzureichend sterilisierte neurochirurgische Instrumente. Außerdem wurde eine direkte Übertragung bei aus Leichenhypophysen extrahierten Wachstumshormonen bzw. Gonadotropinen beobachtet. (…)

Es gibt Spekulationen über diverse Einzelfälle, bei denen die Krankheit durch ärztliches Verschulden (iatrogen) hätte übertragen worden sein können: Es wurde zum Beispiel von einem Creutzfeldt-Jakob-Opfer berichtet, das wenige Jahre vor der Erkrankung eine Kollagen-Plastik am Schädelknochen erhalten hatte. Das Kollagen stammte vom Rind. Ein vCJD-Opfer hatte sechs Jahre vor Ausbruch der Erkrankung Rindersomatropin injiziert bekommen. Und zwei weitere vCJD-Opfer aus Großbritannien hatten eine Polio-Schluckimpfung erhalten, die aus demselben Kälberserum hergestellt worden war. Auch wurde ein anscheinend erhöhtes CJD-Risiko nach Augeninnendruckmessungen mit einem Goldmann-Tonometer festgestellt. (…)

Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass Menschen grundsätzlich auch über Bluttransfusionen mit der neuen [vierten] Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) infiziert werden können. In Großbritannien gibt es einige wenige auffällige Einzelfälle in denen es sehr plausibel erscheint, dass die Erkrankung auf diesem Wege übertragen worden ist. Auch Tierversuche deuten auf eine hohe Wahrscheinlichkeit dieser Möglichkeit hin. Mit 100%iger Sicherheit nachgewiesen werden konnte dieser Übertragungsweg allerdings bis jetzt dennoch nicht. Aus der vermutlich gegebenen grundsätzlichen Möglichkeit der Ansteckung über Bluttransfusionen (und damit also Blut bzw. Blutbestandteilen an sich) wurde außerdem die Hypothese abgeleitet, dass es bei einer (allerdings wohl ziemlich unwahrscheinlichen) Verkettung verschiedener unglücklicher Umstände und Zufälle in der Vergangenheit in Großbritannien außerdem bei Operationen jeglicher Art – unabhängig davon ob es zu Bluttransfusionen kam oder nicht – in extrem seltenen Einzelfällen zu einer Infektionen durch OP-Besteck gekommen sein könnte. Begründet wird dies damit, dass in der Vergangenheit teilweise Desinfektionstechniken verwendet wurden, bei denen nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass Prionen die Prozedur und anschließende Lagerung der Geräte überdauerten.(…)

Nach aktuellen Erkenntnissen besteht eine Wahrscheinlichkeit von 99 % dafür, dass diese  [4.] Variante (heute als vCJD bekannt) durch den Verzehr von BSE-verseuchtem Rindfleisch hervorgerufen wird. Vermutlich ist allerdings ein Großteil der Bevölkerung gegen die Ansteckung durch BSE-verseuchte Nahrung resistent, denn alle bisherigen vCJD-Erkrankten hatten eine genetische Veranlagung, die sich nur bei knapp 40 Prozent der europäischen Bevölkerung findet. An einer kritischen Stelle des Gens, welches das Prionen-Eiweiß kodiert, fand sich bei ihnen stets nur die Anweisung zum Einbau der Aminosäure Methionin. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist jedoch mischerbig und besitzt zusätzlich ein Gen, das den Einbau von Valin an dieser Stelle bewirkt. Es liegt die Schlussfolgerung nahe, dass sich menschliche Prionen leichter von BSE-Prionen umfalten lassen, wenn sie an der bezeichneten Stelle die Aminosäure Methionin enthalten. (…)

