Category: Thematik Tier- und Umweltschutz


Ich habe hier einige bemerkenswerte Links gesammelt, aus dem Web am 10.1.2013, Quelle wie im Link angegeben!

Diese Beiträge belegen, wie sehr „höhere Tierarten“ nichts anderes sind als Mitgeschöpfe bzw. uns „fremde Lebensformen“ auf diesem Planeten, die aber ebenfalls das Recht auf Leben und gute Behandlung haben sollten, und wie sehr das „Säugetier Mensch“ mit seinem spezialisierten Großhirn“ in seinem Größenwahn und Unverständnis die Tiere (als fremde Lebensform) unterschätzt, benachteiligt, rücksichtslos ausbeutet und ohne Verstand und Ethik ermordet. Und ich wünschte, die Menschen alle könnten das Unrecht, das sie tun, auch im Herzen endlich fühlen:

Katze bringt Grabbeigaben und trauert am Grab: http://www.krone.at/Haustiere/Kater_besucht_taeglich_das_Grab_seines_Herrchens-Treuer_Italiener-Story-346980

Katze entdeckt, dass nur Nahrung für ihr Rudel nach Hause zu bringen nicht ausreicht: http://www.youtube.com/watch?v=fDX7tevXO1E

Hunde, die lieben: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35329/2/1, http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35329/1/1

Straßenkater versucht 2 Stunden lang verzweifelt, seine angefahrene Katzenfreunde wiederzubeleben: http://www.youtube.com/watch?v=gorJf08WoTk

Erwachsene Löwen küssen menschliche Freunde, so z.B.: http://www.youtube.com/watch?v=cmotCGKr4bk

Affen halten Haustiere: http://www.youtube.com/watch?v=0q4ManKz7bc
Dabei gab es eine Doku, in der wilde Paviane bei einer Müllhalde (mitten in einem noch halbwegs grünen Naturbereich!) gezeigt wurden, die den dort lebenden verwilderten Hunden ihre Welpen stehlen (!) und sie als eigene Haustiere aufziehen. Diese werden dann zum Schutz gehalten und verteidigen „ihre“ Affenhorde später. ( http://www.youtube.com/watch?v=U2lSZPTa3ho )

Aufrecht gehender Gorilla: http://www.youtube.com/watch?v=OvselT4MKbw

Bonobo kommuniziert mit Mensch: http://www.youtube.com/watch?v=fiRWhYjNA88, http://www.youtube.com/watch?v=l_FgwJ2-E-g -Anm.: Kanzi konnte auch per Lexiogramm beigebrachte Infinitiv-Verben und Adjektive verwenden und so eigene Wünsche ausdrücken, wie es aus einer früheren Doku vor Jahren hervorging. Z.B. (Ich) will lieber Banane. (Ich) will nicht Ball. (Ich will) trinken Limonade. Schokolade (mag ich, ist) gut. (Anderen Bonobos brachte man für die Forschung auch Begriffe der Gebärdensprache zum Gebrauch bei.)

„Höhere“ Tierarten können eine bestimmte Anzahl einfacher menschlicher Worte erlernen und verstehen, angefangen mit ihrem Namen. Anders herum versuchen sie mit Menschen zu kommunizieren. Hunde schnappen sich einen leeren Wassernapf und stellen ihn z.B. vor den Menschen hin. Und meine Katzen setzen sich z.B. neben den leeren Futternapf und fixieren mich mit den Augen. (Wie ich schon erwähnte – wenn Katzen wollen, dass man wohin sieht und Zusammenhänge begreift, dann leiten sie die Aufmerksamkeit von Mensch oder Artgenossen mimisch-gestisch dorthin. Z.B. durch Starren, (Kratzen, typisches Rufen etc.). Sie selbst reagieren erkennend ebenso, wenn der Mensch seinerseits das betont tut. Und wenn meine Katze zuhause MICH ruft und genau MICH meint, ruft sie weinerlich „Jahuuuu“. Macht sie bei anderen Katzen oder Menschen definitiv NICHT. Jahuuu gehört, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, nicht zu den Baby-Mama-Ruflauten. Meine Katze reagiert übrigens schneller, wenn ich meinerseits Katzen-Rufe verwende oder ihren Namen singe (!) statt ausspreche. Nicht weil sie das sonst nicht verstehen würde, nein – sie ist über soviel „Höflichkeit“ von mir entzückt und belohnt das einfach.

Raben „fischen“ mit Werkzeug nach Maden: http://www.youtube.com/watch?v=5_xpJWnXgEE

Hund rettet Hund: http://www.youtube.com/watch?v=f5OEKA47xFI

Hund trauert um 12jährigen ermordeten Jungen: http://www.youtube.com/watch?v=iUqcmTzpuSk

Grausamer Umgang mit Hunden in Ukraine: http://www.youtube.com/watch?v=gwBN69-esPs

Tierleid durch Animalhoarding: http://www.ltk-hessen.de/fileadmin/www_ltk_hessen_de/altbestand/pdf/ofensberger-animal-hoarding.pdf

Alptraum Schlachthof, oder: „Man ist letzlich das, was man isst“: http://www.youtube.com/watch?v=_rGnco_4zEg, http://www.youtube.com/watch?v=u-i83e3AyeM, http://www.youtube.com/watch?v=JI2BwU9UMqo

Eigentlich gibt es soviele Beispiele, dass man sie niemals alle je aufzählen könnte. Wer selbst Haustiere hat und Empathie genug, sie auch innerlich zu verstehen, der weiß das alles bereits…

Advertisements

Die Not der sterbenden Bienen ist die Not allen Lebens auf der Erde, inklusive der Menschen.

Bei all den Krisen die uns derzeit plagen, von der politischen Korruption über Finanzkrise über mangelnde Arbeitsstellen, Armut, Hunger, drohende weltweite Kriege, drohende Krankheiten und riesige globale Umweltschäden geht die Meldung über sterbende Bienen ja geradezu unter, wird in ihren Konsequenzen überhaupt nicht begriffen, weder von den verantwortlichen Entscheidungsträgern noch von der Masse der Bevölkerung. Alle sind wieder einmal in völligem geistigem Tiefschlaf, in rationalem Koma. – Sprechen die Meldungen, siehe unten,  nicht für sich?

Kommt es zu einem massiven Bienensterben, kann die Natur sich nicht rasch genug umstellen, ein großes Artensterben von Pflanzen und Tieren auf der Erde wäre die Folge und auch unter den Menschen käme es zu Lebensmittel-Preisexplosionen und Hungersnöten – tja, die Nordhalbkugel würde natürlich die letzten Lebensmittel auf der Welt aufkaufen, die die Südhalbkugel gerade noch für sich hätte… Oder würde seine gekauft-geleasten Plantagen (China! USA) mit Zähnen, Klauen und Bomben verteidigen. Und, die anderen Flächen auf der Welt brauchen wir „Glücklichen“ bekanntlich bereits heute dafür, Bio-Ölsaaten anzubauen für Sprit, statt Lebensmittel zu produzieren und Wälder zu erhalten. Und unsere Rinder und Schweine, die wir auffressen,  brauchen schließlich ja auch Mais, Getreide und Soja und nicht – Gras oder Wurzeln, wie eigentlich die Natur vorgesehen hat.

Der Rest der Menschheit darf ruhig hungern, die gehen uns ja nichts an… (?). Genauso wenig wie die Natur oder irgendwelche aussterbenden Tiere… Sind ja alle so weit weg von unserer „Realität“… Weit, weit weg. Und „selbst schuld“, natürlich…

Sterbende Bienen – überzüchtet, krank, vergiftet und von Parasiten befallen – wie die gesamte Natur

Aus: www.krone.at, Rubrik Wissen, vom 9.10.2012. http://www.krone.at/Wissen/Film_klagt_an_Wir_haben_aus_Bienen_Pudel_gemacht-Bienensterben-Story-336894

„Bienensterben – Film klagt an: „Wir haben aus Bienen Pudel gemacht“

„Der Schweizer Filmemacher Markus Imhoof setzt sich in seinem neuen Dokumentarfilm „More Than Honey“  (ab 12. Oktober im Kino) mit dem Bienensterben auseinander. Im Interview spricht der 71- Jährige darüber, wie die Tiere durch das Eingreifen des Menschen immer mehr unter Druck geraten und welche Konsequenzen diese Entwicklung bereits mit sich bringt. Imhoofs Botschaft: „Wenn es keine Bienen gäbe, würde der Teller ziemlich traurig aussehen und die Menschen, die darauf blicken, auch, weil ein Drittel von allem, was wir essen, von Bienen bestäubt wird.““

„(…) Auf seiner Reise von der Schweiz über Österreich nach Nordamerika, Mexiko, China und Australien begegnet Imhoof Liebhaberei und Massenbienenhaltung, Selbstversorgung und „Big Business“ – und dem, was bleibt, wenn die Bienenvölker verschwunden bzw. ausgestorben sind. Denn in China ist das Bienensterben vollendet, hier muss die Bestäubungsarbeit auf den Plantagen mittlerweile in Kleinstarbeit von Menschenhand verrichtet werden. In den USA gibt es sie noch, die industriell organisierten Massen von Bienenvölkern, die nach getanem Werk dem Pestizidangriff und der langen, oft tödlichen Reise im Lkw ausgesetzt sind.“ [Anmerkung: diese Wanderbienen-Stöcke überleben nur etwa 1-2 Jahre, während normalerweise ein verkleinerter Stock mit seiner Königin ca. 4 Jahre überlebt.]

Imhoof: „Seit etwa sechs Jahren geht es ihnen anhaltend schlecht. Zum Beispiel in der Schweiz waren es dieses Jahr 70 Prozent Bienenverluste. In Amerika und in Europa sind es meist ungefähr 30 Prozent.“ (…) Viele Leute hoffen, dass es gleichsam einen Grund gibt und wenn man den ausschaltet, ist alles gut. Dass ist genau das falsche Denken, denn in Wirklichkeit ist es eine Summe von verschiedenen Gründen, (…) In Europa, Nordamerika und China kann keine Honigbiene ohne medikamentöse Hilfe überleben.“

Imhoof: „(…) Einer der Gründe für das Bienensterben ist, dass sie auf Fleiß und Sanftmut gezüchtet werden und nicht auf Gesundheit. Man müsste sie robuster züchten.“  In Australien gäbe es noch keine Varroa-Milben. Man könnte verwilderte, einst mit den Siedlern ins Land gebrachte Bienen, die robuster sind, als Genpool benützen, um die „Haustier-Bienen“ wieder stärker zu machen und sie auf die Varroa vorbereiten. In den USA sollte man Züchtungen mit der afrikanischen Biene versuchen, um sie sanfter zu machen, statt sie als Ungeziefer zu betrachten. Aber für eine industrielle Wanderimkerei ist sie nicht geeignet. In Südamerika lebt diese Biene in nicht so dicht besiedelten Gebieten.

Ein Bienenvolk besteht ja aus Geschwistern und stellt einen vereinten Superorganismus dar. Die industrielle Imkerei nimmt darauf keine Rücksicht. Die Bienen finden sich zwar in den verschieden lokalisierten Monokulturen zurecht, aber das bedeutet viel Stress und kostet unnötig viel Kraft – es schwächt sie. [Anmerkung: in diesen riesigen Monokulturplantagen in den USA gibt es für Bienen nur Futter für wenige Wochen, solange es Blüten gibt, dann muss der Stock woanders hin per LKW weggebracht werden. Zudem ist das Futterangebot viel zu einseitig. Spätestens mit dem 2. Jahr sind Königin und Bienen zu Pestizid-vergiftet und zu schwach um effizient bestäuben zu können, bringen für den Besitzer weniger Profit, werden getötet und durch neue gekaufte Bienen ersetzt.]

 

Aus: www.kurier.at, Rubrik Nachrichten, vom 9.10.2012: http://kurier.at/nachrichten/4514305-bienensterben-imker-auf-den-barrikaden.php

„Bienensterben: Imker auf den Barrikaden.“

„Der Film „More than honey“ regt Österreichs Imker auf. Für Weltuntergangsstimmung sehen sie keinen Grund.“

„Bienen sind „super­smart“. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Queen Mary Universität in London. Die Insekten sind genauso lernfähig wie höher entwickelte Lebewesen, inklusive der Menschen. Vor allem, wenn es darum geht, nektarreiche Blüten zu finden.“

„Der Schweizer Regisseur Markus Imhoof ist in seinem Film „More than honey“ – ab 12. 10. in den österreichischen Kinos – dem weltweiten Bienensterben auf der Spur. „Die Ausräumung der Landschaft und Intensivierung der Bewirtschaftung, die er als junger Mann mitbekommen hat, sind für ihn daher wesentliche Faktoren für den Rückgang der Bestäuber.“ Die Biene ist ohnehin durch Varroa-Milbe und Pestizide bedroht.

Für Imhoof gibt es nur eine Lösung: die Kreuzung der zu wenig widerstandsfähigen westlichen Biene mit der afrikanischen Biene, deren Bastarde – die „Killerbienen“, in den USA als Ungeziefer gelten, und die bereits in Südamerika entstanden ist. Imker sind eigentlich dagegen, auch in Österreich, man will eine sanfte Biene haben, von der man leicht und gefahrlos Honig beziehen kann. Allerdings sollte man einen Teil des Honigs den Bienen im Winter überlassen statt sie mit Zuckerwasser zu füttern. [Anmerkung: Ein Vorschlag, der absolut vernünftig ist, denn der antiseptische Honig ist nun mal die optimale Ernährung, Stärkung und Krankheitsprävention für Bienen! Und nicht: Zuckerwasser!]

„Der Grazer Zoologe Karl Crailsheim verzeichnete heuer die höchsten Überwinterungsverluste von Bienenvölkern seit fünf Jahren. 26 Prozent der Völker haben nicht überlebt. Normal sind rund 10 Prozent.“ Schuld daran sei möglicherweise der starke Kälteeinbruch im Winter gewesen. Weniger Bestäubung durch Bienen bedeutet für Landwirte eine weit geringere Ernte und für Konsumenten höhere Lebensmittelpreise!

„Die Bestäubungskrise begann Mitte des 20. Jahrhunderts, ausgelöst durch intensivere Wiesenbewirtschaftung (Düngung) und frühere Mähtermine. Die ausgeräumte Landschaft mit ihren Monokulturen ist für Insekten unattraktiv, sie werden in weniger stark genutzte Randgebiete gedrängt.

Das betrifft nicht nur die Bienen (gern auf Lippenblütlern, Leguminosen, Hahnenfußgewächsen), auch Wespen (Orchideen und Braunwurz), Schmetterlinge (Nelken, Geißblatt, Sommerflieder), Käfer (Doldenblütler, Holunder, Liguster), Fliegen (Germer, Einbeere)) nehmen gern Pollenbäder.“

Ursachen: Verschwinden von Pflanzenarten, zu viele Insektizide – oder doch militärisch eingesetzte Mikrowellen?

Aus: www.krone.at, Rubrik Wissen, 11.3.2011: http://www.krone.at/Wissen/Enormes_Bienen-Sterben_sorgt_fuer_Beunruhigung-UNO_schlaegt_Alarm-Story-250410

„Uno schlägt Alarm – Enormes Bienen- Sterben sorgt für Beunruhigung“

„Die Vereinten Nationen schlagen Alarm wegen des Bienen- Sterbens. In manchen Gegenden der stark industrialisierten nördlichen Erdhalbkugel seien in den vergangenen Jahren bis zu 85 Prozent der Bienenschwärme Krankheiten oder der Umweltverschmutzung zum Opfer gefallen.

Das schreiben Experten in einem Bericht, den das UN- Umweltprogramm UNEP am Donnerstag in Genf vorstellte. Es gebe mehr als ein Dutzend Faktoren, die den nützlichen Insekten schadeten, darunter Luftverschmutzung und der Einsatz von Pestiziden.

Zudem gebe es Parasiten, die nur die Bienen der nördlichen Halbkugel befallen, heißt es in dem Bericht. Darüber hinaus wirke es sich negativ aus, dass es weniger Blumenwiesen und in Europa auch weniger Imker gebe, die sich um die Bienenvölker kümmern.“

Von 100 Pflanzenarten, die Menschen zu 90% für ihre Ernährung nutzen, werden 70 Arten von Bienen bestäubt. Ohne Bestäubung keine Ernte und langfristig keine Fortpflanzen, die Arten würden aussterben. In Europa ging laut Peter Neumann, Mitautor der ersten UN-Studie zur Bienenpopulation, die Bienenpopulation um 10-30 % zurück, in den USA um 30 % und im Nahen Osten sogar um 85 % (!). „In Südamerika, Afrika und Australien wurden keine großen Rückgänge festgestellt.“

[Anm.: Hingegen gilt die Bienenpopulation in China als de facto ausgerottet, trotzdem die asiatische Biene eigentlich gegen die Varroa-Milbe resistenter war. Schuld sind somit wohl der chinesische Chemieeinsatz in der Landwirtschaft!

Die nördliche Halbkugel und der Nahe Osten sind aber auch genau die Gegenden, wo die Großmächte USA, China, Russland etc. sich gegenseitig mit Mikrowellen aus Militärflugzeugen und Satelliten bespitzeln – Mikrowellen stellen dabei so eine Art „Röntgen für Baukomplexe und Landformationen“ dar. Das Pendant in den Weltmeeren ist der Ultraschall, der dort z.B. die Blutäderchen im Gehirn von Walen und Delfinen zum Platzen bringt und diese Tiere durch für sie unzumutbaren weil wahrgenommenen Lärm zur verzweifelten desorientierten Flucht zwingt – und sei es auf das Ufer, wo sie dann sterben. Ultraschall wird nicht nur zur Ortung von U-Booten verwendet, sondern auch um unterseeische Gebiete und Erze zu erforschen und Anlagen zu kontrollieren – z.B. die WELTWEIT inzwischen verlegten Anti-U-Boot-Sensoren (wegen U-Boote mit atomaren Waffen!) und Telefonkabel…

Die Großmächte experimentieren inzwischen seit Jahrzehnten mit elektromagnetischen Wellen aller Art, so auch bei Projekt  HAARP und über Theorien von Tesla. Und justament seitdem (seit E. d. 80-er) geht es daher auch mit den Bienen bergab. ]

 

Aus: www.krone.at, Rubrik Wissen, vom 17.4.2007: http://www.krone.at/Wissen/Handystrahlen_schuld_am_Bienensterben-Orientierungsverlust-Story-67149

„Orientierungsverlust – Handystrahlen schuld am Bienensterben?“

„Ist die Strahlung von Handys und Handymasten für das rätselhafte Sterben von ganzen Bienenvölkern auf der ganzen Welt verantwortlich? Forscher aus Großbritannien und Deutschland glauben, dass elektromagnetische Strahlung von Mobiltelefonen das innere Navigationssystem der Bienen stört und sie deswegen nicht mehr zu ihrem Stock zurückfliegen können. (…) Ganze Stöcke sind von einem Tag auf den anderen vollkommen leer, von den Tierchen fehlt jede Spur. (…)  Die Trägerfrequenz von Handysignalen erzeugt in etwa dieselben Schwingungen auf einer Wabe wie der Tanz der Bienen, die dadurch die Signale ihrer Mitbewohner nicht mehr empfangen können.“

[Anmerkung: da bietet sich aber auch eine weitere Erklärung an: was wäre, wenn die kosmische Strahlung, wenn sich die Sonneneinstrahlung in den letzten Jahren irgendwie verändert habe, z.B. durch eine leicht geänderte Erdumlaufbahn oder durch massive Sonneneruptionen (flairs)? Was wäre, wenn Bienen, die bekanntlich mehr elektormagnetischen Wellenlängen wahrnehmen, darauf mit einem schwachen Immunsystem reagieren?]

