Das Wichtigste, was man zu Bewusstseins- oder Astralprojektion und OBE sagen kann:

Man ist immer dort, wo das Bewusstsein ist.

Wir haben einen Körper und eine Seele. Wir haben zwei Bewusstseinsarten, ein körperliches (mit Gedächtnis) und ein seelisches (meist genannt „Unterbewusstsein“). Gewöhnlich arbeiten beide Bewusstseine zusammen (meist definiert als „Geist“), wobei eines immer dominiert und das andere passiv im Hintergrund bleibt. Da wir normalerweise im Wachzustand mehr oder weniger unser Tages- bzw. Körperbewusstsein dominieren lassen, vor allem das Großhirn, bezeichnen wir alles was uns gerade rational nicht bewusst ist als „unterbewusst“, was nicht unbedingt gleichzusetzen ist mit „seelisch“, weil auch körperliche Vorgänge und Gedanken unterbewusst ablaufen können. Wir haben somit ein Sprachwirrwarr mit unscharfen, fließenden Grenzen. So wird auch alles „Seelische“ gerne als unterbewusst (aber körperlich) definiert, vor allem in der Wissenschaft.

Wenn ich hier nun von „seelisch“ spreche, meine ich vor allem die Energien (Lebensenergien, Astralkörper, psychischer Körper) und den seelischen Geist (göttlicher Geist, Spiritus, Gottesfunken…) im Gegensatz zum Körper mit seinen Lebensenergien, Gehirn (Großhirn), Rationalität, Wachzustand. Beide sind bei einem lebenden Menschen miteinander verknüpft, und selbst wenn sie sich bei Astralreisen (Out of Body-Experience, OBE) „trennen“, bleiben sie energetisch-aurisch miteinander verbunden, das ist die sogenannte „Silberschnur“, die eigentlich eine Energiespur ist. Erst beim Tode wird diese Verbindung allmählich, in Stufen, gelöst.

Auf der körperlichen und psychisch-astralen Seite sind die Verbindungsstellen vor allem das Zentrale und Sympathische Nervensystem, das Limbische System, der Hippocampus mit dem Hypothalamus und der Amygdala – also dort, wo Schlaf und unbewusste Funktionen gesteuert werden.* Die psychischen Verbindungsstellen in deren Nähe werden gerne als Chakren bezeichnet.

Der psychische Körper löst sich gerne etwas aus dem Körper, vor allem wenn das Wachbewusstsein eingeschlafen ist und das seelische Bewusstsein dominiert. Er kann dadurch besser Energien aufnehmen und sich auf feinstoffliche Ebenen bewegen, während ihn sonst der Körper immer behindert und schwingungsmäßig „niederzieht“. Am Morgen erinnern wir uns NICHT, weil die (unterbewussten) Informationen nicht an das Großhirn und das Wachbewusstsein weitergegeben werden. Wenn man mit speziellen Geräten OBE’s zu messen versucht, d.h. z.B. mit Gehirnstrommessungen o.ä., zeigt es sich äußerlich so als würde die Versuchsperson nur träumen, weil der Hypothalamus aktiviert ist. (siehe*) Soweit könnte man nun alles als Einbildung und Traum abtun – ja wenn sich dabei nicht der eine oder andere an Details erinnern würde, die er als Erinnerung gar nicht haben dürfte. (Das betrifft nicht nur OBE’s, sondern auch hellsichtige Visionen und auch „Belehrungen“ die er als psychischer Körper irgendwo erhalten hat, während der Körper schlief.)

Diese Erinnerungen im Wachbewusstsein können nur dort entstehen, wo der Mensch tief entspannt ist (Alpha-Wellen, Theta- und Deltawellen) und gleichzeitig eine Spur wach ist, also beide Bewusstsein in einer Art „Grenzlinienzustand“ ohne eindeutige Dominanzen sich befinden und interagieren. Das ist im Halbschlaf, in einem Traumzustand (Leichtschlaf) wo er im Traum aufwacht, oder in tiefer Meditation oder zumindest Entspannungszustand der Fall. Je mehr nun das eine oder andere Bewusstsein dominiert, desto mehr oder weniger vage bleibt der Eindruck von der Umgebung bei einem OBE, und desto mehr oder weniger schnell wird der „Traum“, die „Vision“ oder der Gedanke auch wieder vergessen. Ich muss hier sicher nicht darauf hinweisen, wie schwierig es ist, bewusst in den Grenzlinienzustand zu gehen, vor allem für Üngeübte, oder wie schwer es ist, mitten im Traum aufzuwachen (Klartraum, luzider Traum, siehe Wikipedia). Es kommt ja oft vor, dass Menschen OBE bewusster beim Einschlafen oder Aufwachen erleben oder eben mitten drin aufwachen (d.h. das körperliche Bewusstsein schaltet sich leise hinzu). Kränkliche Personen scheinen bereits ein gelockertes Band zu haben und es kommt bei ihnen offenbar leichter zu einem OBE, aber als „gut und empfehlenswert“ werte ich das ja nicht gerade.