vCJD unterscheidet sich von klassischer CJD durch das Alter der Patienten von im Durchschnitt 28 Jahren im Vergleich zu 65 Jahren bei der klassischen CJD, durch andere Symptome und einen längeren Krankheitsverlauf von 14 Monaten im Vergleich zu 6 Monaten bei klassischer CJD. Für den Fall, dass die Krankheit durch den Verzehr von Rindfleisch übertragen wird, rechnen Epidemiologen mit einer durchschnittlichen Inkubationszeit von 12,6 Jahren. Die Erkrankten zeigen meistens zunächst psychische Symptome, wie Depressionen, Wahnvorstellungen, Stimmungsschwankungen oder Angstzustände. Bereits in diesem Anfangsstadium ist das Kurzzeitgedächtnis gestört. Die Patienten klagen über Müdigkeit und die psychischen Symptome verschlechtern sich progressiv und sprechen meist nicht auf medikamentöse Behandlung an. Nach einigen Monaten kommt es in den meisten Fällen zu andauernden schmerzhaften Missempfindungen (Dysästhesien) am ganzen Körper und auch zu Schwindel und Übelkeit. Anschließend treten Koordinationsprobleme (Ataxie) und andere Bewegungsstörungen wie Zittern, Nystagmus, Dystonie, Lähmungen oder unwillkürliche Muskelzuckungen und -bewegungen (Faszikulationen, Myoklonien, Chorea) sowie epileptische Anfälle auf. Außerdem kommt es zu Harn und Stuhlinkontinenz. Eine Fehlregulation des Muskeltonus bewirkt Gliederschmerzen und es tritt nun auch die für CJD typische, anfangs schleichende, später rasch fortschreitende Demenz in den Vordergrund. In diesem Verlauf kommt es dann zu Halluzinationen und Verwirrtheit, bei denen oft nahe Verwandte nicht mehr erkannt werden. Die Erkrankung verläuft nun akut und führt in nur wenigen Monaten zum vollständigen Zerfall aller Gehirnfunktionen. Die Patienten verweigern die Nahrungsaufnahme und können nur noch durch eine Magensonde ernährt werden. Gelegentlich sterben die Patienten in dieser Phase an vegetativen Störungen oder fallen ins Koma.

Im Endstadium von vCJD haben die Opfer der Krankheit keinerlei Möglichkeit mehr, Kontakt mit ihrer Umwelt aufzunehmen oder auf einen solchen zu reagieren. Darum werden vCJD-Kranke im Endstadium der Krankheit oft als „The Living Dead“ (Die lebenden Toten) bezeichnet. Manchmal tritt hierbei eine vollständige spastische Lähmung des Körpers, die sogenannte Enthirnungsstarre, ein. Die Patienten verweilen recht lange in diesem Endzustand der Erkrankung (terminalen Zustand), bis sie entweder an einer Lungenentzündung oder durch Atemlähmung sterben.“ Es gibt inzwischen -zig belegte Fälle (zu allen anderen, die nicht entdeckt werden) und man befürchtet eine „Epidemie“ von vCJK in etwa 10 Jahren, beginnend (siehe Wikipedia).

Nach großen Massenschlachtungen und Verbrennungen in Europa (beginnend in Großbritannien) und dem Verbot von Tiermehl (1996!) als Nahrung für Kühe und Schafe erklärte man BSE in den 90ern als so gut wie beendet und besiegt. Dennoch traten nach wie vor immer wieder Fälle auf, die man mit verseuchter Tiernahrung in Verbindung brachte. So gab es einen Fall, in dem in Österreich bei einem Kalb BSE nachgewiesen worden ist – dummerweise hatte der Bauer das Tier nicht rechtzeitig geschlachtet, es war bereits mehr als 2 Jahre alt… Das bedeutet, dass BSE etc. nicht ausgerottet ist, sondern dass man einfach die Tiere rechtzeitig schlachtet, bevor die Testmethode greifen kann. Es wird viel vertuscht. In Schlachthöfen wurden Gehirn und Rückenmark (Knochenskelett) nicht mehr verwendet. Das restliche Fleisch – für Menschen – sehr wohl. (Für Haustiernahrung ohnehin weiterhin.) Man sagte, dass Prionen ja wohl überwiegend Gehirn- und Nervenzellen befallen und diese Maßnahme würde ja wohl ausreichen. Veterinäre überwachten die Schlachthöfe. – Okay, nur: die machen nur Stichproben! (Und nebenbei untersteht das Veterinäramt in Österreich dem Landwirtschaftsministerium, d.h. die Landwirte kontrollieren sich selbst *lol*. Und dieses untersteht seit Jahren der ÖVP, die Partei der meisten Landwirte und bislang ebenfalls seit vielen Jahren zuständig für Wirtschaft und Gesundheit.) Die EU-Verwaltung hob 2008, trotzdem immer wieder neue Fälle gemeldet wurde, das Verbot der Tiermehlfütterung auf (!!!) Der Verdacht, wenn Kälber sich über Muttermilch anstecken, dass auch Milch und Milchprodukte kontaminiert sein könnten, wurde einfach stillschweigend unter den Tisch gekehrt: wenn, dann wären da zuwenig Prionen (Eiweißmoleküle! sic!) um sich als Mensch anzustecken… Offenbar haben die Menschen nicht verstanden, dass Prione erst bei 600-800°C vernichtet werden und nicht durch pasteurisieren.