Der Kampf der Imker gegen Varroa, Viren und schwindendes Einkommen

Aus: www.krone.at, Rubrik Wissen, vom 11.2.2012: http://www.krone.at/Wissen/Zahl_der_Imker_und_Bienenvoelker_geht_europaweit_zurueck-Problem_fuer_Bauern-Story-184893

„Problem für Bauern – Zahl der Imker und Bienenvölker geht europaweit zurück.“

„In ganz Europa geht die Zahl der Imker und Bienenvölker zurück. Das ist eine Gefahr für viele Feldfrüchte, wie eine Studie zeigt, an der das Zentrum für Bienenforschung der Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld- Posieux des schweizerischen Bundesamts für Landwirtschaft beteiligt war. Ein Weniger an Bienen könnte für die Landwirtschaft ernste Konsequenzen haben, warnen Forscher.

In Mittel- und Westeuropa geht die Zahl der Bienenvölker bereits seit 1965 zurück, wie Agroscope am Donnerstag mitteilte. Seit 1985 wird dieser Trend auch in Ländern wie Tschechien, Slowakei, Schweden oder Norwegen beobachtet. In Südeuropa dagegen stieg die Zahl der Bienenvölker zwischen 1965 und 2005.“

Die Zahl der Imker sinkt europaweit, da die Einkommen aus der Imkerei gefallen sind. Schuld daran ist der aufwändige Kampf gegen die Varroa-Milbe und der ständige Verlust von Bienenvölkern. Der Rückgang von Bienen und Imkern hätte ernste Folgen für die Landwirtschaft, zumal auch andere Bestäuber wie z.B. Wildbienen oder Schwebfliegen zahlenmäßig abnehmen.

 

Aus: www.wienerzeitung.at, Rubrik Themen Channel, vom 4.9.2012: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wissen/natur/484606_Forscher-warnen-vor-schlimmen-Folgen-durch-Bienensterben.html

„Parasiten, Krankheiten und immer weniger Imker: Forscher warnen vor schlimmen Folgen durch Bienensterben. –  Etwa zwei Drittel der Nahrungsmittel hängen von der Arbeit der Bienen ab“

„Halle. Bienenforscher schlagen Alarm: Angesichts von Parasiten, Krankheiten und immer weniger Imkern sind weltweit die Bestände an Bienen in Gefahr. Auf einem Kongress in Halle wollen ab Dienstag rund 450 Experten aus 52 Ländern bis Donnerstag ihre neuesten Erkenntnisse aus der Parasiten- und Krankheitsforschung vorstellen. In Österreich ging die Zahl der Imker von Beginn der 90er Jahre von 30.000 auf 24.000 zurück (…). Ein Grund für den Imker-Rückgang sei nachlassendes Interesse an der Imkerei (…). In Osteuropa sei dies besonders dramatisch, da die ehemals staatlich gestützte Honiggewinnung nun auch wirtschaftlich für so manchen Imker nicht mehr attraktiv sei.“  Für das ökologische Gleichgewicht wäre dies tragisch: „Etwa zwei Drittel der Nahrungsmittel hängen von der Arbeit der Bienen ab.“ Der ärgste Feind, so meint man, sei die Varroa-Milbe. [Anmerkung: Wie praktisch! Über zu verbietende Pestizide, Insektizide und das Gewinnstreben von Agrar- und Chemielobbies scheint man in Halle nicht gesprochen zu haben. Immer weniger Imker, die von ihrer Arbeit leben können, sind keine echten Gegner für die…]

 

Aus: Wikipedia, Stichwort „Varroamilbe“, aus dem web am 11.10.2012: http://de.wikipedia.org/wiki/Varroamilbe

„Varroamilbe“

„Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist eine adult (erwachsen) nur ca. 1,6 Millimeter große Milbe, die sich bei der Honigbiene festbeißt, ähnlich einem Blutegel beim Säugetier. Bei gleicher Proportion hätte ein entsprechender “Blutegel” beim Menschen die Größe eines blutsaugenden Kaninchens. Die Milbe befällt zwar auch die adulte Biene, entwickelt und vermehrt sich aber in der verdeckelten Bienenbrut im Stock. Die Varroose (alter Name: Varroatose), wie dieser Parasiten-Befall genannt wird, ist deshalb vor allem eine Krankheit der Brut. Da im Winterhalbjahr keine Brut aufgezogen wird, wechseln die Varroamilben in dieser Zeit notgedrungen auf die erwachsenen Bienen.“ Die Milbe verbeißt sich ähnlich wie bei Zecken oder Blutegel mit ihrem Saugapparat tief in ihren Wirt hinein und kann daher vom Imker nicht „abgezupft“ werden…

Varoamilben auf einer Bienen-Puppe. Image of Varroa Mite on honeybee pupa supplied by Kika De La Garza Subtropical Agricultural Research Center Weslaco, Texas, USA.

Zwei Milben der „Varroa destructor“ auf einem vor kurzem geschlüpften Drohn der westlichen Honigbiene. – 3. Juni 2007, Quelle: eigenes Werk, Urheber: Waugsberg.

„Die Milbe wurde im Jahr 1977 über befallene asiatische Honigbienen nach Europa eingeschleppt, durch den Landweg über Russland.“ Die Milbe saugt die Biene einfach aus. Sie legt ihre Eier in die Brutzellen im Stock ab. Die verpuppten Larven schlüpfen behindert, verkrüppelt und geschwächt, befallene Flugbienen verenden irgendwo und kehren nicht mehr zum Stock zurück. Er wird vermutet, dass die Milben zudem schädliche Viren übertragen und Infektionen durch Verletzungen verursachen. Asiatische Bienen entfernen befallene Brutzellen oder verlassen überhaupt stark befallene Stöcke. Ihre Drohnen (und die Drohnen sind diejenigen Bienen, die am stärksten befallen werden!) bleiben weniger lang verdeckelt, so dass die Milben darin nicht lange genug ausreifen können. Die Westliche Honigbiene kann die Milbe nicht erkennen, bleibt länger im Stock sesshaft und die Brutzellen bleiben länger verdeckelt. Der Versuch, an ihr mehr afrikanische und asiatische Verhaltensweisen nachzuzüchten (eigene und soziale Körperpflege, Vernichtung der befallenen Brut…), ist bislang noch nicht gelungen (bzw. wurde zuwenig energisch betrieben).

Stärkere Bienenstöcke rauben schwächere Völker aus und infizieren sich dabei mit der Varroa-Milbe, die sie in den eigenen Stock miteinschleppen. Durch die massenhaften „Wanderstöcke“ zur Befruchtung von industrialiserten Monokulturen und durch Stress wird der Befall mit Parasiten und Krankheiten begünstigt. Stress und der Kontakt mit Insektiziden schwächen die Bienenvölker. Chemische Bekämpfungsmittel gegen die Milben, die die Bienen weniger angreifen sollen, verbleiben einerseits im Wachs (und im Honig!), machten andererseits die überlebenden Milben nur resistent. Eigene „Drohnenrahmen“ im Stock ermöglicht Imker,  die ersten (und damit befallenen) verdeckelten Drohnenlarven  des Jahres zu entfernen und zu vernichten. Mit Milchsäure behandelt man im Sommer die Jungvölker (und ev. im Winter die restlichen Bienen, mit Ameisensäure nach der Honigernte Volk und Stock und mit Oxalsäure im November und Dezember den Bau. Das ätherische Öl  Thymol (aus dem Thymian) löst bei Bienen einen Putzreflex aus. Eine neue Methode gegen Varroa, das Fangwabenverfahren nach Woköck und Bojaschewsky wird gerade verbreitet.

 

Aus: www.krone.at, Rubrik Wissen, vom 26.8.2009: http://www.krone.at/Wissen/Eiweissstoerung_offenbar_an_Bienensterben_schuld-Viruserkrankung-Story-158895

„Viruserkrankung – Eiweißstörung offenbar an Bienensterben schuld“

„(…) Bei den betroffenen Bienen sei eine Störung der Proteinherstellung entdeckt worden, die wiederum die Folge eines Virus sein könnte, berichten Wissenschaftler der Universität Illinois in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Science“. Das Sterben der Bienenvölker tritt seit Ende 2006 in den USA auf und hat seitdem schätzungsweise ein Drittel aller kommerziell genutzten Bienenbestände vernichtet.

Die Forscher fanden in den betroffenen Bienen ungewöhnlich viele Bruchstücke von sogenannter „ribosomaler Ribonukleinsäure“, wie sie in dem Bericht schreiben. Dies könne Folge einer Virusinfektion sein. Als Überträger vermuten die Forscher die Varroa- Milbe, die seit 1986 in den USA verbreitet ist und sogenannte Picorna- Viren in sich trägt.“

„Bei den befallenen Bienen entdeckten die Forscher ungewöhnlich viele dieser Viren. Diese „entern“ offenbar die für die Eiweißproduktion verantwortlichen Ribosomen und programmieren diese um, um sich selbst zu vermehren.“

Neben Pestiziden, genetisch veränderten Pflanzen und Parasiten wie die Varroa-Milbe ist eine Virenerkrankung nun ein weiterer Erklärungsversuch für das Massensterben von Bienen. Mit defekten Ribosomen kann der Bienenkörper sich nur mangelhaft gegen Pilze, Bakterien, Parasiten und schlechter Ernährung behaupten.

Der identifizierte Bienenmörder ist:  

eindeutig 1. Platz: „Neonicotinoide“  in der Landwirtschaft, gefolgt von 2. Varroa-Milbe und 3. eindeutig die menschliche Dummheit mit all ihren Folgen.

Aus: derStandard.at, Rubrik Wissenschaft – Welt, vom 10.4.2012, Artikel von Susanne Strnadl:  http://derstandard.at/1333528795200/Schaedliche-Insektengifte-Bienensterben-durch-Pestizide-bestaetigt

„Bienensterben durch Pestizide bestätigt“

„Dass ein klarer Zusammenhang zwischen der Maisaussaat und dem Tod ganzer Bienenvölker besteht, hat nun auch eine Studie für Österreich festgestellt“

„Viele Imker kennen die Symptome: Die Bienen zittern, zeigen eine gestörte Bewegungskoordination, krabbeln nur noch und sterben in großer Zahl. In manchen Gebieten hatten Imker den Verlust eines Drittels bis zur Hälfte ihrer Völker zu beklagen. Die betroffenen Betriebe lagen dabei auffallend oft in der Nähe von Maisanbauflächen, und die Bienenschäden fielen häufig mit der Aussaat von Mais zusammen.“

Das Mais-Saatgut wird standardmäßig gebeizt, um den aus den USA eingeschleppte Käfer (seit 2002 erstmals in Österreich) mit der Bezeichnung „Maiswurzelbohrer“ bzw. „Maiszünsling“ zu bekämpfen, der die Wurzeln der Maispflanzen frisst. Die Beizstoffe sind Neonicotinoide (u.a. in der EU zugelassene Insektizide: Thiamethoxam, Clothianidin, Imidacloprid) und werden von der keimenden Pflanze gesamt aufgenommen. Nicht geschädigt werden sollen Nützlinge wie Bienen, wobei vom Vertreiber behauptet wird, dass bis zur Blüte die Insektizide bereits abgebaut sind. – Offenbar aber nicht. Durch Wind können die Substanzen zu benachbarten Pflanzenständen gelangen, wo Bienen bereits Nektar sammeln. 2008 kam es in Deutschland, Italien und Slowenien z.B. zu massiven Bienensterben nach dem Einsatz von Neonicotinoiden durch Sämaschinen. In Deutschland ergaben Untersuchungen einen klaren Zusammenhang zum Bienensterben. In Österreich beauftragte das Ministerium die „Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages)“ mit einer wissenschaftlichen Untersuchung. 2009 bis 2011 untersuchte die Ages Proben von toten Bienen und Pollen im Bienenstock, die Imker eingesandt hatten, auf Beiz- und andere Pflanzenschutzmittel. Der Bericht wurde kürzlich veröffentlicht.

„Global 2000 sprach von einem „nebenbei aufgedeckten Pestizidskandal“, da in den Bienen Gifte gefunden wurden, die gesetzlich verboten sind. Die Ages wies diesen Befund als „undifferenziert“ zurück, da einige der Stoffe erst vor einem Jahr verbannt wurden und daher noch in der Umwelt nachweisbar seien – der Standard berichtete.“ Die Untersuchung hat Zusammenhänge deutlich und relevant ergeben, ausgenommen für die toten Bienen im Winter. „Vor allem bei den Völkern, die während des Winters starben, erwies sich in den meisten Fällen die Varroa-Milbe als die Schuldige, oft in Kombination mit Bienenviren. Die meisten Verluste zur Zeit der Maissaat hingegen standen sehr wohl in Verbindung mit Neonicotinoiden.“ Von 447 eingesandten Proben 2009-2011 über die Hälfte bis Dreiviertel der Proben Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid (wobei überhaupt nur nach bestimmten Giftstoffen gesucht worden war!). Während in den drei Jahren der Fund von Neonicotinoide zurückging, stieg der Fund von Imidacloprid (aus Wein- und Ackerbau) stark an.

In den drei Untersuchungsjahren ging der Anteil von Bienenständen, in denen Neonicotinoide nachgewiesen werden konnten, laut Ages zurück. Einzige Ausnahme: Imidacloprid, das stattdessen massiv anstieg. Ages vermutet, dass die Rückstände weniger aus der Maisbeize stammen, sondern aus der Anwendung als Spritzmittel im Wein- und Ackerbau.

Dabei gäbe es ein ganz einfaches Mittel gegen den Maiswurzelbohrer: einfach Fruchtwechsel, die Larven würden binnen einem Jahr ohne Mais nämlich verhungern. Stattdessen erließ die EU 2010 sogar das Gebot, den Mais in Österreich zu beizen, um eine Ausbreitung des Käfers in andere EU-Länder zu verhindern. Ein Umdenken tut dringend Not: Es geht nicht nur um Bienen, sondern auch um die Vergiftung von Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und Vögel, die letztlich keine Nahrung mehr finden…

[Anmerkung: was hier komplett unberücksichtigt bleibt ist der massive Einsatz von Chemie – auch Neo-Nicotinoide – durch Hobbygärtner in jedem Hausgarten gegen Insektenbefall jeder Art – wobei diese Substanzen in die gesamte Pflanze gelangen und jedes Insekt vergiften, der ihr zu nahe kommt – auch Bienen. Egal, was auf den Packungen für andersartige Versprechungen stehen. Hornissen, Wespen, Bienen, Hummeln und Ameisen (!) gehören zu derselben Tierordnung. Was die einen umbringt, tötet auch die anderen.]

Schlusswort:

Der Mensch und sein Nikotin,  der Mensch und seine Hybris, seine Selbstsüchte, seine Wünsche, seine Gier, seine Drogen… alles vernichtet die Erde! Der Mensch hat einen Zwilling, der ihm so ähnlich ist wie nur was, und der heißt: Varroa!

Gott sei uns gnädig…

 

Der Killer in us

Ich überlege mir immer wieder, warum viele Menschen nicht imstande sind, sich in andere Geschöpfe hineinzufühlen, nicht in Ihresgleichen und schon gar nicht in Tiere oder Pflanzen. Nun gut, Pflanzen sind von uns biologisch sehr verschieden, und zu Insekten usw. werden wir ebenfalls schwer einen Zugang finden. Aber was ist mit höheren Tieren?

So viele Tiere werden abgeschlachtet – kann einen nicht verwundern, machen doch die Menschen das auch mit anderen Menschen. Menschen probieren ihren Killerinstinkt ja immer zuerst am Tier aus (z.B. bei der Jagd, und dann, wenn möglich, am Menschen, z.B. im Krieg.) Aber Tiere werden auch ohne Notwendigkeit gequält und getötet. Ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden. Und das weist für mich schon auf eine schwere Störung in der Empfindungsfähigkeit hin. Vielleicht ist es so, dass eine natürliche Emotionsschranke dafür sorgt, dass wir keine Empathie mit unseren Beutetieren haben, andernfalls könnten wir sie gar nicht essen. Freunde hingegen können wir kaum essen und Verwandte schon gar nicht (und kannibalistische Menschen machten das aus einem anderen, rituell-religiös-magischen Grund). Je fremder uns ein Lebewesen ist, desto weniger Skrupel scheinen wir zu haben, es zu töten und/oder zu verspeisen. Vor allem, wenn es die „passende“ Größe hat und man es gefahrlos kann. Freunde hingegen verschonen wir, weil wir viel Gemeinsames in ihnen entdecken.

Schlussfolgerung: Offensichtlich sehen viele Menschen Tiere als fremd und minderwertig an, weil sie zuwenig Gemeinsamkeiten mit ihnen entdecken. Wobei Menschen diese Einstellung sogar auf Fremde, Behinderte und Konkurrenten übertragen. Sich selbst betrachten sie als etwas ganz anderes als ein Tier, etwas fast Göttliches, als „Krone der Schöpfung“. Sie sehen, dass die Tiere zwar etliche Dinge biologisch mit uns gemeinsam haben, und sogar die menschlichen Embryonen unsere evolutionären Tierstufen nachvollziehen, aber man spricht dennoch den Tieren z.B. Emotionen ab. Heute, in unserer Kultur vielleicht weniger, früher jedenfalls betrachtete man Tiere noch als „Bioautomaten“ die keine Emotionen oder Gedanken haben, sondern einfach in ihren Reaktionen angeborenen Programmen folgen. Das führte dazu, dass man „überflüssige, lästige Kätzchen“ in einen Sack mit einem Stein steckte und einfach ertränkte. Oder dass Hundebesitzer einfach auf Bello 1 den Bello 2, 3, 4 usw. folgen ließen und so taten, als wäre das immer derselbe (!) Hund. Ein Tier hatte somit keine „individualität“ oder Persönlickkeit und sein „Wert“ als Bioautomat berechnete sich rein nach seinem Nutzen. Kein Nutzen = kein Wert! Übrigens sprachen Wissenschaftler diesem „Automaten“ sogar Schmerzempfinden ab… Noch heute ist man sich nicht einig, ob Fische Schwerzen empfinden können oder nicht…. (Und doch reagieren sie, oder…?)

Tiere – nur organische Automaten ohne Emotion?

