Tag Archive: Liebe


Ich habe hier einige bemerkenswerte Links gesammelt, aus dem Web am 10.1.2013, Quelle wie im Link angegeben!

Diese Beiträge belegen, wie sehr „höhere Tierarten“ nichts anderes sind als Mitgeschöpfe bzw. uns „fremde Lebensformen“ auf diesem Planeten, die aber ebenfalls das Recht auf Leben und gute Behandlung haben sollten, und wie sehr das „Säugetier Mensch“ mit seinem spezialisierten Großhirn“ in seinem Größenwahn und Unverständnis die Tiere (als fremde Lebensform) unterschätzt, benachteiligt, rücksichtslos ausbeutet und ohne Verstand und Ethik ermordet. Und ich wünschte, die Menschen alle könnten das Unrecht, das sie tun, auch im Herzen endlich fühlen:

Katze bringt Grabbeigaben und trauert am Grab: http://www.krone.at/Haustiere/Kater_besucht_taeglich_das_Grab_seines_Herrchens-Treuer_Italiener-Story-346980

Katze entdeckt, dass nur Nahrung für ihr Rudel nach Hause zu bringen nicht ausreicht: http://www.youtube.com/watch?v=fDX7tevXO1E

Hunde, die lieben: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35329/2/1, http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35329/1/1

Straßenkater versucht 2 Stunden lang verzweifelt, seine angefahrene Katzenfreunde wiederzubeleben: http://www.youtube.com/watch?v=gorJf08WoTk

Erwachsene Löwen küssen menschliche Freunde, so z.B.: http://www.youtube.com/watch?v=cmotCGKr4bk

Affen halten Haustiere: http://www.youtube.com/watch?v=0q4ManKz7bc
Dabei gab es eine Doku, in der wilde Paviane bei einer Müllhalde (mitten in einem noch halbwegs grünen Naturbereich!) gezeigt wurden, die den dort lebenden verwilderten Hunden ihre Welpen stehlen (!) und sie als eigene Haustiere aufziehen. Diese werden dann zum Schutz gehalten und verteidigen „ihre“ Affenhorde später. ( http://www.youtube.com/watch?v=U2lSZPTa3ho )

Aufrecht gehender Gorilla: http://www.youtube.com/watch?v=OvselT4MKbw

Bonobo kommuniziert mit Mensch: http://www.youtube.com/watch?v=fiRWhYjNA88, http://www.youtube.com/watch?v=l_FgwJ2-E-g -Anm.: Kanzi konnte auch per Lexiogramm beigebrachte Infinitiv-Verben und Adjektive verwenden und so eigene Wünsche ausdrücken, wie es aus einer früheren Doku vor Jahren hervorging. Z.B. (Ich) will lieber Banane. (Ich) will nicht Ball. (Ich will) trinken Limonade. Schokolade (mag ich, ist) gut. (Anderen Bonobos brachte man für die Forschung auch Begriffe der Gebärdensprache zum Gebrauch bei.)

„Höhere“ Tierarten können eine bestimmte Anzahl einfacher menschlicher Worte erlernen und verstehen, angefangen mit ihrem Namen. Anders herum versuchen sie mit Menschen zu kommunizieren. Hunde schnappen sich einen leeren Wassernapf und stellen ihn z.B. vor den Menschen hin. Und meine Katzen setzen sich z.B. neben den leeren Futternapf und fixieren mich mit den Augen. (Wie ich schon erwähnte – wenn Katzen wollen, dass man wohin sieht und Zusammenhänge begreift, dann leiten sie die Aufmerksamkeit von Mensch oder Artgenossen mimisch-gestisch dorthin. Z.B. durch Starren, (Kratzen, typisches Rufen etc.). Sie selbst reagieren erkennend ebenso, wenn der Mensch seinerseits das betont tut. Und wenn meine Katze zuhause MICH ruft und genau MICH meint, ruft sie weinerlich „Jahuuuu“. Macht sie bei anderen Katzen oder Menschen definitiv NICHT. Jahuuu gehört, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, nicht zu den Baby-Mama-Ruflauten. Meine Katze reagiert übrigens schneller, wenn ich meinerseits Katzen-Rufe verwende oder ihren Namen singe (!) statt ausspreche. Nicht weil sie das sonst nicht verstehen würde, nein – sie ist über soviel „Höflichkeit“ von mir entzückt und belohnt das einfach.