Gerüchte in den Medien in den 90er Jahren besagten, Scrapie entstand, ursprünglich ausgehend von Großbritannien, überhaupt erst durch Kontamination von Schafsnahrung mit aus Indien bezogenem Tiermehl, und dieses stammte wer weiß aus welchen Abfällen – auch aus dem Indus, wo menschliche Leichen verbrannt werden, womöglich solche von Creutzfeldt-Jakob-Kranken. Aber man kann sich denken, das diesen Gerüchten nicht mit Nachdruck nachgegangen wurden…

Wie auch immer, es ist ja nett, jetzt zu erfahren, oder bestätigt zu erhalten, dass auch Fleisch diese verändernde Eiweißmoleküle aufweisen kann, es wird nur jenen nicht helfen, die irgendwo im Alter vor sich hindämmern werden. Parkinson, Demenz, Creutzfeldt-Jakob, Schwachsinnigkeit – sind eigentlich keine Krankheiten, die im Alter auftreten müssen. Der Normalzustand ist eigentlich geistige Klarheit bis kurz vor dem Tod, selbst wenn die Leistung des Gehirns im Alter zurückgeht. Immer vorausgesetzt, man hat sich entsprechen ernährt und verhalten.

Und warum das alles? Aus Geldgier, da geht man über Leichen. Zuerst bei den Tieren, dann bei den Menschen. Da macht es nichts, nichtfleischfressenden Tieren Tiermehl von Tieren zu geben, selbst solches von eigenen Artgenossen (!). Der Mensch ist eben das allergrößte Charakterschwein. Nebenbei: so gelangten auch die Salmonellen in die Eier – indem man Hühner mit dem Mehl der Artgenossen fütterte.

Wer kann, sollte sich den Film „Soylent Green“ von 1973 ansehen, falls noch irgendwo erhältlich. Deutsch: „Jahr 2022… die überleben wollen“

Weitere ergänzende Erläuterungen zu BSE und Scrapie:

http://de.wikipedia.org/wiki/Prion – zu Prionen

http://de.wikipedia.org/wiki/BSE – zu BSE:

„Die betroffenen Tiere zeigen Verhaltensänderungen und Bewegungsstörungen. Die Rinder beginnen zu straucheln, stolpern über die eigenen Beine und reagieren schreckhaft auf Lärm und Lichtreize. Muskelzittern, Zungenspiel und gelegentlich lebhaftes Ohrenspiel und Juckreiz werden beobachtet. (…)

Neuere Forschungen zeigen, dass BSE-verwandte Krankheiten bei Schafen, Elchen und Hirschen auch über den Urin verbreitet werden: Schafe und wildlebende Tiere kommen schließlich niemals mit Tiermehl in Kontakt.“ [Anmerkung: Was gleich das Gebiet der möglichen Ansteckungswege für Tier und Mensch auf Weiden, Abwässerkanäle und auf mit Jauche gedüngte Felder (Ernten) ausweitet.]