Mit dieser zurückgebliebenen  Einstellung konnte man ungestraft mit Tieren tun, was immer man wollte. Die Erfindung des Elektrischen Stuhls in den USA durch Thomas Edison beruhte auf dem Streit mit George Westinghouse über die Gefährlichkeit von Wechselstrom gegenüber Gleichstrom. (Wechselstrom war die physikalisch effektiver für Geräte.) Trotz Proteste von Westinghouse wurde Edison nicht müde, zwecks Verteufelung des Wechselstroms zugunsten seiner Gleichstrom-Erfindungen die öffentliche grausame (und langsame) „Exekution“ von Tieren mit Wechselstrom vorzuführen, wobei die Tiere entsetzlich dabei litten. Er exekutierte einen gefährlichen Elefanten (der zu groß war und einfach nicht sterben wollte), hunderte Haustiere (gegen eine Fangprämie eingefangen und an ihn verkauft), und am Ende wurde so der Elektrische Stuhl zur Hinrichtung von Menschen erfunden. http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrischer_Stuhl

Zykon B, mit dem in Ländern heute noch Tiere in „Tierheimen“ vergast werden, wurde gegen Menschen im Holocaust eingesetzt, nachdem man es gegen Insekten und Tieren erfolgreich eingesetzt hatte und nachdem die Verwendung von Giftgas bereits im 1. Weltkrieg unglaublich viele Menschen umgebracht und tausende Überlebende durch zerstörte Nerven und Gehirn schwerst geschädigt hat. Voraussetzung für den Holocaust als fabriksmäßig aufgezogener Massenmord war einerseits die Entwicklung der industriellen Ermordung und Zerlegung von Tieren bei Massenschlachtungen am Fließband für die Nahrungskette, z.B. in Chikago, als auch die „Entmenschlichung“ und Entpersonalisierung, Entindividualisierung von Menschen, die man zu Insekten (Parasiten), Tiere (Ratten) und für „behindert, unwert, minderwertig, fremd“ erklärt hat.

Die gemeinsame Seele allen Lebens

Um zu erkennen, dass Tiere eine Seele haben wie wir, müssen wir erst selbst erkennen, dass wir selbst eine Seele haben. Menschen, die derartig grausam mit anderen Menschen oder Tieren umgehen, haben ihre eigene Seele nicht gefunden und erkannt (sofern sie eine haben), sie hören weder ein Gewissen noch empfinden sie Reue und haben keine Empathie für andere Lebensformen. Sie sind vom universellen Sein abgeschnitten. Die Außenwelt spiegelt nur das wider, was in einem ist – in diesem Fall – nicht viel. Wenn wir aber unsere eigene (göttliche) Seele in uns erkennen, erkennen wir sie auch bei den Tieren und damit werden sie einem nicht mehr fremd, sondern verwandt, befreundet. Das ist die wesentliche Voraussetzung dafür, dass man Tiere in ihrer Persönlichkeit, ihrem Wesen und Art achtet, liebt und versteht.

Ich „vermenschliche“ dabei Tiere nicht, sondern ich fühle eine innere Verbindung, eine geistige Brücke.

Ich sehe dem Tier in die Augen, aber ich sehe tiefer als den Augengrund, ich sehe Seele, Emotionen darin, ich sehe seine Stärken und natürlich seine Schwächen („Behinderungen“). Natürlich haben sich Tiere anders spezialisiert als das Tier  Mensch, und haben darum andere Sinne, Überlebensstrategien und Gewohnheiten entwickelt als der Mensch, der vor allem sein Großhirn und das abstrakte Denken als Überlebensstrategie entwickelt hat. (Hätten ja auch Klauen, Hufe und Hörner sein können – Glück gehabt!) Und daher sind uns Tiere in einigen Bereichen überlegen, in anderen Bereichen jedoch (z.B. in der Fähigkeit zu abstraktem Denken, rascher Auffassung und schneller Entschlusskraft) ist der Mensch überlegen. Aber gerade was die Gehirnzentren von Klein- und Mittelhirn betrifft (d.h. Instinkte und Emotionen) sind uns die höheren Tiere ebenbürtig, auch wenn ihre cognitiven Fähigkeiten einfach bescheidener sind. (Hätten sie ein größeren Großhirn, wären sie uns noch ähnlicher!)

Sind geringere intellektuelle Fähigkeiten daher wirklich eine „Behinderung“, ein Makel? Was wir jeweils von der Natur mitbekommen haben sollte genügen, dass wir (Tier und Mensch) imstande sind, in dieser Umwelt so zu überleben, wie wir sind. Darum sind wir, wie wir sind – und nicht, weil wir irgendwie von der Schöpfung bevorzugt wären… Werden die Würfel der Evolution auf unserer Welt neu gemischt, ändern sich die Lebensbedingungen, dann kann sich die Überlegenheit des Menschen im Überlebenskampf rasch ändern…

Ich sehe daher den Tieren in die Augen und sehe meine jüngeren Brüder und Schwestern. Und wie ich sie als solche erkenne und liebe, erkennen sie auch mich.

Liebe Freunde und Leser!

Ich möchte zuerst hier darauf hinweisen, dass seit 1970 offenbar 30% aller Arten ausgestorben sind. Trotzdem leben die Menschen so, als hätten sie eine zweite Erde im Rucksack, genauer gesagt: fast allen Menschen ist aktiver Umweltschutz so unendlich egal… Wie im Remake-Film „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ (2008) möchte man meinen, der einzige Weg das Leben auf der Erde zu retten läge im Verschwinden es Menschen. Gerade heute musste ich wieder lesen, dass Exxon schon wieder eine Naturkatastrophe verursacht hat: Öl aus einer kaputten Pipeline strömte direkt in den Fluss, der durch das Naturreservat des Yellwostone-Parks fließt… (http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE76300M20110704).
Natürlich dürfen die darauf hoffen, dass sie selbstredend kaum zur Verantwortung gezogen werden, sondern bestenfalls die Steuerzahler, die vielleicht aufräumen dürfen… (http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/us-gericht_verurteilt_exxon_zu_milliarden-zahlung_1.11141199.html).
Gleichzeitig durfte ich heute lesen, dass Exxon heute von allem Unternehmen am meisten wert sei: 400 Mrd. Dollar (http://kurier.at/wirtschaft/w_unternehmen/3919729.php).

Ja, wie hieß es so schön im Horror-Film Phantoms (1998) in Anspielung an die Macht des Erdöls: „Die Ermittler stellen fest, dass die Stadt von einem uralten, auf Erdöl basierenden, fremdartigen Wesen angegriffen wurde, das bereits in der Vergangenheit ähnliche Angriffe tätigte (…) [so] wird dieses Wesen als „Der Alte Feind“ bezeichnet.“ Ein Jammer, dass die Story (1983) nicht gut verfilmt worden ist, denn hier wird das Erdöl quasi lebendig, verwandelt sich unsichtbar als Macht mal in den einen oder anderen Menschen, verspricht, lockt und korrumpiert, aber will eigentlich alle versklaven und letztlich umbringen: im Grunde ist es der Teufel.

Die Industrialisierung mit Kohle und Erdöl und Dinge wie das Auto, nicht zu vergessen die Petrochemie und die Plastikerzeugung führten zu einer beispiellosen Umweltverschmutzung. Heute treiben Plastik-Müll-Inseln so groß wie Deutschland im Atlantik und Pazifik und Fische wie Vögel, die das Zeug zu Millionen ahnungslos fressen, verenden daran. Staaten wie Frankreich oder Japan (vermutlich auch Italien oder Griechenland) und.. und… und… kippen hochgiftigen Müll einfach ins Meer bzw. versenken den Müll auf den Meeresgrund, dazu gehören auch hochgiftige Fässer mit Atommüll, auch Plutonium. Plutonium ist nicht nur ein hochgiftiges Schwermetall, wenige Mikrogramm die als Staub in den Körper gelangen (durch Atmung oder Nahrung) reichen aus um Krebs wuchern zu lassen. Zerfallendes Plastik oder Gifte reichern sich vor allen in Raubfischen oder in Walen an und machen sie krank. Nationen wie Japan entblöden sich nicht, für Sushi auch die letzten blauen Thuna (ein Raubfisch) aus dem Mittelmeer mit einfallenden Fischereiflotten zu fischen (eigentlich: zu räubern), besonders auch trächtige Weibchen (gelten als besondere Leckerbissen). Diverse Walarten – sofern sie nicht abgeschlachtet werden – dazu gehört sogar der Orca – verhungern in der Folge aus Nahrungsmangel, oder werden durch rücksichtslose riesige Containerschiffe schwer verletzt, und sterben langsam aus.

Und dann – jeder muss Fleisch essen, unbedingt. Daher müssen die letzten Wälder gerodet werden, von Indonesien, Thailand, Amazonas bis Afghanistan und Pakistan oder der afrikanische Dschungel. Um entweder Ölsaaaten anzubauen für Biosprit (statt Lebensmittel – trotz Hungersnöte auf der ganzen Welt) oder um Kühe zu halten, die man statt mit Gras mit Soja und Getreide füttert, so dass sie das Zeug nicht verdauen können und ganze Methanwolken auspupsen. Nebenbei taut durch die Erderwärmung auch der alte Permafrostboden auf, und auch aus den Schlammschichten auf dem Meeresböden der Tiefsee löst sich durch die Wärme und durch den CO²-Gehalt im Wasser immer mehr Methan. Methan führt zu noch mehr Erderwärmung!

Würden die Menschen weniger Fleisch essen, Auto fahren oder Plastik verwenden, wäre schon ein wichtiger Beitrag zur Rettung der Umwelt getan. Und natürlich sollte man den ganzen entstandenen Dreck auch wieder aufräumen, denn es geht nicht an, dass der Mensch den Müll einfach irgendwo in die Landschaft stellt, bläst oder schüttet, und die Folgekosten einfach nicht berechnet. Nach mir die Sintflut. – Das ist infantil!

Hier noch der traurige Artikel, der ein Resumee zieht zum derzeitigen Zustand der Meere und unserer selbstverursachten Apokalypse:

Das stille Sterben der Ozeane, von Oliver Tanzer. In: Die Furche (online), 29.6.2011: http://www.furche.at/system/showthread.php?s=07fc15085fa5bf965b7d9d61330fbd75&t=15275

Es gibt einfach Nachrichten, die sind so heftig, dass es einem die Sprache verschlägt.

18.000 – 20.000 Tote, an die 12.000 bis 16.000 Vermisste. Und einen Atom-GAU der Stufe 7 mit unbekannter Anzahl von Toten, Krebskranken und späteren Behinderten, von denen wir vermutlich nie hören werden. (Die Anzahl der tierischen Opfer durch all das Leid und den Verlust ihrer Besitzer und Betreuer wird erst recht ignoriert.)

Ich versuche später dennoch eine Kurzzusammenfassung, obwohl die Ereignisse beginnend ab dem Erdbeben wohl im Gedächtnis bleiben werden. Zuerst kam also am 11. März 2011 in Japan das Erdbeben mit fast der Stufe Richterskala 9, welches durch die kunstfertige Bauweise weniger Zerstörungen anrichtete als vermutet, die Hochhäuser hielten alle erstaunlicherweise stand. Aber dann kam der Tsunami im Norden von Tokio von Pazifik her mit 14 m hohen Wellen! Und das warf alle menschlichen Sicherheitspläne über den Haufen, denn es führte zu Störfällen in den Reaktoren der Region durch Stromausfälle, durch den Ausfall der Kühlungen und den Ausfall der Sicherheitseinrichtungen für ausgefallene Kühlungen. Es gibt keine absolute Sicherheit, und schon gar keine von Menschen gemachte.

Vor allem ist es so: Japan baute Atomreaktoren obwohl die ganze Insel erdbebengefährdet ist, die Leute wurde (gezielt) nie richtig über die Gefahren aufgeklärt worden sind. Ein großer Komplex liegt z.B. im Süden nahe Tokio direkt auf einer Region, in der sich die 3 Kontinentalplatten treffen. Wie skrupellos, gedankenlos, gewissenlos, kritiklos muss man denn sein, um das aus reiner Profitgier dort zu bauen? Und auch von Seiten der Bevölkerung her, das zu begrüßen?  Man kümmert sich in importierter US-ultrakapitalistischer-neoliberaler Weise offiziell nicht um Menschenschutz (keine Sozialgesetzgebung), nicht um Tierschutz, nicht um den Schutz der Arten (Wale, Delfine, Thuna)… Wie viele Tonnen Atommüll ist denn bislang einfach ins Meer geworfen worden, denn Endlager gibt es ja keins? Alles um des Profites wegen? KARMA – die Rache des Meeres!

Anders als bei Naturkatastrophen, mögen sie noch so viele Leben kosten, verheilt auf unserer Erde eine entstandene bzw. verursachte Atomreaktor-Wunde auf –zigtausende Jahre hin auf der Erde NICHT. Aber die Verantwortlichen dachten sich wohl: wenn es tausende Wasserstoff-Bomben gibt, und Plutonium in tausenden Tonnen, was machen da schon weltweit 440 Reaktoren, auch wenn es keine Endlager gibt? Nach uns – die Sintflut, Hauptsache uns geht es heute super!

Kernspaltung und die Atomstromlobby

 „Die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA“ (Nuclear and Industrial Safety Agency): „55 Atomkraftwerke werden von unterschiedlichen Betreibern in Japan unterhalten, und das, obwohl der asiatische Staat in einem der erdbebenreichsten Gebieten der Welt liegt. Vierzehn weitere Reaktoren befinden sich zudem im Bau. (…) Trotz der großen Zahl an Atomkraftwerken gab es bis vor zehn Jahren keine eigenständige Atomaufsichtsbehörde in Japan. Erst 2001, im Zuge der Reform der Zentralregierung, wurde die Behörde gegründet.“ – 19.4.2011, http://japan-infos.de/

„TEPCO – eine Übersicht“ (http://japan-infos.de/fukushima/hintergrundwissen/tepco, Stand: 19.4.2011): „Die japanische Firma Tokyo Electric Power Company (kurz: TEPCO) ist der größte Stromversorger Japans. TEPCO wurde – ebenso wie zehn weitere Energiekonzerne – im Jahr 1951 infolge der Privatisierung der japanischen Stromversorgung als zunächst regionales Unternehmen gegründet. [Die Siegermacht USA zwang Japan ihr Wirtschaftsmodell auf, so auch die Einführung der Atomenergie, und unterband jede Kritik an der Kernkraft oder die Aufarbeitung Hiroshimas.] Es hatte die Aufgabe, die Energieinfrastruktur nach dem Zweiten Weltkrieg auszubauen und die Stromversorgung zu verbessern, um dem Land einen wirtschaftlichen Aufschwung zu ermöglichen. 1970 wurde das erste TEPCO-Kernkraftwerk (Fukushima 1) an das Netz gelassen, in den darauf folgenden Jahrzehnten setzte TEPCO auf den Ausbau von Kern- und später Wasserkraft, um den verschärften Umweltanforderungen gerecht zu werden.

Die Firma verfügt über 38.235 Mitarbeiter und hat 27.740.000 Kunden. 2009 wurden 280,2 Milliarden Kilowattstunden verkauft, es wurde hiermit ein Umsatz von 5016,2 Milliarden Yen erwirtschaftet, was einen Nettogewinn 133,7 Milliarden Yen zur Folge hatte. (…)

TEPCO unterhält sowohl Wärme- als auch Kern- und Wasserkraftwerke, welche alle einen bedeutenden Platz innerhalb des Unternehmens haben. Ferner werden auch Geothermie sowie Windenergie betrieben, wenngleich in einer deutlich geringeren Dimension. Der Konzern ist in Japan sehr bekannt und hat auch großen Einfluss auf die Wirtschaft sowie durch Lobbyarbeit auf die Politik des Landes. (…) [USA, Frankreich und Japan sind die weltweit die größten Atomstrombefürworter, haben von den 440 Kraftwerken weltweit die meisten im Land stehen und als Lobby in USA oder EU unbegrenzte finanzielle Mittel, ihren Willen in den Gesetzgebungen durchzusetzen.]

In TEPCOs Geschichte gab es zahlreiche Skandale und Störfälle, … (…) 2002 gab es einen großen Eklat um den Energieriesen; es stellte sich heraus, dass dieser über mehr als 20 Jahre hinweg systematisch Schäden an den Kraftwerken nicht ordnungsgemäß gemeldet und Dokumente gefälscht hatte. 2007 musste schließlich eine Anlage mit dem Namen ‘Kashiwazaki-Kariwa’ aufgrund von Erdbebenschäden vorübergehend heruntergefahren werden. Auch am Reaktor in Fukushima gab es bereits vor Jahren Probleme: 2002 entdeckte man gefährliche Löcher in Wasserrohren, 2006 trat gar radioaktiver Dampf aus einem der Rohre aus. [Skandalöserweise hätte Fukushima spätestens Jänner 2011 wegen seines Alters stillgelegt werden sollen, was man aus Profitgründen unterließ.] (…)

Diese Vorfälle sind jedoch nichts verglichen mit dem drohenden Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima I, welches durch das schwere Erdbeben sowie den nachfolgenden Tsunami am 11. März 2011 schwer beschädigt wurde, und in dem bereits eine partielle Kernschmelze eintrat. Etliche Helfer wurden bei den dortigen Reparaturarbeiten verstrahlt, eine Zone mit einem Radius von 20 Kilometern wurde evakuiert. Die Katastrophe gilt schon jetzt als der größte atomare GAU seit Tschernobyl.“

Quarks und Co. vom 15.3.2011: Gau in Japan. Ranga Yogeshwar zu Kernspaltung, Radioaktivität und gesundheitliche Folgen: http://www.youtube.com/watch?v=SepY4Sb0vlY  – Uran zerfällt zum Teil über Tellur, Jod, Xenon, Caesium zum stabilen Barium. Oder aber es entsteht Plutonium mit einer Halbwertszeit von 24.000 Jahren, bis daraus das stabile Blei entsteht dauert es 1 Milliarde Jahre! Strahlung zerstört das Erbgut, Mutationen entstehen, Krebs. Die Doku behandelt auch die Geschichte und die Folgen von Tschernobyl 1986 bis heute; und dass man im Gegensatz zur Ukraine Japan mit 40 Mio. Menschen im Raum gar nicht evakuieren könnte. (Damals zur Sendung galt für Fukushima noch INES-Stufe 6.)