Raben „fischen“ mit Werkzeug nach Maden: http://www.youtube.com/watch?v=5_xpJWnXgEE

Hund rettet Hund: http://www.youtube.com/watch?v=f5OEKA47xFI

Hund trauert um 12jährigen ermordeten Jungen: http://www.youtube.com/watch?v=iUqcmTzpuSk

Grausamer Umgang mit Hunden in Ukraine: http://www.youtube.com/watch?v=gwBN69-esPs

Tierleid durch Animalhoarding: http://www.ltk-hessen.de/fileadmin/www_ltk_hessen_de/altbestand/pdf/ofensberger-animal-hoarding.pdf

Alptraum Schlachthof, oder: „Man ist letzlich das, was man isst“: http://www.youtube.com/watch?v=_rGnco_4zEg, http://www.youtube.com/watch?v=u-i83e3AyeM, http://www.youtube.com/watch?v=JI2BwU9UMqo

Eigentlich gibt es soviele Beispiele, dass man sie niemals alle je aufzählen könnte. Wer selbst Haustiere hat und Empathie genug, sie auch innerlich zu verstehen, der weiß das alles bereits…

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Der Killer in us

Ich überlege mir immer wieder, warum viele Menschen nicht imstande sind, sich in andere Geschöpfe hineinzufühlen, nicht in Ihresgleichen und schon gar nicht in Tiere oder Pflanzen. Nun gut, Pflanzen sind von uns biologisch sehr verschieden, und zu Insekten usw. werden wir ebenfalls schwer einen Zugang finden. Aber was ist mit höheren Tieren?

So viele Tiere werden abgeschlachtet – kann einen nicht verwundern, machen doch die Menschen das auch mit anderen Menschen. Menschen probieren ihren Killerinstinkt ja immer zuerst am Tier aus (z.B. bei der Jagd, und dann, wenn möglich, am Menschen, z.B. im Krieg.) Aber Tiere werden auch ohne Notwendigkeit gequält und getötet. Ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden. Und das weist für mich schon auf eine schwere Störung in der Empfindungsfähigkeit hin. Vielleicht ist es so, dass eine natürliche Emotionsschranke dafür sorgt, dass wir keine Empathie mit unseren Beutetieren haben, andernfalls könnten wir sie gar nicht essen. Freunde hingegen können wir kaum essen und Verwandte schon gar nicht (und kannibalistische Menschen machten das aus einem anderen, rituell-religiös-magischen Grund). Je fremder uns ein Lebewesen ist, desto weniger Skrupel scheinen wir zu haben, es zu töten und/oder zu verspeisen. Vor allem, wenn es die „passende“ Größe hat und man es gefahrlos kann. Freunde hingegen verschonen wir, weil wir viel Gemeinsames in ihnen entdecken.

Schlussfolgerung: Offensichtlich sehen viele Menschen Tiere als fremd und minderwertig an, weil sie zuwenig Gemeinsamkeiten mit ihnen entdecken. Wobei Menschen diese Einstellung sogar auf Fremde, Behinderte und Konkurrenten übertragen. Sich selbst betrachten sie als etwas ganz anderes als ein Tier, etwas fast Göttliches, als „Krone der Schöpfung“. Sie sehen, dass die Tiere zwar etliche Dinge biologisch mit uns gemeinsam haben, und sogar die menschlichen Embryonen unsere evolutionären Tierstufen nachvollziehen, aber man spricht dennoch den Tieren z.B. Emotionen ab. Heute, in unserer Kultur vielleicht weniger, früher jedenfalls betrachtete man Tiere noch als „Bioautomaten“ die keine Emotionen oder Gedanken haben, sondern einfach in ihren Reaktionen angeborenen Programmen folgen. Das führte dazu, dass man „überflüssige, lästige Kätzchen“ in einen Sack mit einem Stein steckte und einfach ertränkte. Oder dass Hundebesitzer einfach auf Bello 1 den Bello 2, 3, 4 usw. folgen ließen und so taten, als wäre das immer derselbe (!) Hund. Ein Tier hatte somit keine „individualität“ oder Persönlickkeit und sein „Wert“ als Bioautomat berechnete sich rein nach seinem Nutzen. Kein Nutzen = kein Wert! Übrigens sprachen Wissenschaftler diesem „Automaten“ sogar Schmerzempfinden ab… Noch heute ist man sich nicht einig, ob Fische Schwerzen empfinden können oder nicht…. (Und doch reagieren sie, oder…?)

Tiere – nur organische Automaten ohne Emotion?

