Liebe Freunde und Leser!

Ich möchte zuerst hier darauf hinweisen, dass seit 1970 offenbar 30% aller Arten ausgestorben sind. Trotzdem leben die Menschen so, als hätten sie eine zweite Erde im Rucksack, genauer gesagt: fast allen Menschen ist aktiver Umweltschutz so unendlich egal… Wie im Remake-Film „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ (2008) möchte man meinen, der einzige Weg das Leben auf der Erde zu retten läge im Verschwinden es Menschen. Gerade heute musste ich wieder lesen, dass Exxon schon wieder eine Naturkatastrophe verursacht hat: Öl aus einer kaputten Pipeline strömte direkt in den Fluss, der durch das Naturreservat des Yellwostone-Parks fließt… (http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE76300M20110704).
Natürlich dürfen die darauf hoffen, dass sie selbstredend kaum zur Verantwortung gezogen werden, sondern bestenfalls die Steuerzahler, die vielleicht aufräumen dürfen… (http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/us-gericht_verurteilt_exxon_zu_milliarden-zahlung_1.11141199.html).
Gleichzeitig durfte ich heute lesen, dass Exxon heute von allem Unternehmen am meisten wert sei: 400 Mrd. Dollar (http://kurier.at/wirtschaft/w_unternehmen/3919729.php).

Ja, wie hieß es so schön im Horror-Film Phantoms (1998) in Anspielung an die Macht des Erdöls: „Die Ermittler stellen fest, dass die Stadt von einem uralten, auf Erdöl basierenden, fremdartigen Wesen angegriffen wurde, das bereits in der Vergangenheit ähnliche Angriffe tätigte (…) [so] wird dieses Wesen als „Der Alte Feind“ bezeichnet.“ Ein Jammer, dass die Story (1983) nicht gut verfilmt worden ist, denn hier wird das Erdöl quasi lebendig, verwandelt sich unsichtbar als Macht mal in den einen oder anderen Menschen, verspricht, lockt und korrumpiert, aber will eigentlich alle versklaven und letztlich umbringen: im Grunde ist es der Teufel.

Die Industrialisierung mit Kohle und Erdöl und Dinge wie das Auto, nicht zu vergessen die Petrochemie und die Plastikerzeugung führten zu einer beispiellosen Umweltverschmutzung. Heute treiben Plastik-Müll-Inseln so groß wie Deutschland im Atlantik und Pazifik und Fische wie Vögel, die das Zeug zu Millionen ahnungslos fressen, verenden daran. Staaten wie Frankreich oder Japan (vermutlich auch Italien oder Griechenland) und.. und… und… kippen hochgiftigen Müll einfach ins Meer bzw. versenken den Müll auf den Meeresgrund, dazu gehören auch hochgiftige Fässer mit Atommüll, auch Plutonium. Plutonium ist nicht nur ein hochgiftiges Schwermetall, wenige Mikrogramm die als Staub in den Körper gelangen (durch Atmung oder Nahrung) reichen aus um Krebs wuchern zu lassen. Zerfallendes Plastik oder Gifte reichern sich vor allen in Raubfischen oder in Walen an und machen sie krank. Nationen wie Japan entblöden sich nicht, für Sushi auch die letzten blauen Thuna (ein Raubfisch) aus dem Mittelmeer mit einfallenden Fischereiflotten zu fischen (eigentlich: zu räubern), besonders auch trächtige Weibchen (gelten als besondere Leckerbissen). Diverse Walarten – sofern sie nicht abgeschlachtet werden – dazu gehört sogar der Orca – verhungern in der Folge aus Nahrungsmangel, oder werden durch rücksichtslose riesige Containerschiffe schwer verletzt, und sterben langsam aus.

Und dann – jeder muss Fleisch essen, unbedingt. Daher müssen die letzten Wälder gerodet werden, von Indonesien, Thailand, Amazonas bis Afghanistan und Pakistan oder der afrikanische Dschungel. Um entweder Ölsaaaten anzubauen für Biosprit (statt Lebensmittel – trotz Hungersnöte auf der ganzen Welt) oder um Kühe zu halten, die man statt mit Gras mit Soja und Getreide füttert, so dass sie das Zeug nicht verdauen können und ganze Methanwolken auspupsen. Nebenbei taut durch die Erderwärmung auch der alte Permafrostboden auf, und auch aus den Schlammschichten auf dem Meeresböden der Tiefsee löst sich durch die Wärme und durch den CO²-Gehalt im Wasser immer mehr Methan. Methan führt zu noch mehr Erderwärmung!

Würden die Menschen weniger Fleisch essen, Auto fahren oder Plastik verwenden, wäre schon ein wichtiger Beitrag zur Rettung der Umwelt getan. Und natürlich sollte man den ganzen entstandenen Dreck auch wieder aufräumen, denn es geht nicht an, dass der Mensch den Müll einfach irgendwo in die Landschaft stellt, bläst oder schüttet, und die Folgekosten einfach nicht berechnet. Nach mir die Sintflut. – Das ist infantil!

Hier noch der traurige Artikel, der ein Resumee zieht zum derzeitigen Zustand der Meere und unserer selbstverursachten Apokalypse:

Das stille Sterben der Ozeane, von Oliver Tanzer. In: Die Furche (online), 29.6.2011: http://www.furche.at/system/showthread.php?s=07fc15085fa5bf965b7d9d61330fbd75&t=15275

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