Quarks und Co. vom 9.11.2010: Atommülllager verzweifelt gesucht (3 Teile). : Die Rohstoffe werden teuer im Ausland abgebaut, und Uran wird nicht besteuert…. Der Staat finanzierte die Forschung (in Deutschland mit über 60 Mrd. Euro bis heute). Endlager gibt es keines, die Stoffe müssen aber auf hunderte Jahre, ja sogar für 40 000 Generationen (!!!) sicher verwahrt werden…  13.400 t fallen allein an hochradioaktiven Abfällen in Deutschland jährlich an. http://www.youtube.com/watch?v=G0Xist21G1E , http://www.youtube.com/watch?v=nfDcbQN_8W4&feature=related http://www.youtube.com/watch?v=52djLwtZjAc&feature=related

Aus ZDF, Auslandsjournal, vom 21.10.2009: Atommüll-Endlager weltweit: 100.000 Tonnen Atommüll wurden weltweit ins Meer gekippt, seit 1993 in Fässern verboten, nicht aber das direkte Einleiten durch Leitungen. So macht es z.B. Frankreich. http://www.youtube.com/watch?v=65mLCMSSsC0&feature=related

Aus extra1, monitor (ein Film des WDR), vom 23.7.2009: Atomlüge: die wahren Kosten der Endlager. http://www.youtube.com/watch?v=WNV0bT3VUF8&feature=related

http://de.wikipedia.org/wiki/Kernreaktor : Hier kann man sich über z.B. die Typen von Reaktoren und ihre Funktion informieren. Wer sich besser informieren möchte: bitte in Büchern nachlesen…

 

Erdbeben, Tsunami und Super-Gau – Chronologie der Ereignisse in Japan

„Erdbeben der Stärke 8,9: Tsunami trifft japanische Küste: Ein schweres Erdbeben hat den Nordosten Japans erschüttert und verheerende Schäden verursacht. Zunächst hieß es, der Erdstoß habe die Stärke 7,9 – dies wurde aber auf 8,8 und nun 8,9 korrigiert. Es folgten mehr als 20 zum Teil heftige Nachbeben. Ein Zehn-Meter-Tsunami traf den Hafen von Sendai im Norden der Insel Hondschu. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie dabei Autos, Boote und ganze Gebäude hinweggerissen wurden.

Auch aus Tokio liegen bereits Berichte über Verletzte vor. Dort schwankten zahlreiche Gebäude. Züge wurden angehalten. Über das genaue Ausmaß der Schäden konnten die Behörden bislang aber keine genauen Angaben machen. Alle Seehäfen wurden geschlossen. Der Strom im Großraum Tokio fiel aus, da Atomkraftwerke abgeschaltet wurden. In einem Turbinengebäude des Atomkraftwerks Onagawa in der Provinz Miyagi brach ein Feuer aus. In mindestens zwei Fabriken gab es Explosionen. Zahlreiche Industrieunternehmen der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt mussten die Produktion einstellen. In einer Ölraffinerie in Tokios Nachbarprovinz Chiba brach ein gewaltiges Feuer aus, gefolgt von einer Explosion. Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan ordnete an, dass das Militär eingesetzt werde, um auf das Beben zu reagieren. (…)“- ARD, tageschau.de vom 11.4.2011

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video873524.html, 11.4.2011, mit Videoclip der ARD vom Erdbeben und Tzunami, tageschau.de, von 9:13 Uhr [Anm.: wie es aus anderen Clips hervorgeht, war das Seebeben so heftig, dass das Wasser im Meer über dem Epizentrum sich hurricanartig oder wie in einem Wirlpool kurzzeitig im Kreis zu drehen begann, wie bei einem Abfluss. Aus den Wellen wurde dann der Tsunami.]

http://www.youtube.com/watch?v=SepY4Sb0vlY, 11.4.2011, Videoclip zum Erdbeben und Tzunami von CCTV 13 aus Japan.

„Schockwellen: Erdbeben in Japan erschüttert Börsen“: Nur zwei Tage ist es her, seitdem Japan von einem Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert wurde. Aber mit dem jetzigen, vor allem mit dem Ausmaß der Stärke, die Rede ist bereits von 8,9 auf der nach oben offenen Richter-Skala, hatte niemand gerechnet. Die Regierung in Tokio spricht bereits vom „möglicherweise schlimmsten Beben“ aller Zeiten. Der Katastrophenschutz des Landes gab die höchste Tsunami-Warnung heraus, man rechnet mit bis zu zehn Meter hohen Wellen. Eine erste Flutwelle hatte bereits am späteren Nachmittag (Ortszeit) weite Landstriche unter Wasser gesetzt. Flüsse quellen über und setzen ganze Wohngebiete unter Wasser, Hilfe wird wohl nur über den Luftweg zu erreichen sein. (…)

Japan liegt in einer der seismisch aktivsten Regionen der Welt. 90 Prozent der Erdbeben weltweit ereignen sich hier. Die pazifische Platte, die größte des Globus, schiebt sich regelmäßig unter die eurasische. Nun hat Japan gelernt, mit Erdbeben zu leben, eines diesen Ausmaßes ist dennoch überraschend. (…) Tatsächlich brennen Fabriken, explodierte eine Gasölraffinerie in Ichihara, die meisten Zug- und Flugverbindungen auf der Insel Honshu sind eingestellt, der Narita-Flughafen in Tokio ist geschlossen, Atomkraftwerke schalteten sich automatisch aus, im Großraum Tokios sind vier Millionen Menschen ohne Strom. Verletzte gibt es, über Todesopfer gibt es zur Stunde noch keine genauen Angaben.

(…) Die Börse traf die Katastrophe kurz vor Handelsschluss, um 14.45 Uhr Ortszeit. (…) Der Yen geriet unter Abgeabedruck unt notierte gegenüber dem Dollar auf einem Tagestief von 83,29 Yen (0,726 Euro), nachdem er zuvor bei 82,80 Yen gelegen hatte. Gleichzeitig sicherte die Bank of Japan massive Unterstützung zu. So teilte die Notenbank mit, sie werde alles tun, um die Stabilität der Finanzmärkte zu sichern und Liquidität bereitzustellen. (…)

Japan mit einer Bevölkerung von knapp 128 Millionen Menschen war in den vergangenen Jahrzehnten die dominierende Wirtschaft Asiens. (…) Erst 2010 verdrängte das rasch wachsende China den regionalen Konkurrenten in der Weltrangliste der größten Wirtschaftsmächte auf Rang drei. Japans Exportlastigkeit bringt es mit sich, dass das Land von der weltweiten Wirtschaftskrise im Gefolge der tiefsten Finanzkrise seit Jahrzehnten besonders stark getroffen wurde. Die Wirtschaft brach 2009 um mehr als fünf Prozent ein – der größte Rückgang unter den sieben größten Industriestaaten. Mit Staatschulden von bald 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gehört Japan zu den am höchsten verschuldeten Industriestaaten.“ – (http://derstandard.at/1297820102558/Schockwellen-Erdbeben-in-Japan-erschuettert-Boersen , 11.3.2011, von Sigrid Schamall )

„Schweres Erdbeben erschüttert Japan“: „Am Morgen des 11.März 2011 hat ein Erdbeben der Stärke 8,9 Japan erschüttert. Das Epizentrum lag ca. 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai. Tokio ist in etwa 400 km vom Epizentrum entfernt. Als Auswirkung des Erdbebens kam es [vom nordöstlichen Meer her] zu einer Tsunami, welche eine Höhe von bis zu 10 Metern erreichte. [Augenzeugen sagten, bis zu 14 m hoch, denn die Wogen schlugen weit über die 10 m hohen Wehrmauern und rissen alles mit, was sich an der Küste an Häuser, Autos, Schiffe, Züge usw. befand. Es blieben kaum Gebäude übrig.] Atomkraftwerke, welche sich an der Küste Honshus befinden, haben sich laut offiziellen Angaben automatisch abgeschaltet. Die Tsunami hatte verheerende Auswirkungen. Bis dato wurden von offizieller Seite fünf Todesopfer bestätigt, die Zahl wird vermutlich weiter ansteigen.“ – 12.März 2011, http://japan-infos.de/

Meldungen der folgenden Tage (http://japan-infos.de/ , siehe auf Homepage unter „Schweres Erdbeben erschüttert Japan“): „Die japanische Regierung beabsichtigt, den atomaren Notstand auszurufen. Dies erfolgt, sobald das Kühlsystem eines Atomkraftwerks defekt ist, oder bereits Radioaktivität austritt (…)“

Die Notkühlsystem des Atomkraftwerks Fukushima läuft nur noch mit Batterie

Das Onagawa Atomkraftwerk weist kein Leck auf, der Brand befindet sich in einem Nebengebäude

Die Regierung ruft [wegen Fukushima] den Nuklearen Notstand aus [dort befinden sich mehrere Meiler, darunter auch ein MOX-Meiler mit Plutonium und ein Atommülllager mit alten Brennstäben. In keinem funktionierte mehr die Kühlung, es kam zu Explosionen und Bränden und später ein Austritt von Radioaktivität ins Grundwasser. Man versuchte aus Verzweiflung behelfsmäßig mit Feuerwehrschläuchen normales Meerwasser zur Kühlung in die Reaktoren zu leiten, um eine Kernschmelze zu verhindern. TEPCO verharmloste die ganze Zeit und bestritt die gemessenen Strahlungs-Werte von Innenministerium oder Green Peace, lieferte dem Premier falsche Angaben usw. In der Folge wurde die Bevölkerung um die Reaktoren lange einfach nicht evakuiert oder in den staatlichen Medien aufgeklärt. Internationale Helfer konnten allerdings nicht zu den Unglücksstellen, weil die Gefahr der Radioaktivität unklar war, Flüge wurden gestrichen… Zum Teil dauerte es viele Tage, bis die Überlebenden – in Lagern – ausreichend Nahrung und Versorgungsgüter bekamen, selbst Kinder.]

Messungen erreichen das Tausendfache an radioaktiver Strahlung als Normalwert

Japan wird über Nacht von einer Vielzahl an Nachbeben erschüttert. Einige erreichen bis zu 6.5 auf der Richterskala [in der Folge über Wochen immer wieder heftige Nachbeben in Japan]

Die japanische Regierung erweitert die Evakuierungszone auf einen Umkreis von 20km [um Fukushima, und will das Gebiet nur zögerlich auf 30 km anheben. 70 000 Menschen mussten auf unbestimmte Zeit evakuiert werden.]

Die Windrichtung am AKW Fukushima geht Richtung Süden, also in die Kanto-Region, in welcher sich Tokio befindet [zum Glück wehte aber der Wind meistens Richtung Ost aufs Meer hinaus, und nicht nach Süden Richtung Tokio.]

Der japanische Premier Naoto Kan spricht [schließlich doch] von einer noch nie dagewesenen Katastrophe, dementiert aber das Ereignis einer Kernschmelze“

[Selbst der gottähnliche alte Tenno lässt sich dann doch herab, seine noch am Tsunami leidenden Untertanen zu besuchen und die Japaner zur Ruhe und auch Solidarität mit den Opfern aufzurufen. Die Ereignisse in Fukushima überlagern inzwischen völlig die Berichte über die überlebenden Tsunami-Opfer in den Not-Lagern.]

„Druck im Reaktor 3 des AKW Fukushima steigt dramatisch an“: „Der Druck des mit Meerwasser gekühlten Reaktors 3 des Atomkraftwerks Fukushima 1 steigt laut Berichten dramatisch an. Ein Ventil, welches den Druckablass reguliert, scheint defekt zu sein. Daher könnte es im Atomreaktor 3 wie zuvor im Reaktor 1 auch, zu einer unkontrollierten Wasserstoffexplosion kommen. (…) Die Kühlung mit Meerwasser wird die Reaktoren wohl dauerhaft beschädigen und das Problem somit nur zeitlich hinauszögern. Mit wieviel Wasser die Brennstäbe  derzeit umgeben sind, ist ebenfalls unklar, da einige Überdruckventile defekt sind. Die Gefahr einer weiteren Explosion steht damit also unmittelbar bevor – und damit auch die einer Kernschmelze, welche verheerende Auswirkungen hätte. Im 10 Kilometer entfernten Atomkraftwerk Fukushima 2 sind insgesamt weiterhin drei Reaktoren ohne funktionierende Kühlung.“ – 13.3.2011, http://japan-infos.de/

Japan: Erdbeben verschiebt Landmasse, Erdachse, Tageslänge und Klima. (…) Als Folge des Erdbebens der Stärke 8,9 sei die japanische Hauptinsel um 2,4 Meter verrückt worden, sagte Kenneth Hudnut von der US-Geologiebehörde dem Fernsehsender CNN am Samstag. (…)

Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie ermittelte, dass das Beben die Erdachse um rund zehn Zentimeter verschoben hat. Es handelt sich wahrscheinlich um die größte Verschiebung durch ein Erdbeben seit 1960, als Chile erschüttert wurde, sagte der Institutsdirektor Antonio Piersanti laut einer Mitteilung.

Die Erdstöße haben nicht nur die Erdachse verschoben sondern auch die Erdmassen derart verlagert, dass die Rotation der Erde sich etwas beschleunigt hat. Die Erde drehe sich nun etwas schneller, sagte der Geophysiker Richard Gross der Raumfahrtbehörde NASA. Der Tag werde deshalb um 1,6 Mikrosekunden kürzer.

Zu ähnlichen Verschiebungen hatte das Beben in Chile im Februar des vergangenen Jahres mit einer Stärke von 8,8 geführt. (…) Ein weiteres großes Beben war das Beben im Dezember 2004 im Indischen Ozean. (…) Erdbeben führen infolge einer Verlagerung von Erdmassen nicht nur zu einer geringfügigen Veränderung der Tageslänge sondern – durch die Verlagerung der Erdachse – auch zu einer leichten Veränderung der Jahreszeiten und Klimazonen.(…)“ (http://www.readers-edition.de/2011/03/14/japan-erdbeben-verschiebt-landmasse-erdachse-tageslaenge-und-klima/ , 14. 3. 2011, von Michael Krüger.)

„Meerwasser 30km vor der Küste: Strahlung 2.2 mal so hoch wie Grenzwert für atomares Abwasser“: „Das japanische Ministerium für Wissenschaft teilte mit, dass die radioaktive Strahlung des Meerwassers vor der Küste der Präfektur Fukushima den bisher höchsten Wert seit Beginn der Messungen vor 3 Wochen erreicht habe. Nach Angaben des Ministeriums wurden 30 km vor der Küste der Präfektur 88.5 Becquerel pro Liter an Iod-131 gemessen. Dies ist 2.2 mal so viel wie der Höchstwert für Abwasser aus atomaren Anlagen. Cäsium-137 konnte in der Probe ebenfalls nachgewiesen werden, überschritt aber nicht den offiziellen Grenzwert.

Eine Messung in 15 km Entfernung von der Küste ergab eine 23-fache Überschreitung des Grenzwertes von Iod-131. Die höchsten Messwerte wurden nördlich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima erreicht, was darauf hindeutet, dass die radioaktiven Elemente Richtung Norden getragen werden.(…). Am 4. April hatte TEPCO damit begonnen, 11,5 Millionen Liter verstrahlten Wassers in das Meer einzuleiten, um die Fortführung der dringend notwendigen Arbeiten zu ermöglichen.“ – 13. 4. 2011, http://japan-infos.de/

„TEPCO: 14 Meter hohe Welle traf Unglückskraftwerke. (…) Die zwei beschädigten Atomkraftwerke in Fukushima sind nach Angaben des Betreibers von einer 14 Meter hohen Flutwelle getroffen worden. Das sei mehr als doppelt so hoch, wie Experten bei der Planung der Anlagen erwartet hatten, berichtete der Fernsehsender NHK unter Berufung auf die Tokyo Electric Power Company (Tepco) am Dienstag. (…) Nach Angaben von Tepco sei die Anlage Fukushima Eins auf einen Tsunami von 5,70 Metern ausgelegt worden, Nummer Zwei für eine Höhe von 5,20 Metern. Die Gebäude mit den Reaktoren und Turbinen wurden nach NHK-Angaben 10 bis 13 Meter über den Meeresspiegel errichtet. Bei der Katastrophe wurden sie teilweise überschwemmt. Tepco hatte bereits zugegeben, dass die Kraftwerke nur für ein Beben der Stärke 8,0 bis 8,3 ausgelegt worden waren. Das Erdbeben am 11. März hatte aber die Stärke 9. (APA)“ – (http://derstandard.at/1297821079396/Tepco-14-Meter-hohe-Welle-traf-Unglueckskraftwerke , 22.3.2011)

„Bis zu 1000 radioaktiv verstrahlte Leichname innerhalb der Evakuierungszone“: „Nach einem Bericht der Japan Times befinden sich noch bis zu 1000 Leichen innerhalb der Evakuierungszone rund um das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Die radioaktive Verstrahlung der Opfer der Katastrophe verhindert eine Bergung. (…) Ein weiteres Problem besteht in der Bestattung dieser Leichen. Bei der in Japan üblichen Feuerbestattung könnte radioaktive Dämpfe entweichen, wohingegen bei einer Erdbestattung die Erde und das Grundwasser radioaktiv belastet werden könnte. Selbst die Identifizierung der Opfer durch DNA-Proben könnte zum Problem werden, da man diese dekontaminieren müsste, so Experten.“ – 31.3.2011, http://japan-infos.de/

„Höchste atomare Gefahrenstufe für Fukushima“: „(…)Die japanische Behörde für nukleare Sicherheit hat die atomare Gefahrenstufe der Katastrophe im AKW Fukushima von Stufe 5 auf die höchste Stufe 7 angehoben. Damit befindet sich der GAU in Fukushima auf derselben Stufe wie die Katastrophe von Tschernobyl [1986]. Zuvor erschütterte ein weiteres Nachbeben der Stärke 6.2 die Region woraufhin ein Feuer im Atomkraftwerk Fukushima ausbrach. (…)Nach Angaben der japanischen Behörde für atomare Sicherheit gab bekannt, dass die bisher emittierte Strahlung “nur” 10% der Strahlung von Tschernobyl entsprächen. Insgesamt soll radioaktive Strahlung von 370.000 Terabecquerel an Iod-131 und Iod 137 freigesetzt worden sein. (…) Die höchste Strahlung wurde laut Mitteilung am 15. März bei der Explosion des Reaktor 2 freigesetzt.(…) – 12.4.2011, http://japan-infos.de/

„TEPCO zahlt eine Million Yen pro Haushalt an Entschädigung“:  „Der Betreiber des AKW Fukushima wird jeden der 50.000 Haushalte innerhalb der 30km Evakuierungszone mit einem Betrag von einer Million Yen entschädigen.“ Was hier so vollmundig klingt ist ein Mini-Betrag, nämlich 8300 Euro an Haushalte,  egal wieviele Familienmitglieder, Singles hingegen bekommen nur 6200 Euro.  Das soll eine Art „Nothilfe“ sein. [Anm.: Ob es später mehr Entschädigung geben wird oder ob TEPCO nicht vorher in Konkurs geht, wenn korrekte Schadenssummen ermittelt werden, ist völlig offen.]  Jedenfalls: „Das Geld stellt wohl eine Art Übergangsgeld für die Zwangsevakuierten Personen ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen, bis eine langfristige Lösung gefunden wurde. (…) Insgesamt wird TEPCO innerhalb des nächsten Monats 400 Millionen Euro in den über 150 Evakuierungszentren auszahlen.“ – 15.4.2011, http://japan-infos.de/

„Greenpeace kritisiert Schutz der Bevölkerung vor Strahlung:  (…)Die Informationspolitik der Behörden sei „katastrophal“ und setze die Menschen einem „hohen Risiko“ aus, sagte Thomas Breuer, Leiter des Atom- und Energiebereichs bei Greenpeace Deutschland, … (…) In den von radioaktivem Fallout betroffenen Regionen, die außerhalb des offiziellen Evakuierungsradius von derzeit 20 Kilometern rund um das zerstörte Kraftwerk lägen, seien nicht einmal einfachste Schutzmaßnahmen wie die Sperrung von Kinderspielplätzen oder Parks getroffen worden, kritisierte Breuer. Die Strahlenbelastung sei aber auch weit außerhalb dieser Zone teils bedenklich. Zumindest die am stärksten verseuchten Orte müssten evakuiert werden, andere so gut wie möglich dekontaminiert und gereinigt.  (…)Im Zentrum der Stadt Fukushima, 60 Kilometer vom Atomkraftwerk entfernt, maß Greenpeace in den vergangenen Wochen im Schnitt Strahlenwerte von drei Mikrosievert pro Stunde. Das bedeutet, dass ein Mensch in zwei Wochen die zulässige Jahresdosis abbekommt. In den am stärksten verstrahlten Orten wie dem Dorf Itate seien Werte von fast 50 Mikrosievert je Stunde erreicht worden. Dort werde die Jahresdosis in rund zwei Tagen erreicht, sagte Breuer. „Das sind dramatische Zahlen.“ Auf sandigen oder erdigen Böden, etwa auf Spielplätzen, ist die Belastung besonders hoch, weil sich radioaktive Partikel darin gut verfangen.