Mit dieser zurückgebliebenen  Einstellung konnte man ungestraft mit Tieren tun, was immer man wollte. Die Erfindung des Elektrischen Stuhls in den USA durch Thomas Edison beruhte auf dem Streit mit George Westinghouse über die Gefährlichkeit von Wechselstrom gegenüber Gleichstrom. (Wechselstrom war die physikalisch effektiver für Geräte.) Trotz Proteste von Westinghouse wurde Edison nicht müde, zwecks Verteufelung des Wechselstroms zugunsten seiner Gleichstrom-Erfindungen die öffentliche grausame (und langsame) „Exekution“ von Tieren mit Wechselstrom vorzuführen, wobei die Tiere entsetzlich dabei litten. Er exekutierte einen gefährlichen Elefanten (der zu groß war und einfach nicht sterben wollte), hunderte Haustiere (gegen eine Fangprämie eingefangen und an ihn verkauft), und am Ende wurde so der Elektrische Stuhl zur Hinrichtung von Menschen erfunden. http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrischer_Stuhl

Zykon B, mit dem in Ländern heute noch Tiere in „Tierheimen“ vergast werden, wurde gegen Menschen im Holocaust eingesetzt, nachdem man es gegen Insekten und Tieren erfolgreich eingesetzt hatte und nachdem die Verwendung von Giftgas bereits im 1. Weltkrieg unglaublich viele Menschen umgebracht und tausende Überlebende durch zerstörte Nerven und Gehirn schwerst geschädigt hat. Voraussetzung für den Holocaust als fabriksmäßig aufgezogener Massenmord war einerseits die Entwicklung der industriellen Ermordung und Zerlegung von Tieren bei Massenschlachtungen am Fließband für die Nahrungskette, z.B. in Chikago, als auch die „Entmenschlichung“ und Entpersonalisierung, Entindividualisierung von Menschen, die man zu Insekten (Parasiten), Tiere (Ratten) und für „behindert, unwert, minderwertig, fremd“ erklärt hat.

Die gemeinsame Seele allen Lebens

Um zu erkennen, dass Tiere eine Seele haben wie wir, müssen wir erst selbst erkennen, dass wir selbst eine Seele haben. Menschen, die derartig grausam mit anderen Menschen oder Tieren umgehen, haben ihre eigene Seele nicht gefunden und erkannt (sofern sie eine haben), sie hören weder ein Gewissen noch empfinden sie Reue und haben keine Empathie für andere Lebensformen. Sie sind vom universellen Sein abgeschnitten. Die Außenwelt spiegelt nur das wider, was in einem ist – in diesem Fall – nicht viel. Wenn wir aber unsere eigene (göttliche) Seele in uns erkennen, erkennen wir sie auch bei den Tieren und damit werden sie einem nicht mehr fremd, sondern verwandt, befreundet. Das ist die wesentliche Voraussetzung dafür, dass man Tiere in ihrer Persönlichkeit, ihrem Wesen und Art achtet, liebt und versteht.

Ich „vermenschliche“ dabei Tiere nicht, sondern ich fühle eine innere Verbindung, eine geistige Brücke.

Ich sehe dem Tier in die Augen, aber ich sehe tiefer als den Augengrund, ich sehe Seele, Emotionen darin, ich sehe seine Stärken und natürlich seine Schwächen („Behinderungen“). Natürlich haben sich Tiere anders spezialisiert als das Tier  Mensch, und haben darum andere Sinne, Überlebensstrategien und Gewohnheiten entwickelt als der Mensch, der vor allem sein Großhirn und das abstrakte Denken als Überlebensstrategie entwickelt hat. (Hätten ja auch Klauen, Hufe und Hörner sein können – Glück gehabt!) Und daher sind uns Tiere in einigen Bereichen überlegen, in anderen Bereichen jedoch (z.B. in der Fähigkeit zu abstraktem Denken, rascher Auffassung und schneller Entschlusskraft) ist der Mensch überlegen. Aber gerade was die Gehirnzentren von Klein- und Mittelhirn betrifft (d.h. Instinkte und Emotionen) sind uns die höheren Tiere ebenbürtig, auch wenn ihre cognitiven Fähigkeiten einfach bescheidener sind. (Hätten sie ein größeren Großhirn, wären sie uns noch ähnlicher!)

Sind geringere intellektuelle Fähigkeiten daher wirklich eine „Behinderung“, ein Makel? Was wir jeweils von der Natur mitbekommen haben sollte genügen, dass wir (Tier und Mensch) imstande sind, in dieser Umwelt so zu überleben, wie wir sind. Darum sind wir, wie wir sind – und nicht, weil wir irgendwie von der Schöpfung bevorzugt wären… Werden die Würfel der Evolution auf unserer Welt neu gemischt, ändern sich die Lebensbedingungen, dann kann sich die Überlegenheit des Menschen im Überlebenskampf rasch ändern…

Ich sehe daher den Tieren in die Augen und sehe meine jüngeren Brüder und Schwestern. Und wie ich sie als solche erkenne und liebe, erkennen sie auch mich.