(…) Aufgrund einer EU-Vorschrift müssen seit dem Jahre 2001 von älteren Tieren Gewebe mit hoher Erregerkonzentration (Hirn, Rückenmark, Milz) bereits bei der Schlachtung entfernt und entsorgt werden. So soll das Risiko einer Übertragung auf Menschen minimiert werden. Auch die Verarbeitung von Rinderdärmen zur Wurstherstellung ist in Deutschland und Frankreich verboten. In Südamerika ist die Krankheit bisher noch nicht nachgewiesen worden. Wenn Rinderdärme in Deutschland zur Produktion von Wurst Verwendung finden, so sind dies immer aus Südamerika importierte Därme.“

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Scrapie – zu Scrapie: Scrapie (von engl. scrape „kratzen“, „schaben“) oder Traberkrankheit (Paraplegia enzootica), seltener auch Gnubberkrankheit, Wetzkrankheit oder Rida, ist eine übertragbare, langsam tödlich verlaufende Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) bei Schafen und in geringerem Ausmaß auch Ziegen. Sie wird höchstwahrscheinlich durch fehlgebildete Eiweiße (Prionen) hervorgerufen. Scrapie geht mit Hohlraumbildungen (Vakuolisierungen) in den Nervenzellen einher und äußert sich in Verhaltens- und Gangstörungen. Der englische Name rührt daher, dass die erkrankten Schafe infolge starken Juckreizes die Tendenz haben, sich die Wolle abzuscheuern. (…)

Das krankhafte Prion kommt im Zentralnervensystem, Gehirnwasser, in Mandeln, Lymphknoten und in der Milz vor. Es wird über die Nachgeburt und das Fruchtwasser ausgeschieden. Mit dem Scrapie-Agens kontaminierte Oberflächen können über Jahre eine Infektionsquelle sein. (…)

Die natürlichen Übertragung erfolgt zumeist durch orale Aufnahme von Nachgeburt und Fruchtwasser oder damit kontaminiertem Wasser oder Futter sowie Belecken des Lammes durch das Mutterschaf. Das Muttertier kann die Erkrankung auf den Fötus übertragen. Offenbar ist auch eine Übertragung durch Kontakt möglich, auch die Übertragung durch Milben (Heumilbe) wird diskutiert. Experimentell wurde auch eine Infektionsübertragung über die Bindehaut und kleinste Verletzungen der Maulschleimhaut sowie über Bluttransfusionen nachgewiesen. Auch kontaminierte Impfstoffe wurden als Auslöser identifiziert. (…)

Der Erreger gelangt über das enterische Nervensystem und die Eingeweidenerven in das Rückenmark und von dort aufsteigend in das Gehirn. Beim Schaf spielt auch die Verbreitung über das Lymphsystem eine Rolle. (…)

Prinzipiell sind alle Schafrassen empfänglich. Außer Schafen und (in geringerem Ausmaß) Ziegen sind auch Nerze, Mäuse, Ratten, Hamster, Europäische Mufflons, Affen und der Mensch empfänglich. Der Übergang des Erregers auf das Rind (BSE) wird als eigenständige TSE angesehen. (…)

Die Krankheit hat eine Inkubationszeit bei Schafen von etwa 4 Jahren, wobei bei Lämmern die Infektion erst ab 18 Monaten messbar wird und der Ausbruch der Krankheit erfolgt meist nach 3 Jahren, wobei das Tier nach 2-6 Monaten stirbt. Ca. 1% der Schafe wird befallen, sodass man sich bemüht, die Anfälligkeit für Prionen wegzuzüchten. Das geht bei Ziegen nicht, da sie keine alternativen Rezeptoren im Genmaterial besitzen.(…)

Alle Todesfälle bei über 18 Monate alten Schafen müssen auf Scrapie untersucht werden, ebenso stichprobenartig alle Schlachttiere ab diesem Alter. Da die Traberkrankheit anzeigepflichtig ist, werden die entsprechenden Maßnahmen durch den Amtstierarzt festgelegt. Dabei ermöglichen die aktuellen Bestimmungen, dass nicht mehr ganze Bestände, sondern nur noch genetische Risikogruppen (Böcke G2−G5, weibliche Schafe G3–G5) in betroffenen Beständen getötet werden.“ (…)