Anders als 1986 rund um Tschernobyl gebe es bei Fukushima keine Kontrollen des Verkehrs, kritisierte Breuer. Obwohl mitten durch das Gebiet eine stark befahrene Fernroute führe, gebe es keine Radioaktivitätsmessungen an den Fahrzeugen. Auch die Bauern würden mit dem Strahlenproblem alleingelassen. Sie erhielten keine Informationen darüber, was sie mit ihren Feldfrüchten machen und wie sie mit dem kontaminierten Land in Zukunft umgehen sollten. Bei Untersuchungen fanden die Greenpeace-Experten in den vergangenen Wochen im Umkreis von Fukushima schon mehrfach kontaminierte Lebensmittel, sogar in Supermärkten.(…)“-  (http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/japan/2724400/greenpeace-kritisiert-schutz-bevoelkerung-vor-strahlung.story , 18.4.2011)

Zusammenfassung und Skizzierung von Fukushima, siehe: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/japan/2699540/chronologie-ereignisse.story : „Chronologie der Ereignisse“, Quelle: APA, NY Times, LA Times. (Stand 19.4.2011)

„Regierung hält Gefahr kompletter Kernschmelze für gebannt“: „Die Lage an der Atomruine von Fukushima ist zwar bei weitem nicht unter Kontrolle, dennoch gibt die Regierung für den Moment Entwarnung: Wenn die Kühlung aufrecht bleibt, sei die Kernschmelze unwahrscheinlich. (…) Die andauernde Kühlung der Reaktoren [in Fukushima] mit Millionen Litern Wasser zeige zumindest eine gewisse Wirkung. Die enormen Massen verstrahlten Wassers behinderten allerdings die Versuche, die vom Tsunami vor fast sechs Wochen zerstörten Kühlsysteme zu reparieren. (…)

Bei der 51 Minuten dauernden Erkundung der Roboter seien am Vortag nahe des Eingangs des Reaktorgebäudes [Nummer 2] 4,1 Millisievert an Radioaktivität gemessen worden, … (…) Nach Schätzung des Betreiberkonzerns TEPCO befinden sich in und um das Turbinengebäude rund 25.000 Tonnen verseuchten Wassers. Die radioaktive Verseuchung belaufe sich auf über 1.000 Millisievert pro Stunde. (…) Die Atomaufsichtsbehörde hatte bestätigt, dass Brennstäbe in den Reaktoren 1, 2 und 3 teilweise geschmolzen sind. (…) In den Reaktoren 1 und 3 sollen sich weitere rund 42.500 Tonnen relativ gering verstrahlten Wassers befinden, hieß es unter Berufung auf TEPCO weiter.“ (http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/japan/2725048/regierung-haelt-gefahr-kompletter-kernschmelze-fuer-gebannt.story , 19.4.2011)

 

Wird es eine Lehre daraus geben?

Gegen Naturgewalten können wir uns nicht schützen. (Wir können als Menschheit bestenfalls nur ein positives Karma schaffen und uns gegenseitig helfen statt selbstsüchtig dem Geld hinterher zu springen.) Was die Kernkraft betrifft, ist das eine Technik, die wir meines Erachtens nur in der Theorie beherrschen, aber keinesfalls in der Praxis. Wir können niemals alle Pannen vorhersehen, und das für hunderttausende Jahre (!!!), und wenn man an die Praxis des gewissenlosen Atommüll-Entsorgens einfach in die Tiefsee denkt, ist das für die verantwortlichen Finanzgeiern auch nicht geplant, denn Vorsorge und Kostenwahrheit würde nur den momentanen heutigen Profit schmälern. Bereits jetzt sind die Atomlobbyisten wieder unterwegs, um Politiker einzukaufen. Ich wünschte, die Menschheit wäre geistig weiter und die maßgeblichen Leute in der Gesellschaft hätten mehr Gewissen und Verstand.

 
 
 
Beispiel Fellgewinnung.
 
PETA fordert z.B. auf, Unterschriften für den Protest zu leisten (siehe unten). Es geht darum, dass in einem Land wie China offenbar Tiere bei lebendigem Leib gehäutet werden, um das Fell zu bekommen. Die sterbenden Tiere werden einfach blutig liegen gelassen. (Dasselbe kennen wir bereits als Thema von kanadischen Robbenbabies!) Kürschner sagen hierzulande aber, dass die Tiere hier (!) relativ gut gehalten werden, andernfalls gäbe es keine guten Pelze, und dass PETA extrem übertreibt. Es geht aber nicht um die Felle hier (so traurig die auch sind), sondern um Länder wie China, welches die Produkte (Felle, Schuhe, Taschen, Mäntel, Lederwaren…) dann aber ohne viel Deklaration nach Europa und in die USA verkauft. Wobei auch Felle oder Häute von Katzen und Hunden mitverarbeitet werden. Aus Kostengründen nimmt man sich bei diesen Tieren, bei Schlangen oder auch beim Rupfen von Vögeln nicht mal die Zeit und die Kosten, sie vorher zu töten.

Sind Unterschriften dagegen sinnvoll? Den Chinesen sind bislang Millionen von Unterschriften vollkommen egal geblieben. Genauso den Japanern bezüglich Walfang. Solange diese Leute einen Markt haben, werden sie das tun und verkaufen – auch in die USA und nach Europa. Die einzige Möglichkeit diese Leute zu treffen ist DIE WAREN NICHT MEHR ZU KAUFEN. Sie kommen als Billigware und falsch deklariert (Phantasie-Namen für Leder- und Pelzsorten z.B.) in die Geschäfte, oft weiß kaum einer, wo die Ware eigentlich herkommt. Pelz wird zunehmend wieder in! Die Liste der Verbrechen der Chinesen (und nicht nur bei denen) in Sachen Tier- um Umweltschutz und auch Arbeitsbedingungen ist meilenlang, und spottet jeder Beschreibung, aber die Geldmafia betreibt trotzdem einen Freihandel ohne Auflagen. Überhaupt spottet das, was in Sachen Geld und Handel weltweit abgeht, einfach jeder Beschreibung. Die Menschen wissen nichts davon, wollen nichts wissen und wenn sie was wissen, ignorieren sie es.

Was aber Organisationen wie PETA machen sollten ist ein Aufruf zum Boykott der Waren (dann bliebe den Chinesen allerdings weiterhin China selbst, Japan, Asien, Russland, Lateinamerika und Afrika als Absatzmarkt. Man hat ja auch die mit giftigem Melamin gestreckte Babymilch nach Afrika verkauft!). Dann allerdings drohte PETA usw. in den USA und Europa womöglich eine x-Millionen-Klage wegen Geschäftsschädigung, da die WTO und die Weltbank (d.h. die US-Lobbies) den unbeschränkten Freihandel ohne Auflagen, Hindernissse und Störungen BEFIEHLT. Staaten, die nicht dabei sind, haben kaum Chancen, international Handel zu treiben, und wer sich nicht an die Satzungen hält, wird mit Unsummen als Strafzahlungen bzw. Kreditverweigerungen bestraft. (Siehe auch was ich dazupassend zuvor gepostet habe, letzte Absätze zu § 278 in Österreich.) Also bejammert PETA die Zustände in China, ohne viel machen zu können. Man kann nur hoffen, dass in China selbst eine Grün-Bewegung aufkommt, bislang knüppelt das Regime allerdings jeden Ansatz und auch Protestversuche der Arbeiter nieder. Oder Falun Gong. Selbst Wikipedia (Google) wird zensuriert.

Es steht natürlich jedem frei, PETA, Green Peace usw. usw. aktiv als Mitglied zu unterstützen. Oder bei Waren nachzufragen und gezielt zu boykottieren. Unterschriftenlisten an Diktaturen dienen allerdings nur der Beruhigung des eigenen Gewissens, dem eigenen Wohlfühlen – sie bewirken aber nichts. Es ist noch ein weiter Weg, bis Menschen in der Mehrzahl so was wie Humanität, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Anstand besitzen.
Ganz schön traurig.

Übrigens: ich halte das Video für glaubwürdig, weil ich seit Jahren immer wieder auch im TV oder in Magazinen von solchen Enthäutungen, Brühen, Grausamkeiten usw. von Schlachttieren in China bzw. Asien immer wieder gehört habe. Auch von unglaublicher Tierhaltungen, z.B. von jahrelang fixierten Bären in Käfigen zur Galle-Gewinnung.

—————————————————————————————————————–

Aus einer Rundmail an mich, die Anlass zu diesem Posting war:

PETA-UNTERSCHRIFTENLISTE gegen diese Praktiken bei der Fellgewinnung: 
Unterschriften einfach fortlaufend numerieren und untereinander dazufügen: Name, Wohnort, Staat.

Wenn 500 Unterschriften rekrutiert wurden, sendet diese bitte an die
Mail-Adresse von PETA:
PETA2@peta.org </mc>

Schockierendes Tatsachenvideo von Mark Rissi: http://www.petatv.com/tvpopup/video.asp?video=fur_farm<http>

 

Einleitung:

Ich bin jedenfalls sehr erschüttert. Für mich ist ein Tier ein Freund. Viele, wie etwa Schweine, haben die Intelligenz von einem 3-jährigen Kind. Sogar Hühner sind nicht so dumm wie man meint. Tierschutz sollte nicht nur Haustiere umfassen, sondern auch "Nutztiere"!

Was ist ein Tier? Ein Nutzgegenstand? Wie ist es mit dem Bewusstsein eines Menschen bestellt, der Tiere für gefühllose "Dinger" ansieht, die man ungestraft behandeln darf wie man will, Motto: "Wo kein Kläger, da kein Richter". Der sich selbst als gläubig hält und  bei jeder Gelegenheit (vor allem wenn es ihn selbst trifft) hinter Gott herwinselt, aber nicht das geringste Mitgefühl, nicht die geringste Barmherzigkeit für seine Mitgeschöpfe aufbringt? 

Ja, wir müssen uns ernähren – aber müssen wir wirklich dafür die Umwelt vernichten, die Tierarten ausrotten, die Tiere missbrauchen, quälen und töten? Und wenn schon töten – dann grausam? Und wenn schon jagen und fangen – dann ausrotten? Und wenn schon essen – gebührt den toten Tieren nicht ein bisschen mehr Dank – statt Essen und Reste gedankenlos als Müll wegzuwerfen? 

Wo steht somit unser – ach so herrliches menschliches – Bewusstsein? Irgendwo auf der Stufe eines Raptosauriers? 

—————————————————————————————————————————

 

ARD, Tagesthemen, 30.3.2010 um 22.25 Uhr:

“Experten erheben schwere Vorwürfe

Der Horror auf dem Schlachthof

Im Schnitt isst jeder Deutsche um die 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Dass dafür Tiere geschlachtet werden müssen, ist klar. Dies soll eigentlich möglichst schmerzfrei geschehen. Fachleute erheben aber den Vorwurf, dass viele Tiere schlimmste Qualen erleiden.”

Von Patrick Hünerfeld, SWR

http://www.tagesschau.de/inland/tierqualen100.html

Hier wurde ausgesagt, dass Schlachttiere in Deutschland mit ungenügender Betäubung und Tötung entweder in den Brühtopf gelangen (1% aller Schweine) oder bei lebendigem Leib gehäutet und Gliedmaßen amputiert werden (7 % aller Rinder). Die Tiere sind dabei wach und brüllen vor Schmerzen. Wenn sie zuvor nicht ordentlich betäubt und getötet werden, holt man das auf dem Fließband nicht mehr nach. D.h, jährlich allein in Deutschland 500 000 elendig gequälte Schweine und über 200 000 Rinder. (Es gibt aber auch Schätzungen von ca. 10% aller Schlachttiere!)

Dazu auch zum Thema: http://www.vegafon.de/tierschutz-rubrik/informationen/266-petas-schlachthof-recherche-in-ard-brisant

——————————————————————————————————–

Das alles ist aber nicht neu, nur passiert ist offenbar rein gar nichts:

http://www.tierschutz.cc/dachverband/docs/aussendungen/aus095.html: [ca. 2001, Österreich]

“Schwere Vorwürfe gegen Tierschutz

Anzeige gegen Schlachthäuser wegen Verdacht auf Tierquälerei

Bei einem Treffen zur Thematik "Gräueltaten in Schlachthäusern" hat die oö. Tierschutz-Landesrätin Dr. Stöger schwere Vorwürfe gegen Tierschutz-Dachverbandspräsident Dr. Landa gerichtet, weil dieser zusammen mit einem Kameramann im Schlachthof gefilmt hatte, wie Stiere am Fließband hängend aus der Betäubung aufwachen und unbetäubt aufgeschnitten werden (…).

DV-Präsident Dr. Landa ist von einem der Bauern, von dem der Tiertransport der Stiere dokumentiert worden war, darüber verständigt worden, dass niemand mehr bereit sei, ihm seine Stiere abzukaufen, weil auf seinem Hof die Verladung gefilmt werden durfte (…) Und der relativ kleine Schlachthof müsse wegen der Anzeige wahrscheinlich Konkurs anmelden. Die großen Schlachthäuser, in denen es noch viel brutaler zugehe, so klagte der Landwirt, würden sich schon die Hände reiben. Werden die kleinen Schlachthäuser zu Grunde gerichtet, können die Großen noch mehr Geschäft machen! Vor allem wenn sie, statt den einheimischen Bauern einen fairen Preis zu zahlen, die billigeren Stiere aus dem Ausland importieren.

Damit gerade dies alles nicht geschieht, hatte der Tierschutz den Namen des Schlachthofes nicht bekannt gegeben. Wie von Insidern mitgeteilt worden war, handelt es sich um einen der besten Betriebe. Sonst wäre gar keine Bereitschaft bestanden, filmen zu lassen. Anderswo komme es noch zu Extra-Tierquälereien. Ein Tierarzt hat vom Veterinärdienst berichtet, dass die Stiere immer wieder blutunterlaufene Hoden hatten, weil sie mit Elektroschocks an diesen empfindsamen Stellen traktiert wurden. Die Treiber würden diese Stellen wählen, weil Blutergüsse am Muskelfleisch die Fleischqualität beeinträchtigen könnten. (…)

Aufgrund der EU-Anordnung 2000/418/EG, die seit Beginn dieses Jahres für alle Rinder-Schlachtungen gilt, muss davon ausgegangen werden, dass EU-weit in Schlachthäusern Tiere unzureichend betäubt geschlachtet werden. Demnach darf "das zentrale Nervengewebe bei Rindern… nach dem Betäuben [nachträglich] nicht durch Einführung eines Rückenmarkszerstörers durch den Schusskanal in die Schädelhöhle zerstört" werden weil laut Begründung des ‚Wissenschaftlichen Ausschusses für veterinärmedizinische Maßnahmen‘ (…sich sonst) „ potentiell infiziertes zentrales Nervengewebe während des Schlachtprozesses über den ganzen Tierkörper verteilt."

Szenen aus dem Video von der Schlachthausdokumentation
"DAS BRÜLLEN DER RINDER BEIM GESCHLACHTETWERDEN"

Siehe: http://www.tierschutz.cc/tiu/index-video.html

——————————————————————————————————-

 

Aus: http://www.vgt.ch/news_bis2001/010515.htm [ebenfalls vom Jahre 2001 und trotzdem scheint sich nichts geändert zu haben!]

„VN02-1 / 16. August 2001 – Erwin Kessler

Neue Horrormeldung aus der EU:
Seit anfangs 2001 sind in der EU entsetzliche Schlachthof-Gräuel im Gange:
Die Rinder brüllen noch, während sie am Förderband zerlegt werden

Auf politischen Druck hin hat der ORF Videoaufnahmen, welche diese Gräuel in österreichischen Schlachthöfen zeigen, unterdrückt. In der Schweiz geht es ähnlich: Der "Kassensturz" des Schweizer Fernsehens interessierte sich nicht dafür, obwohl solches Fleisch auch in die Schweiz importiert wird. Nur das deutsche Fernsehen ARD zeigte anfangs August 2001 in der Sendung "Panorama" diese und andere Aufnahmen, welche belegen, dass diese Gräuel nicht nur in Österreich, sondern EU-weit an der Tagesordnung sind.(…)

Aufgrund einer anfangs 2001 in Kraft gesetzten EU-Vorschrift, darf das Gehirn der Schlachttiere nicht mehr zerstört werden – eine BSE-Vorsichtsmassnahme. Dies hat zur Folge, dass viele Rinder vor dem Schlachten nicht mehr richtig betäubt werden und den Schlachtvorgang, das Zerlegtwerden, bewusst erleben. Der zuständige österreichische Minister erklärte dazu, das sei zwar nicht tiergerecht, aber zum Schutz der Konsumenten notwendig. Auch die zuständige EU-Kommission hält "Konsumentenschutz" für wichtiger als Tierschutz. Was verschwiegen wird: Mit qualifiziertem Schlachthauspersonal und modernen Schlachthauseinrichtungen zur Sicherstellung des präzisen Ansetzens des Bolzenschussapparates wäre eine richtige Betäubung trotz dieser EU-Vorschrift möglich,(…)

Das von www.tierschutz.cc veröffentlichte Video kann als Kurzversion heruntergeladen werden: Download Videos “ [Inhaltliche Wiedergabe:]

 "Tierschutz im Unterricht" schreibt dazu (www.tierschutz.cc):

Entsetzliche Dokumentationen aus heimischen [österreichischen] Schlachthäusern:
Die Stiere brüllen noch, während sie am Förderband aufgeschnitten werden

Bei der 7. Freiland-Tagung am 28. September an der Wiener Universität für Bodenkultur erregte das Referat von "Ja! Natürlich"-Geschäftsführer Werner Lampert besondere Aufmerksamkeit. Er erzählte von seinen Erfahrungen, welch grausame Zustände in den Schlachthäusern vorkommen. Er habe beobachten müssen, dass Tieren unbetäubt "die Beine abgeschnitten bekämen oder ins Brühwasser getaucht" würden.

Von einem Tierschutzvertreter wurde in der anschließenden Diskussion berichtet, dass er schon mehrmals versucht habe, den Schlachtvorgang zur Erzeugung von Bio-Fleisch für "Tierschutz im Unterricht" und zur Information der Bevölkerung zu dokumentieren. Die angesprochenen Landwirte z.B.  von "Beef Natur" hatten dies aber sehr freundlich abgelehnt. Wenn der Metzger auf den Bio-Hof* kommt, so ihre Begründung, würden die Tiere ihn als todbringende Gefahr erkennen und sich entsprechend verhalten. Bei Mutterkuhhaltung versuchten die Mütter ihre Kälberkinder zu schützen, indem sie sie abschirmten. Deshalb käme es bei der Schlachtung immer wieder zu entsetzlichen Szenen.(…)

Ein oö. Landwirt berichtete in einem Interview für "Tierschutz im Unterricht", dass er einmal und nie wieder seine Tiere ins Schlachthaus begleitet habe. Ein Stier, nachdem er mit dem Bolzenschussapparat angeschossen und an einem Hinterbein hochgezogen war, hätte noch herzzerreißend gebrüllt, während er bereits aufgeschnitten wurde. Deshalb werde der Bauer nie wieder ins Schlachthaus gehen. Auch bei der Schlachtung von Schweinen, vor allem bei Akkordarbeit, kommt es zu fürchterlichen individuellen Todeskämpfen, weil die Tiere nicht ausreichend betäubt werden.


Wie es der "Zufall" so will, stattete während dieses Gespräches der Viehhändler dem Landwirt einen Besuch ab, weil in den nächsten Tagen wieder einige Stiere abgeholt werden sollten. (…) So kam es dazu, dass ein 2-Mann-Team vom Tierschutz die Möglichkeit bekam zu dokumentieren, wie Tiere aus den Ställen geholt und ins Schlachthaus transportiert werden. Unser Kameramann F…  hatte sich hinten am LKW einsperren lassen um Aufnahmen während der Fahrt von den Tieren zu machen. Der Film zeigt, wie den Tieren beim Auf- und Entladen mit Stöcken direkt ins Gesicht geschlagen wird. Das ist alles "ganz normal": Sie werden mit Mistgabeln traktiert, mit elektrischen Viehtreibern geschockt oder durch Umdrehen des Schwanzes zum Gehen gezwungen. Denn welches Nutztier begibt sich schon freiwillig ins Schlachthaus? Der Gestank, zuerst nach Kadaver, weiter drinnen nach Blut, lässt die Tiere ihr Schicksal erahnen und versetzt sie in Todesangst. Der Lärm, vor allem der Säge, mit der die Körper durchschnitten werden, ist ohrenbetäubend. Jenes Tier, das jeweils im engen Gang unmittelbar vor der Tötungsbox steht, kann das blutige Gemetzel schon sehen, das ihm bevorsteht. (…)

Die Tiere werden von unten aus der Tötungsbox gekippt und mit einer Eisenkette am Hinterbein hochgezogen. So hängen sie kopfüber am Fließband. Jetzt sollen sie durch ein Aufschneiden am Hals zum Verbluten gebracht werden. Erst durch das Ausbluten sterben die Tiere. Ein sehr freundlicher Schlachthaustierarzt hat uns erklärt, dass niemand sagen kann, wann genau der Tod eintritt. Dazu müsste ein EEG gemacht werden.

Der AMA-Stier [d. h. aus biologischer Landwirtschaft] hängt an einem Bein am Fließband, der Schlächter schneidet ihm den Hals auf, Blut bricht hervor, der angeblich betäubte riesige Körper zuckt zusammen – das kann eine Reaktion der Nerven sein und muss nicht dahin gedeutet werden, dass das Tier noch etwas spürt. Da geschieht etwas, das auch die Tierschützer, die in ihrer Arbeit, Tierleid zu dokumentieren, einiges zu ertragen gewohnt sind, erschaudern lässt: Während der Schlächter, geschäftig vor sich hin pfeifend, die Brust aufschlitzt, schließen und öffnen sich die Augen des Tieres langsam, einmal und noch einmal. Dann beginnt der Stier, während er kopfüber hängend aufgeschnitten wird, um zu Fleisch verarbeitet zu werden, zu brüllen! Es ist auf der Videodokumentation klar und deutlich zu sehen und zu hören. Das Tier am Fließband lebt noch und schreit! Ein schauderhaftes, heiser-gurgelndes Muhen übertönt den Lärm des Schlachtvorganges. Solche Szenen spielen sich immer wieder in den Schlachthäusern ab, bevor die Tiere wirklich tot sind. Der Schlächter, der die Vorderhufe abschneidet, muss in Deckung gehen. Denn nun bäumt sich der mächtige Stier blutüberströmt am Haken noch einige Male auf. Das sterbende Tier windet sich mit ganzer Kraft. Der Todeskampf dauert lange Minuten…

Die Schlachthausbetreiber, Viehhändler und Schlachthoftierärzte, sowie die Landwirte sind sich kaum einer Schuld bewusst! Genauso wenig wie die Konsumenten von Fleischwaren, die die eigentliche Ursache für das ungeheure Tierleid in den Schlachthäusern sind, für das unsere Mitmenschen durch diese Dokumentationen sensibilisiert werden sollen. (…)

Jene Gräueltaten in den Schlachthäusern, die für "Tierschutz im Unterricht" dokumentiert wurden, sind nicht auf einzelne Betriebe beschränkt. Es handelt sich dabei leider um ein EU-weites Phänomen. Wo am Fließband geschlachtet wird, kommt es zu Gewalt gegen Tiere! (…)

Zwar schreiben die Tierschutzgesetze der einzelnen Länder vor (z.B. oö. Tierschutzgesetz): "Wer ein Tier schlachtet, muss vor dem Blutentzug eine vollkommene allgemeine Betäubung vornehmen." Neue Vorschriften der EU [Entscheidung der Kommission 2000/418/EG ]untersagen jedoch seit Beginn dieses Jahres die Rückenmarkszerstörung bei der Schlachtung unter Verwendung des Hirnstabes, weil dadurch BSE-Risikomaterial über die Blutbahn in alle Körperteile gelangen könnte. Mit diesem Stab wurde nach dem Anschießen im Gehirn der Tiere herumgestochert, um das Zentralnervensystem zu zerstören und zu vermeiden, dass die Tiere beim Ausbluten und während ihnen bereits die Beine abgeschnitten werden, aus der Betäubung erwachen. Diese "Sterbehilfe" wurde Anfang des Jahres verboten. (…)

Anbetracht der Zustände in der Nutztierhaltung und den Schlachthöfen, müsste jede intelligente und sensible Person es als unerträglich empfinden, auf solche Weise hergestelltes Fleisch zu konsumieren und damit indirekt den Auftrag für weitere Tierquälerei zu erteilen. [Ende der inhaltlichen Wiedergab des Videos.]

Auf politischen Druck hin hat der ORF diese Aufnahmen unterdrückt. In der  Schweiz geht es ähnlich: Der Kassensturz interessierte sich nicht für die Videoaufnahmen. Die Medien haben in der Schweiz den Auftrag, die widerspenstige Bevölkerung EU-reif zu machen. Da passen solche staatlich organisierte Gräuel in der "Wertegemeinschaft" EU nicht ins Programm.“

 

* Im ORF kam vor einigen Tagen (März 2010) die Meldung, dass in Zukunft Kleinschlachtungen (Hausschlachtungen)  z.B. auf Bauernhöfe und auf Biohöfen durch Metzger verboten werden und die Tiere in Zukunft zu größeren Schlachthöfen gefahren werden MÜSSEN. Die EU schreibt Räumlichkeiten und Geräte vor, so müssen z.B. Schlachträume und Verpackungsräume getrennt werden – Dinge, die für einzelne Biobauern zu teuer sind. Das Wohl der Tiere stand bei diesen Vorschriften, die finanziell die Biobauern belasten, aber nicht im Mittelpunkt.

————————————————————

Hier ein sehenswertes Video zum Thema „Schlachtvieh“ auf Youtube, 7. 12.2009:

Wenn Schlachthäuser Wände aus Glas hätten, wäre jeder Vegetarier / If slaughterhouses had glass walls everyone would be vegetarian.  (Sir Paul McCarthney für PETA)

http://www.youtube.com/watch?v=2U8BtmD6RFE

————————————————————————————————————

 

http://www.derwesten.de/waz/welt/Mehr-Tierschutz-auf-den-Schlachthoefen-id411066.html [Anm.: Man hat lange darüber geredet, und jetzt soll es sie angeblich – erst 2013! – geben, aber nur in großen Schlachthöfen: Tierschutzbeauftragte.]

„Schlachthof : Mehr Tierschutz auf den Schlachthöfen – Welt, 23.06.2009, Karin Teschner

Brüssel. EU-Agrarminister einigen sich auf neue Verordnung, die Tieren unnötige Qualen beim Töten ersparen soll. Danach müssen Schlachthöfe in der EU künftig Tierschutzbeauftragte beschäftigen. Doch Tierschützern geht das nicht weit genug.

Mehrere Fernsehsender zeigten die schaurigen Bilder aus europäischen Schlachthöfen: Rinder erwachen aus der Betäubung und erleben ihre Schlachtung bei vollem Bewusstsein mit.

Solche Szenen soll es in Zukunft nicht mehr geben. Die Agrarminister einigten sich in Luxemburg auf eine neue EU-Verordnung, die Tiere unnötige Qualen beim Töten ersparen soll. Danach müssen Schlachthöfe in der EU künftig Tierschutzbeauftragte beschäftigen.

In Deutschland ist das bereits der Fall, zusätzlich aber müssen die Betriebe nachweisen, dass ihr Personal ordnungsgemäß ausgebildet ist. Außerdem werden Schlachter dazu verpflichtet, ihre Betäubungsmethoden zu dokumentieren und das Vieh bis zur Tötung streng zu überwachen. Jedes Jahr werden in den Schlachthöfen der EU rund 360 Millionen Schweine, Schafe, Ziegen und Rinder sowie mehrere Milliarden Hühner getötet – gerade in den neuen Mitgliedsstaaten hat es für sie bislang nur laxe Schutz-Standards gegeben.

Kritik von Pro Vieh

„Mit diesem Vorschlag wird die Behandlung der Tiere zum Zeitpunkt der Schlachtung grundlegend verbessert“, freute sich EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou gestern ist Brüssel. Das sehen Tierschützer in Deutschland allerdings anders: Ihnen geht die Verordnung, die 2013 in Kraft treten soll, längst nicht weit genug.

„Kleinere Betriebe sind weiterhin von der Pflicht ausgenommen, Tierschutzbeauftragte anzustellen. Dabei sind dort die meisten Missstände zu beobachten – auch in Deutschland“, klagt Frigga Wirths vom Tierschutzbund. Der Verband Pro Vieh kritisiert zudem, dass viele der zugelassenen Betäubungsmethoden mangelhaft sind, weil sie den Tieren Qualen und Stress bereiten – doch an ihnen wollte die EU aus Rücksicht auf die Fleischindustrie nicht rütteln. Umstritten sind zum Beispiel die CO2-Betäubung von Schweinen, weil sie zu Atemnot und Keuchen vor dem Tod führen soll oder die Elektrobetäubung bei Hühnern: Die Vögel werden bei vollem Bewusstsein in die Schlachtbügel eingehängt.“

——————————————————————————

 

Kommentar:

„Einzelfälle“ sind das keine, das ist Horror und Sadismus, landesweit, weltweit. Die EU sorgte selbst dafür , dass arme Tiere unter entsetzlichen Schmerzen 2000-2013 zu jährlich millionenfach elendiglich sterben mussten.

Man ist, was man isst, und wenn man Tiere zu Tode quält, wird man zu dem, was man danach mit dem Fleisch isst. Gestresst, deprimiert, krank. Was nützt denn die Biohaltung, wenn das Tier dann am Ende doch wieder in einer Massenschlachterei elendig krepiert?

Außerdem – wie scheinheilig ist das denn? Gegen das Schächten sein (d.h. Hals aufschneiden und Tier verbluten zu lassen, bei Juden und Muslimen) aber die Tiere in den eigenen „ach  so humanen“ Schlachthöfen lebendig und vollbewusst kochen, enthäuten oder amputieren zu lassen?????

Und warum zum Teufel hagelt es nicht gegen jeden Mitarbeiter und gegen Schlachthöfe, wo Tiere bewusst so gequält werden, keine massiven Anzeigen wegen Tierquälerei???

 

Zitat

Klimawandel – wir stehen an der Kippe

 

Klimawandel – wir stehen an der Kippe

 

http://assets.panda.org/downloads/plugin_tp_final_report.pdf  (25.11.2009)

"Major Tipping Points in the Earth’s Climate System and Consequences for the Insurance Sector"

The Tipping Points Report was commissioned jointly by Allianz, a leading global financial service provider, and WWF, a leading global environmental NGO.

 Authors:

Prof. Tim Lenton, UEA/Tyndall Centre (Tipping points, science, outcomes and research focus)

E-Mail: T.Lenton@uea.ac.uk

Anthony Footitt, UEA/Tyndall Centre (consequence analyses and report production)

E-Mail:a.footitt@uea.ac.uk

Dr. Andrew Dlugolecki, Andlug Consulting (insurance implications and research focus)

E-Mail: landlug@btopenworld.com

 

Tyndall° Centre for Climate Change Research, University of East Anglia, Andlug Consulting

 

Published in November 2009 by WWF – World Wide Fund for Nature (formerly World Wildlife Fund), Gland, Switzerland and Allianz SE, Munich, Germany. Any reproduction in full or in part of this publication must mention the title and credit the above-mentioned publisher as the copyrightowner. ©Text (2009) WWF and Allianz SE. All rights reserved."

 

 

” The phrase ‘tipping point’ captures the intuitive notion that “a small change can make a big difference” for some systems (pp.iii)

 

Eigentlich ging man ursprünglich in den Berechnungen von einer  “nur 2° C”-Erwärmung aus, die man mittels Maßnahmen zu erreichen versuchte.  Nun sieht es leier so aus, als ob es Kipp-Punkte gäbe, die den Rest des Systems durch ein Zusammenfall von verschiedensten Faktoren massivst negativ bis 2050 beeinflussen würden, mit enormen Kosten und Folgen(p.iii):

 

Der Anstieg des Meeresspiegels global um 50 cm würde an den Küsten 136 Großstädte der Welt (darunter Guangzhou Guangdong, Miami, Kalkutta, Shanghai, New York, Bombay, Hongkong, Tokyo, New Orleans, Rotterdam, Amsterdam, Baltimore, Boston usw.) und die Flachgebiete treffen. Mit allen ökonomischen Folgen. Dazu kämen vermehrt stärkere Tornados (Tzunamis) und steigende Kosten für Versicherungen aller Art. Das allein würde mehrere 1000-Miliarden-Dollar-Verluste für die USA bedeuten… (pp. iii-iv, 32-37)

 

Die Änderung des indischen Monsun-Sommers und die Abschmelzung des Himalaya-Gletschers, der den gesamten Hindukusch, Tibet und den Indus mit Wasser speist, würden Ernten aus der Trockenheit heraus gefährden und Hungersnöte für die ganze Region auslösen (p.iv)

 

Die Abholzung des Regenwaldes kombiniert mit der Austrocknung des Amazonas (schon ab 1-2 ° C mehr) würden das gesamte Amazonasbecken verwüsten. Dazu kämen Buschfeuer, Rückgang der Landwirtschaft,  der Einnahmen, Ende der Stromgewinnung aus Wasserkraft, notwendige Änderungen der gesamten Infrastrukturen der Ortschaften, teure Versicherungen usw. (pp.iv-v)

 

Die Austrocknung des Südwestens von Nordamerika, des Südens von Europa, Nordafrika, das Ausbleiben des Monsuns in Westafrika, die Austrocknung  des Mittleren Ostens würde die Landwirtschaft, Viehwirtschaft, die Wasserversorgung treffen und zu Waldbränden führen. Menschen würden ihre Existenzgrundlage verlieren, die Staaten die Einnahmen. (pp. v-vi)

 

Arktik, Antartik, Grönland, Gletscher,  würden abschmelzen. Die Permafrostböden von Sibirien und Kanada würden auftauen, durch die fehlende Reflexion von Licht mehr Licht auf die Erde treffen.  Die tiefe Meeresströme, die Wärmeregulatoren darstellen, könnten sich durch die Abschmelzung ändern (El Niño, Golfstrom). Flora und Fauna am Land und im/ am Meer wären massiv betroffen, Arten würden aussterben. (pp. 8, 15-17) Durch die Abschwächung des Golfstroms und die dadurch prognostizierte stärkere Kälte im Norden würde die Dürre der Sahelzone gestoppt oder umgekehrt werden (in einen durch Monsun grünen Zustand wie vor 6000 Jahren). Die Regenzeiten in Mittel- und Südamerika würden beeinflusst werden. (pp. 20, 25)

 

Es sieht momentan so aus, als ob die Erwärmung im 21. Jhd. mehr ausmachen wird als 2 °C – vermutlich bis zu 3°C … Daher müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um wenigstens „nur“ 2° C Erwärmung zu erreichen! Der Anstieg auch nur um Zehntelgrade bedeutet immense Mehrschädigungen und Kosten. (pp vi-2)

 

—————————————————————————————————————————————

 

derStandard.at, Rubrik Wissenschaft, Natur,  25.11.2009:

http://derstandard.at/1256745435258/WWF-und-Allianz-listen-potenzielle-Tipping-Points-auf

 

„Erderwärmung stärker als erwartet

Experten: Temperaturanstieg um durchschnittlich sieben Grad droht – CO2-Reduktion sollte spätestens 2020 beginnen

(…) „Der Spielraum ist so gut wie ausgeschöpft" – auf diesen Nenner brachte der Innsbrucker Glaziologe Georg Kaser den vom Menschen verursachten Klimawandel. Zusammen mit 25 anderen Wissenschaftern, die wie er an früheren Berichten des Weltklimarates IPCC mitgearbeitet haben, fordert er von den Politikern bei der kommenden Klimakonferenz in Kopenhagen eine schnelle und deutliche Aktion: Um die Erderwärmung halbwegs im Zaum zu halten, müssen die globalen Emissionen in spätestens fünf bis zehn Jahren ihren Gipfel überschritten haben und dürfen anschließend nur mehr abnehmen.

Nur mit einer raschen Aktion kann das Ziel erreicht werden, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, so die Autoren in ihrer Studie, die sie in Anbetracht der kommenden Klimakonferenz "Copenhagen Diagnosis" genannt haben. Darin haben sie neue Beobachtungen und Erkenntnisse beschrieben, die im letzten Sachstandsbericht des IPCC aus dem Jahr 2007 noch nicht inkludiert waren. Diese Zwei-Grad-Grenze ist insofern wichtig, als die Klimaforscher davon ausgehen, dass eine darüber hinausgehende Erwärmung unbeherrschbare Probleme – Meeresanstieg, Überflutungen, Stürme – mit sich brächte. Das absolute Maximum an Treibhausgas-Emissionen sollte jedenfalls vor 2020 erreicht sein, erklärt Kaser. Und je später der Umstieg auf treibhausgasfreie, alternative Energien durchgeführt wird, desto schneller muss die Zurücknahme des Treibhausgasausstoßes danach stattfinden. Aufgrund der Höhe der Treibhausgas-Konzentration und der Langlebigkeit der Treibhausgase in der Atmosphäre müssen Kohlendioxid-Emissionen noch in diesem Jahrhundert fast auf null gesenkt werden  (…). Ohne deutliche Verminderung der Emissionen könnte die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um bis zu sieben Grad Celsius ansteigen. Dies wäre ein Szenario, das die schlimmsten Berechnungen des IPCC noch übertreffen würde. Seit dem Jahr 1900 wird eine Zunahme von einem Grad Celsius auf das Konto anthropogener, also menschlicher Gründe zurückgeführt.

 

Die Kernaussagen der Studie:

Sowohl der Grönländische als auch der Antarktische Eisschild verlieren zunehmend Masse und tragen damit zum Anstieg des Meeresspiegels bei.  (…)Durch den Schmelzwasserzufluss von Eisschilden und Gebirgsgletschern könnte der Pegel bis zum Jahr 2100 global um mehr als einen Meter bis maximal zwei Meter ansteigen.

Im Jahr 2008 wurden rund 40 Prozent mehr Kohlendioxid aus fossilen Quellen freigesetzt als im Jahr 1990. Selbst wenn die Emissionen nicht weiter zunehmen, würde schon innerhalb von 20 Jahren die Situation eintreten, dass das Zwei-Grad-Ziel nicht mehr eingehalten werden kann.

Keinen Zweifel gibt es für Kaser, dass die Erderwärmung vom Menschen verursacht ist. (…) (ruz/DER STANDARD, Printausgabe, 25.11.2009)"

 

[Anm.:  allgemein geht man davon aus, dass ein Klimawandelt über 4 ° C unumkehrbar ist und das Leben auf der gesamten Erde gefährdet ware.]

 ————————————————————————————————————————————————————-

Universität Innsbruck, i-Point, 25.11.2009:
 
"Forschung: Klimawandel rascher als erwartet

(…) Die großen Eisschilde der Erde verlieren zunehmend an Masse, das arktische Meereis schwindet deutlich schneller als noch kürzlich projiziert und der Meeresspiegel wird wahrscheinlich stärker ansteigen als bislang angenommen. Das geht aus einem neuen globalen Synthesebericht hervor, den einige der führenden Klimawissenschaftler der Welt verfasst haben. In dem „Copenhagen Diagnosis” genannten Bericht kommen 26 Wissenschaftler, die meisten davon Autoren früherer Berichte des Weltklimarates IPCC, zu dem Schluss, dass einige Aspekte des Klimawandels früher und stärker eintreten als noch vor wenigen Jahren vermutet. Der globale Temperaturanstieg folgt weiterhin den früheren Projektionen des IPCC aufgrund der wachsenden Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre. Ohne deutliche Verminderung der Emissionen könnte die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um bis zu sieben Grad Celsius ansteigen, berichten die Autoren. (…)

Prof. Georg Kaser vom Institut für Geografie präsentierte am Dienstag in Wien vor zahlreichen Medienvertretern die Ergebnisse des internationalen Berichts, der das Ergebnis einjähriger Zusammenarbeit ist. Darin sind neue Schlüsselergebnisse der Klimaforschung zusammengefasst, die noch nicht im vierten Sachstandsbericht des IPCC enthalten waren: So zeigen Satelliten- und direkte Messungen, dass sowohl der Grönländische als auch der Antarktische Eisschild zunehmend an Masse verlieren und zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen. Das arktische Meereis schwindet deutlich schneller als nach den Projektionen von Klimamodellen zu erwarten war. So war der Eisverlust in den Sommern der Jahre 2007 bis 2009 jeweils rund 40 Prozent größer als der Mittelwert der Simulationsrechnungen für den vierten Sachstandsbericht des IPCC von 2007. In den vergangenen 15 Jahren ist der Meeresspiegel um mehr als fünf Zentimeter angestiegen. Der Anstieg liegt damit rund 80 Prozent über den Projektionen aus dem dritten Sachstandsbericht des IPCC von 2001. Durch den Schmelzwasserzufluss von Eisschilden und Gebirgsgletschern könnte der Pegel bis zum Jahr 2100 global um mehr als einen Meter bis maximal zwei Meter ansteigen – deutlich stärker als nach den Projektionen des IPCC. In den nächsten Jahrhunderten muss mit einem weiteren Anstieg um mehrere Meter gerechnet werden. „Schon die Anpassung der Gletscher an das heutige Klima wird den Meeresspiegel voraussichtlich um 18 Zentimeter ansteigen lassen. Bei weiterer Erwärmung könnten sie bis zum Jahr 2100 mehr als einen halben Meter zum Anstieg beitragen“, betonte Georg Kaser, der als einziger österreichischer Lead-Autor am letzten Weltklimabericht mitgearbeitet hat. (…)

Die Wissenschaftler berichten außerdem, dass im Jahr 2008 rund 40 Prozent mehr Kohlendioxid aus fossilen Quellen freigesetzt wurde als im Jahr 1990. Selbst wenn die Emissionen nicht weiter zunähmen, wäre schon innerhalb von 20 Jahren das Emissionsbudget aufgebraucht, das der Welt noch zur Verfügung steht, wenn die globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius begrenzt werden soll. Aus dem Bericht geht hervor, dass die globalen Emissionen in spätestens fünf bis zehn Jahren ihren Gipfel überschritten haben und anschließend schnell abnehmen müssen, damit die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels vermieden werden können. Um das Klimasystem zu stabilisieren, müssen die Emissionen von Kohlendioxid und anderen langlebigen Treibhausgasen noch in diesem Jahrhundert fast auf Null gesenkt werden, berichten die Autoren. „Unser Spielraum für ‘erlaubte Emissionen’, die unsere Klimazukunft nicht zu stark gefährden, ist so gut wie ausgeschöpft. Innerhalb nur eines Jahrzehnts müssen die globalen Emissionen beginnen abzunehmen. Angesichts des schnellen Wirtschaftswachstums in einigen Nationen, brauchen wir dringend eine verbindliche Einigung, die sicherstellt, dass die großen Emittenten einmütig handeln“, sagt Matthew England, Direktor am Climate Change Research Centre der University of New South Wales in Australien, der Koordinator des neuen Klimaberichts."

 

————————————————————————————————————————————————————–

derStandard.at, Rubrik Wissenschaft, Natur,  23.11.2009:

http://derstandard.at/1256745435258/WWF-und-Allianz-listen-potenzielle-Tipping-Points-auf

 

"Heißes Klima bringt mehr Bürgerkriege

 

US-Forscher belegen erstmals anhand konkreter Zahlen: Im südlichen Afrika sind Bürgerkriege sehr viel wahrscheinlicher, wenn die Temperaturen höher sind als normal

Washington – Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird. Unter diesem Titel veröffentlichte der deutsche Sozialpsychologe Harald Welzer im Vorjahr ein vielbeachtetes Buch über dramatische Auswirkungen des Klimawandels. (…) Eine neue Studie US-amerikanischer Wissenschafter der Universitäten Berkeley, Stanford, Harvard und New York enttäuscht diese Hoffnung: Sie haben erstmals auf handfester Zahlengrundlage einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und dem wachsenden Risiko für Bürgerkriege hergestellt.

Diese führten bereits in den vergangenen Jahren zu humanitären Katastrophen riesigen Ausmaßes: So sind allein in der Demokratischen Republik Kongo während des Bürgerkriegs im vergangenen Jahrzehnt mindestens 5,4 Millionen Menschen durch Kämpfe, Hunger oder Seuchen gestorben.

In ihrer neuen Untersuchung kombinierten die Forscher erstmals historische Daten über Bürgerkriege im Afrika südlich der Sahara mit Temperaturaufzeichnungen und Niederschlagsstatistiken. Dabei zeigte sich, dass zwischen 1980 und 2002 Bürgerkriege in besonders heißen Jahren eindeutig häufiger waren. Konkret: Wenn die Durchschnittstemperatur um ein Grad Celsius über dem Normalwert lag, wuchs die Wahrscheinlichkeit [von Kriegen] um fast 50 Prozent.

Aufbauend auf diese Zusammenhänge sowie unter Zugrundelegung von 20 Klimaentwicklungsmodellen kamen die Wissenschafter um den Agrarökonomen Marshall Burke (Uni Berkely) zum Schluss, dass die Zahl der bewaffneten Konflikte angesichts des zu erwartenden Temperaturanstiegs bis zm Jahre 2030 in Afrika um rund 54 Prozent steigen könnte. Und das wiederum hätte bis zu 393.000 zusätzliche kIregstote zur Folge, so die Forscher im US-Magazin PNAS (…) (Klaus Taschwer/DER STANDARD, Printausgabe 24.11.2009)"

 

[Anm.: nicht nur der Kampf um Wasser und Lebensmittel würde ausbrechen, sondern auch eine riesige Völkerwanderung, d.h. Kampf um Land in noch ertragreichen und feuchten Regionen.]

 

Klimawandel – wir stehen an der Kippe

 

http://assets.panda.org/downloads/plugin_tp_final_report.pdf  (25.11.2009)

"Major Tipping Points in the Earth’s Climate System and Consequences for the Insurance Sector"

The Tipping Points Report was commissioned jointly by Allianz, a leading global financial service provider, and WWF, a leading global environmental NGO.

 Authors:

Prof. Tim Lenton, UEA/Tyndall Centre (Tipping points, science, outcomes and research focus)

E-Mail: T.Lenton@uea.ac.uk

Anthony Footitt, UEA/Tyndall Centre (consequence analyses and report production)

E-Mail:a.footitt@uea.ac.uk

Dr. Andrew Dlugolecki, Andlug Consulting (insurance implications and research focus)

E-Mail: landlug@btopenworld.com

 

Tyndall° Centre for Climate Change Research, University of East Anglia, Andlug Consulting

 

Published in November 2009 by WWF – World Wide Fund for Nature (formerly World Wildlife Fund), Gland, Switzerland and Allianz SE, Munich, Germany. Any reproduction in full or in part of this publication must mention the title and credit the above-mentioned publisher as the copyrightowner. ©Text (2009) WWF and Allianz SE. All rights reserved."

 

 

” The phrase ‘tipping point’ captures the intuitive notion that “a small change can make a big difference” for some systems (pp.iii)

 

Eigentlich ging man ursprünglich in den Berechnungen von einer  “nur 2° C”-Erwärmung aus, die man mittels Maßnahmen zu erreichen versuchte.  Nun sieht es leier so aus, als ob es Kipp-Punkte gäbe, die den Rest des Systems durch ein Zusammenfall von verschiedensten Faktoren massivst negativ bis 2050 beeinflussen würden, mit enormen Kosten und Folgen(p.iii):

 

Der Anstieg des Meeresspiegels global um 50 cm würde an den Küsten 136 Großstädte der Welt (darunter Guangzhou Guangdong, Miami, Kalkutta, Shanghai, New York, Bombay, Hongkong, Tokyo, New Orleans, Rotterdam, Amsterdam, Baltimore, Boston usw.) und die Flachgebiete treffen. Mit allen ökonomischen Folgen. Dazu kämen vermehrt stärkere Tornados (Tzunamis) und steigende Kosten für Versicherungen aller Art. Das allein würde mehrere 1000-Miliarden-Dollar-Verluste für die USA bedeuten… (pp. iii-iv, 32-37)

 

Die Änderung des indischen Monsun-Sommers und die Abschmelzung des Himalaya-Gletschers, der den gesamten Hindukusch, Tibet und den Indus mit Wasser speist, würden Ernten aus der Trockenheit heraus gefährden und Hungersnöte für die ganze Region auslösen (p.iv)

 

Die Abholzung des Regenwaldes kombiniert mit der Austrocknung des Amazonas (schon ab 1-2 ° C mehr) würden das gesamte Amazonasbecken verwüsten. Dazu kämen Buschfeuer, Rückgang der Landwirtschaft,  der Einnahmen, Ende der Stromgewinnung aus Wasserkraft, notwendige Änderungen der gesamten Infrastrukturen der Ortschaften, teure Versicherungen usw. (pp.iv-v)

 

Die Austrocknung des Südwestens von Nordamerika, des Südens von Europa, Nordafrika, das Ausbleiben des Monsuns in Westafrika, die Austrocknung  des Mittleren Ostens würde die Landwirtschaft, Viehwirtschaft, die Wasserversorgung treffen und zu Waldbränden führen. Menschen würden ihre Existenzgrundlage verlieren, die Staaten die Einnahmen. (pp. v-vi)

 

Arktik, Antartik, Grönland, Gletscher,  würden abschmelzen. Die Permafrostböden von Sibirien und Kanada würden auftauen, durch die fehlende Reflexion von Licht mehr Licht auf die Erde treffen.  Die tiefe Meeresströme, die Wärmeregulatoren darstellen, könnten sich durch die Abschmelzung ändern (El Niño, Golfstrom). Flora und Fauna am Land und im/ am Meer wären massiv betroffen, Arten würden aussterben. (pp. 8, 15-17) Durch die Abschwächung des Golfstroms und die dadurch prognostizierte stärkere Kälte im Norden würde die Dürre der Sahelzone gestoppt oder umgekehrt werden (in einen durch Monsun grünen Zustand wie vor 6000 Jahren). Die Regenzeiten in Mittel- und Südamerika würden beeinflusst werden. (pp. 20, 25)

 

Es sieht momentan so aus, als ob die Erwärmung im 21. Jhd. mehr ausmachen wird als 2 °C – vermutlich bis zu 3°C … Daher müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um wenigstens „nur“ 2° C Erwärmung zu erreichen! Der Anstieg auch nur um Zehntelgrade bedeutet immense Mehrschädigungen und Kosten. (pp vi-2)

 

—————————————————————————————————————————————

 

derStandard.at, Rubrik Wissenschaft, Natur,  25.11.2009:

http://derstandard.at/1256745435258/WWF-und-Allianz-listen-potenzielle-Tipping-Points-auf

 

„Erderwärmung stärker als erwartet

Experten: Temperaturanstieg um durchschnittlich sieben Grad droht – CO2-Reduktion sollte spätestens 2020 beginnen

(…) „Der Spielraum ist so gut wie ausgeschöpft" – auf diesen Nenner brachte der Innsbrucker Glaziologe Georg Kaser den vom Menschen verursachten Klimawandel. Zusammen mit 25 anderen Wissenschaftern, die wie er an früheren Berichten des Weltklimarates IPCC mitgearbeitet haben, fordert er von den Politikern bei der kommenden Klimakonferenz in Kopenhagen eine schnelle und deutliche Aktion: Um die Erderwärmung halbwegs im Zaum zu halten, müssen die globalen Emissionen in spätestens fünf bis zehn Jahren ihren Gipfel überschritten haben und dürfen anschließend nur mehr abnehmen.

Nur mit einer raschen Aktion kann das Ziel erreicht werden, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, so die Autoren in ihrer Studie, die sie in Anbetracht der kommenden Klimakonferenz "Copenhagen Diagnosis" genannt haben. Darin haben sie neue Beobachtungen und Erkenntnisse beschrieben, die im letzten Sachstandsbericht des IPCC aus dem Jahr 2007 noch nicht inkludiert waren. Diese Zwei-Grad-Grenze ist insofern wichtig, als die Klimaforscher davon ausgehen, dass eine darüber hinausgehende Erwärmung unbeherrschbare Probleme – Meeresanstieg, Überflutungen, Stürme – mit sich brächte. Das absolute Maximum an Treibhausgas-Emissionen sollte jedenfalls vor 2020 erreicht sein, erklärt Kaser. Und je später der Umstieg auf treibhausgasfreie, alternative Energien durchgeführt wird, desto schneller muss die Zurücknahme des Treibhausgasausstoßes danach stattfinden. Aufgrund der Höhe der Treibhausgas-Konzentration und der Langlebigkeit der Treibhausgase in der Atmosphäre müssen Kohlendioxid-Emissionen noch in diesem Jahrhundert fast auf null gesenkt werden  (…). Ohne deutliche Verminderung der Emissionen könnte die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um bis zu sieben Grad Celsius ansteigen. Dies wäre ein Szenario, das die schlimmsten Berechnungen des IPCC noch übertreffen würde. Seit dem Jahr 1900 wird eine Zunahme von einem Grad Celsius auf das Konto anthropogener, also menschlicher Gründe zurückgeführt.

 

Die Kernaussagen der Studie:

Sowohl der Grönländische als auch der Antarktische Eisschild verlieren zunehmend Masse und tragen damit zum Anstieg des Meeresspiegels bei.  (…)Durch den Schmelzwasserzufluss von Eisschilden und Gebirgsgletschern könnte der Pegel bis zum Jahr 2100 global um mehr als einen Meter bis maximal zwei Meter ansteigen.

Im Jahr 2008 wurden rund 40 Prozent mehr Kohlendioxid aus fossilen Quellen freigesetzt als im Jahr 1990. Selbst wenn die Emissionen nicht weiter zunehmen, würde schon innerhalb von 20 Jahren die Situation eintreten, dass das Zwei-Grad-Ziel nicht mehr eingehalten werden kann.

Keinen Zweifel gibt es für Kaser, dass die Erderwärmung vom Menschen verursacht ist. (…) (ruz/DER STANDARD, Printausgabe, 25.11.2009)"

 

[Anm.:  allgemein geht man davon aus, dass ein Klimawandelt über 4 ° C unumkehrbar ist und das Leben auf der gesamten Erde gefährdet ware.]

 ————————————————————————————————————————————————————-

Universität Innsbruck, i-Point, 25.11.2009:
 
"Forschung: Klimawandel rascher als erwartet

(…) Die großen Eisschilde der Erde verlieren zunehmend an Masse, das arktische Meereis schwindet deutlich schneller als noch kürzlich projiziert und der Meeresspiegel wird wahrscheinlich stärker ansteigen als bislang angenommen. Das geht aus einem neuen globalen Synthesebericht hervor, den einige der führenden Klimawissenschaftler der Welt verfasst haben. In dem „Copenhagen Diagnosis” genannten Bericht kommen 26 Wissenschaftler, die meisten davon Autoren früherer Berichte des Weltklimarates IPCC, zu dem Schluss, dass einige Aspekte des Klimawandels früher und stärker eintreten als noch vor wenigen Jahren vermutet. Der globale Temperaturanstieg folgt weiterhin den früheren Projektionen des IPCC aufgrund der wachsenden Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre. Ohne deutliche Verminderung der Emissionen könnte die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um bis zu sieben Grad Celsius ansteigen, berichten die Autoren. (…)

Prof. Georg Kaser vom Institut für Geografie präsentierte am Dienstag in Wien vor zahlreichen Medienvertretern die Ergebnisse des internationalen Berichts, der das Ergebnis einjähriger Zusammenarbeit ist. Darin sind neue Schlüsselergebnisse der Klimaforschung zusammengefasst, die noch nicht im vierten Sachstandsbericht des IPCC enthalten waren: So zeigen Satelliten- und direkte Messungen, dass sowohl der Grönländische als auch der Antarktische Eisschild zunehmend an Masse verlieren und zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen. Das arktische Meereis schwindet deutlich schneller als nach den Projektionen von Klimamodellen zu erwarten war. So war der Eisverlust in den Sommern der Jahre 2007 bis 2009 jeweils rund 40 Prozent größer als der Mittelwert der Simulationsrechnungen für den vierten Sachstandsbericht des IPCC von 2007. In den vergangenen 15 Jahren ist der Meeresspiegel um mehr als fünf Zentimeter angestiegen. Der Anstieg liegt damit rund 80 Prozent über den Projektionen aus dem dritten Sachstandsbericht des IPCC von 2001. Durch den Schmelzwasserzufluss von Eisschilden und Gebirgsgletschern könnte der Pegel bis zum Jahr 2100 global um mehr als einen Meter bis maximal zwei Meter ansteigen – deutlich stärker als nach den Projektionen des IPCC. In den nächsten Jahrhunderten muss mit einem weiteren Anstieg um mehrere Meter gerechnet werden. „Schon die Anpassung der Gletscher an das heutige Klima wird den Meeresspiegel voraussichtlich um 18 Zentimeter ansteigen lassen. Bei weiterer Erwärmung könnten sie bis zum Jahr 2100 mehr als einen halben Meter zum Anstieg beitragen“, betonte Georg Kaser, der als einziger österreichischer Lead-Autor am letzten Weltklimabericht mitgearbeitet hat. (…)

Die Wissenschaftler berichten außerdem, dass im Jahr 2008 rund 40 Prozent mehr Kohlendioxid aus fossilen Quellen freigesetzt wurde als im Jahr 1990. Selbst wenn die Emissionen nicht weiter zunähmen, wäre schon innerhalb von 20 Jahren das Emissionsbudget aufgebraucht, das der Welt noch zur Verfügung steht, wenn die globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius begrenzt werden soll. Aus dem Bericht geht hervor, dass die globalen Emissionen in spätestens fünf bis zehn Jahren ihren Gipfel überschritten haben und anschließend schnell abnehmen müssen, damit die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels vermieden werden können. Um das Klimasystem zu stabilisieren, müssen die Emissionen von Kohlendioxid und anderen langlebigen Treibhausgasen noch in diesem Jahrhundert fast auf Null gesenkt werden, berichten die Autoren. „Unser Spielraum für ‘erlaubte Emissionen’, die unsere Klimazukunft nicht zu stark gefährden, ist so gut wie ausgeschöpft. Innerhalb nur eines Jahrzehnts müssen die globalen Emissionen beginnen abzunehmen. Angesichts des schnellen Wirtschaftswachstums in einigen Nationen, brauchen wir dringend eine verbindliche Einigung, die sicherstellt, dass die großen Emittenten einmütig handeln“, sagt Matthew England, Direktor am Climate Change Research Centre der University of New South Wales in Australien, der Koordinator des neuen Klimaberichts."

 

————————————————————————————————————————————————————–

derStandard.at, Rubrik Wissenschaft, Natur,  23.11.2009:

http://derstandard.at/1256745435258/WWF-und-Allianz-listen-potenzielle-Tipping-Points-auf

 

"Heißes Klima bringt mehr Bürgerkriege

 

US-Forscher belegen erstmals anhand konkreter Zahlen: Im südlichen Afrika sind Bürgerkriege sehr viel wahrscheinlicher, wenn die Temperaturen höher sind als normal

Washington – Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird. Unter diesem Titel veröffentlichte der deutsche Sozialpsychologe Harald Welzer im Vorjahr ein vielbeachtetes Buch über dramatische Auswirkungen des Klimawandels. (…) Eine neue Studie US-amerikanischer Wissenschafter der Universitäten Berkeley, Stanford, Harvard und New York enttäuscht diese Hoffnung: Sie haben erstmals auf handfester Zahlengrundlage einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und dem wachsenden Risiko für Bürgerkriege hergestellt.

Diese führten bereits in den vergangenen Jahren zu humanitären Katastrophen riesigen Ausmaßes: So sind allein in der Demokratischen Republik Kongo während des Bürgerkriegs im vergangenen Jahrzehnt mindestens 5,4 Millionen Menschen durch Kämpfe, Hunger oder Seuchen gestorben.

In ihrer neuen Untersuchung kombinierten die Forscher erstmals historische Daten über Bürgerkriege im Afrika südlich der Sahara mit Temperaturaufzeichnungen und Niederschlagsstatistiken. Dabei zeigte sich, dass zwischen 1980 und 2002 Bürgerkriege in besonders heißen Jahren eindeutig häufiger waren. Konkret: Wenn die Durchschnittstemperatur um ein Grad Celsius über dem Normalwert lag, wuchs die Wahrscheinlichkeit [von Kriegen] um fast 50 Prozent.

Aufbauend auf diese Zusammenhänge sowie unter Zugrundelegung von 20 Klimaentwicklungsmodellen kamen die Wissenschafter um den Agrarökonomen Marshall Burke (Uni Berkely) zum Schluss, dass die Zahl der bewaffneten Konflikte angesichts des zu erwartenden Temperaturanstiegs bis zm Jahre 2030 in Afrika um rund 54 Prozent steigen könnte. Und das wiederum hätte bis zu 393.000 zusätzliche kIregstote zur Folge, so die Forscher im US-Magazin PNAS (…) (Klaus Taschwer/DER STANDARD, Printausgabe 24.11.2009)"

 

[Anm.: nicht nur der Kampf um Wasser und Lebensmittel würde ausbrechen, sondern auch eine riesige Völkerwanderung, d.h. Kampf um Land in noch ertragreichen und feuchten Regionen.]

 

——————————————————-

Nachtrag, nach den Schlussberichten in den Medien am Wochenende, verfasst 21.12.2009:

Der Gipfel von Kopenhagen hat es wieder gezeigt: Menschen, vor allem Männer, sind mehrheitlich nicht imstande langfristige Folgen zu begreifen. Da hockten sie, die diversen Obermachos, und kapierten nicht mal die gravierenden Folgen für die eigenen Länder. Denn es trifft nicht nur die "Dritte Welt" und die Milliarden Menschen dort oder da, die sterben werden. Chinesen kamen unvorbereitet zum Schwafeln, Obama wurde von den Republikanern so unter Druck gesetzt nur ja kein Abkommen zu unterzeichnen, dass es ein Mini-Mini-Konsenz wurde, Medwedjew (die Russen wollten immerhin 20-25% Treibhausgase einsparen – auch wenn sie es vielleicht nicht geschafft hätten) reiste wütend vorzeitig ab, weil keiner vorbereitet und Willens war. Saudiarabien schickte statt einen Umweltvertreter den Erdölminister, der wollte für eine Zustimmung dann Zusagen für Zahlungen von Geld wegen Verluste im Erdölabsatz…

3 Seiten Papier kamen raus, weniger als bei Kyoto. Nur die Hoffnung, dass die großen Staaten (ohne die anderen) in einem Jahr weiterverhandeln werden.

Die 2 Grad Erwärmung bis 2025, die ohnehin schon Horrorszenarios bewirken werden, können nicht mehr eingehalten werden, weil keine sofortigen Maßnahmen erfolgen, man schätzt 3,5-4 Grad Celsius mehr (Jahresmittel), d.h. jede 2. Tierart würde aussterben. Die großen Flüsse werden weltweit (wegen Verschwinden der Gletscher, zuwenig Regen) verschwinden – auch in den Alpen, das Land wird verdorren, der Golfstrom kippen. Bei 7 Grad mehr stirbt und verdorrt die Erde. Ist ähnlich dem Fieber, wenige Grade mehr entscheiden über Leben oder Tod.

Und diese hirnlosen Affenschwänze möchten um ihre heutigen Machtbereiche und Finanzen palavern: ist wichtiger.
Seit den 60igern warnt der Club of Rome, aber es ist wie auf der Osterinsel, die Zuständigen sind einfach gewissenlos, gleichgültig, gierig und doof. Bis eben alle auf der Insel tot sind, keine Lebensmittel mehr haben, weil alle Bäume gefällt sind und die Saaten sind weg.

 
 
Delfinabschlachten in Japan und Belieferung von Delfinarien
 
Aus: ZDF.Umwelt, ab 13.20 Uhr, 18.10.2009 (Zusammenfassung in: http://www.tvinfo.de/sendung/94870717_zdfumwelt)
 
"Die Bucht: Delfindrama in Japan
Als Trainer von Flipper wurde er in den 1960er Jahren bekannt, doch dann wechselte Richard O’Barry die Seiten. Weltweite Aufmerksamkeit erregt der Delfinschützer zur Zeit mit dem Film ‚Die Bucht‘ – einem Ökothriller, der schonungslos das qualvolle Sterben tausender Delfine in der Lagune vor dem japanischen Taiji dokumentiert.
Die meisten werden für den Verzehr geschlachtet, nur die Schönsten werden an Delfinarien verkauft. Wir sprechen mit Richard O’Barry über seine Hoffnungen und Ziele, die er mit dem Film verbindet.
Millionengeschäft Delfhinhandel
Delfine einmal in echt zu sehen ist für viele ein ganz besonderes Erlebnis. Was die meisten dabei nicht wissen: Der hochdotierte Verkauf von wild gefangenen Delfinen macht die traditionelle Treibjagd in Japan erst richtig lukrativ. Für den Laien sind die Zusammenhänge im Millionengeschäft Delfinhandel nur schwer zu durchschauen. Gemeinsam mit dem Tierschützer und Journalist Hans-Peter Roth bringen wir Licht in trübe Gewässer.

Ein Blick in die Delfinarien
Seit der Fernsehserie Flipper sind Delfinshows ein wahrer Publikumsmagnet. Weltweit gibt es 150 Delfinarien. Doch Tierschützer prangern immer wieder an, dass die bewegungsfreudigen Tiere in Gefangenschaft leiden. England hat mittlerweile alle Delfinarien geschlossen, in der Türkei entstehen dagegen derzeit mehrere neue. Woher stammen die Tiere, wie leben sie unter menschlicher Obhut und wie nachhaltig ist die Nachzucht? Worin liegt der Unterschied zwischen ’seriösen‘ Zoos und kommerziellen Tiershows – und gibt es diesen Unterschied für Tierschützer überhaupt?"
 
…………………………………………………………………………………..
 
In diesem Beitrag ging es um Delfine: In Delfinarien werden Delfine in viel zu kleinen Becken gehalten und Kunststücke vollführen sie NUR aus großem Hunger. Sie lächeln auch nicht, oder machen gerne Kunststücke, nur weil es so aussieht. Über Spanien werden illegale Importe für Delfinarien, z.B. aus Japan, abgewickelt. Während in den meisten EU-Staaten Delfinarien entweder verboten sind (GB) oder zumindest große Becken und nur eigene Zucht vorschreiben, gilt das EU-Recht noch immer nicht überall bzw. Staaten wie Türkei bauen fleißig neue. In Gefangenschaft bekommen sie Magengeschwüre, sterben aus tiefster Depression oder werdem zugeknallt mit Medikamente. Delfine sind äußerst intelligent und gesellig – sie benötigen IHREN großen Familienverband.
 
Gefangen werden die Delfine für die Delfinarien aus Wildbeständen im Meer – besonders unrühmlich gehen die Japaner vor. In der Bucht von Taiji – die Dokumentation "Die Bucht" kommt demnächst heraus – treiben die Fischer (die Delfine einfach zu den Fischen zählen) mit Lärm und Netzen die Delfine zusammen ins seichte Wasser am Ufer und schlachten sie mit Äxten und Haken ab, was einem enormen Blutrausch nach einem Aggressionsstau gleichkommt, und sie tun das äußerst brutal.  Für sie ist das "Schädlingsbekämpfung", da die Delfine als Schädlinge gelten, die ihnen die Fische "stehlen", d.h. Profit. Das – mit vor allem Quecksilber – schwerkontaminierte Fleisch wird in Japan als "Walfleisch" verkauft, obwohl hoch gesundheitsgefährdend (und daher in Japan eigentlich verboten). Die schönsten (und traumatisierten) "Exemplare" der Treibjagd werden in Delfinarien verkauft. Es gibt Staaten, die betrachten solche Delfine, wenn sie sterben, als Sondermüll wegen dem hohen Quecksilbergehalt. In der Bucht sieht man jedenfalls nach so einem Abschlachten von 2000 Tier das gesamte Meerwasser blutrot. Das Drehen mit versteckten Kameras war für das Filmteam ebenfalls gefährlich, die aggressiven Fischer duldeten keine fremden Zeugen für ihr Treiben.
Ob die Dokumentation bei Japanern, Spaniern ua. Feinden des Natur- und Tierschutzes sonderlich beeindruckt, oder die Tierschützer selbst weltweit davon abbringt, deren Waren zu kaufen, ist fraglich. Es ist einfach eine Schande, was Menschem mit dem Planteten aufführen.
 
 
 
Giftige Quecksilberverbindungen
 
Das Thema mit den quecksilberverseuchten Fischen an den Küsten von Japan wurde hier schon mal behandelt, siehe Quecksilber-versuchte Katzen von Minamata: http://buntegartenlaubeno7.spaces.live.com/blog/cns!656F1EEF7FFB1856!532.entry
 
Quecksilberverbindungen verseuchen als Biozid gebeiztes Saatgut, körnerfressende Vögel sterben! Fische der Ostsee verseucht: http://www.phthiraptera.org/Publications/46244.pdf
 
Aus:  http://www.amazon.de/review/R27POURF1ILLA9: "Quecksilbernatriummethyl-Thiosalizilat (Thiomersal) ist eine organische Quecksilberverbindung die zu 49,6 Prozent aus Ethylquecksilber besteht. Quecksilber ist das giftigste nicht-radioaktive Elemente, das die Menschheit kennt; nachzulesen auf Seite 83. Aber wozu wird diese fast unaussprechliche und dabei hochgradig giftige organische Verbindung denn nun überhaupt gebraucht? Man verwendet diese organische Verbindung als Konservierungsmittel in Impfstoffen. Folgerichtig lesen wir dann auch weiter auf Seite 90: "Eine versehentliche (Selbst-) Injektion selbst geringer Mengen dieses Impfstoffes kann starke Schwellungen verursachen, die u. U. zu ischämischen Nekrosen oder sogar zum Verlust eines Fingers führen können." (Nekrose = Gewebetod unbestimmter Flächen- und Tiefenausdehnung). Nun kann einer Katze eine solche Impfmixtur aber dennoch bedenkenlos injiziert werden? Oder vielleicht doch nicht? Nein,…." [Und nicht nur nicht Katzen!] – Kommentar zum Buch "Katzen impfen mit Verstand" von Monika Peichl, Verlag Höpfinger 2007.
 
Neurotoxine wie Quecksilber schwächen das Immunsystem und die Zellatmung und blockieren die Ausscheidung von Giftstoffen und anderen Schwermetallen, zudem konzentriert sich Quecksilber im Darm, in den Nieren, im Zentralnervensystem und im Gehirngewebe. Die Folgen sind Mineralmangel (Kalium, Natrium, Calzium!), Müdigkeit, Lähmungen, Zittern, Gedächtnisschwund, Nerven- und Gehirnschädigungen: http://animal-touch.ch/blog/?p=293 , http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753824_1178699572768.htm Leider finden sich hohe Quecksilberkonzentrationen in Tierfutter, Raubfischen, Robben, Delfinen und Vögel, die Körner fressen (gebeiztes Saatgut…)
 
"Große Raubfischarten wie Lachs, Tunfisch, Marlin und Schwertfisch enthalten oft Konzentrationen an persistenten organischen Schadstoffen (POPs) v.a. Polychlorierte Biphenyle (PCB) und Dioxine, sowie Schwermetalle wie Quecksilber !
Fisch kann neben Schwermetallen, wie Quecksilber auch Pflanzenschutzmittel oder Dioxine enthalten.
Alle diese Gifte sind im Körper nur sehr schwer abbaubar und reichern sich jahrelang im Körper an, wie das seit vielen Jahren bei uns verbotene DDT.Tributylzinn (TBT wird als Schutzanstrich für Schiffsrümpfe verwendet)wird inzwischen in fast allen Speisefischen gefunden!
Babys und Kinder reagieren besonders empfindlich auf diese giftigen Substanzen. Wir sind der Meinung, auch unsere Katzen und Hunde reagieren sehr empfindlich auf diese schädlichen Substanzen!"
http://www.auenland-konzept.de/html/fur_katzen_.html 
 
Hoher Elektrosmog und hochgefährliche Quecksilberdämpfe in Energiesparlampen, die eigentlich Leuchtstoffröhren sind: http://www.wahrheitssuche.org/energiesparlampen.html , http://www.focus.de/gesundheit/gesundheits-news/energiesparlampen-mediziner-warnen-vor-gefahren_aid_429327.html.
"Energiesparlampen brennen im Gegensatz zur herkömmlichen Birne zwar viele hundert Stunden – doch irgendwann geben auch sie einmal ihren Geist auf. Und dann fragt sich: Wohin damit? Auf jeden Fall nicht in die Mülltonne. Denn Energiesparlampen enthalten Quecksilber, wie auch vom Fieberthermometer bekannt ist. In der Lampe ist es gasförmig, im Thermometer ist flüssiges Quecksilber. Deshalb ist die Mülltonne ein Tabu. Denn alles, was in der Restmülltonne landet, wird verbrannt. Quecksilber ist ein starkes Umweltgift, das schon in geringsten Konzentrationen Nerven und Hirn schädigen kann. Da es nicht in der Müllverbrennungsanlage durch den Schornstein in die Umwelt gepustet werden kann, muss es herausgefiltert und gebunden werden in Kohle oder andern festen Stoffen. Und die wiederum werden in unterirdischen Lagern entsorgt. Dort liegt dann die Schlacke hunderte, wenn nicht tausende Jahre. Aus ökologischen Gründen ein Wahnsinn." http://www.hr-online.de/website/rubriken/ratgeber/index.jsp?rubrik=3624&key=standard_document_37642564