Es ist wichtig, als gesunder Mensch sich in Meditation so zu üben, dass man sowohl diese Schwingungszustände als auch den Grenzlinienzustand erreichen kann und bewusst das seelische Bewusstsein dominieren lassen kann (z.B. genannt Trancezustand). Wenn man in seinem psychischen Körper aktiv wird (weil der physische Körper schläft) empfindet man außer einem Gefühl von Größe und Weite und einer stärkeren Klarheit sich mit seinem seelischen Bewusstsein nicht als „fremde Person“, sondern noch immer als eigenes Ich – man denkt nicht darüber nach, dass der physische Körper schläft (und beachtet ihn meistens gar nicht). Man ist dort, wo das Bewusstsein (gerade aktiv) ist.

Ob eine Eintritt oder Austritt ruckartig erfolgt hängt ganz davon ab, wie „sanft“, langsam und angstfrei der Vorgang erfolgt. Alles, was zu schnell geht, macht einen Ruck. Dazu gehört auch, wenn man unverhofft (z.B. im Sitzen) einschläft, sich zu lösen beginnt aber dann ruckartig zurückgerufen wird um aufzuwachen. Oder wenn man panikartig oder verdreht zurückkehrt. Die Frage ist schon, ob man immer seinen psychisch-astralen Körper (= seine Lebensenergien!) mitschleppen will oder ihn lieber in der Nähe des materiellen Körpers belässt und nur geistig auf Reisen geht.

Der psychische Körper hat eigentlich keine Gestalt, sondern ist Energie, und die natürlichste Körperform im Universum wäre die einer Kugel. Vor allem gilt das für den „Götterfunken“, den Spiritus, den Geist in uns. Wir können visualisieren, an einem Ort oder Zeit zu sein, und wenn unser Bewusstsein dort ist, wenn wir alles dort deutlich fühlen, riechen, sehen, wahrnehmen können, dann SIND wir dort. Wir müssen, wenn wir gezielt irgendwohin reisen wollen, uns geistige Bilder vor unsere inneren Augen malen können und darin eintauchen, uns hineinprojezieren können. (Das Universum ist IN uns – und wir sind IM Universum.) Ohne Übung darin wird das allerdings schwer fallen.

Der psychische Körper ist auch ein Chamäleon, d.h. vor allem die niedrigeren, energetischen Schichten können die Form annehmen, wie wir es unbewusst wollen. Meistens werden wir daher so aussehen, wie unsere heutige Inkarnation, und bekleidet. Dieser unnötige „Aufwand“ für einen Astralkörper (energetisches Double) zehrt aber viel zuviel Energie und Substanz und erschwert damit eine Projektion bzw. Astralreise. Der Sinn des Schlafes – Erholung, Energieaufnahme – wird durch den Energieaufwand unterlaufen, mit langfristigen Folgen für unsere Gesundheit. Vor allem, wenn wir nicht wissen, wie wir bewusst auch im Alltag Energien aufnehmen können.

Das Universum ist IN einem und wir sind IM Universum. (In geistigen Dimensionen heben sich Zeit und Raum auf.) Je nach der Perspektive, die wir einnehmen, sind beide Aussagen gleichzeitig gültig. Wir können unabhängig von Zeit und Raum mit anderen geistig Kontakt aufnehmen, weil beide Aussagen stimmen. Oder, in unserem Inneren sind wir so tief und groß wie das gesamte Universum. Ich begegne anderen äußerlich und gleichzeitig begegne ich ihnen innerlich (als entfernter Teil meiner selbst). Ich bin ein Teil des Kollektivs Weltseele. Und wenn ich während einer OBE anderen begegne, so sind sie gleichermaßen außer mir wie auch ein Teil meiner selbst, ich nehme sie also etwas anders wahr als in der Realität, mehr rein gefühlsmäßig und innerlich näher bei mir selbst. Unabhängig davon kann ich bei einer gelungenen (d.h. klar bewusst gewordenen) Astralprojektion bzw. OBE schildern, was ich gesehen habe, und es wird der äußeren Realität entsprechen.

Soweit unsere Vorstellung, innere Berührung und Aura reicht, soweit können wir projezieren. Klingt nach viel, doch wird jeder bald feststellen, dass die Grenze der Vorstellung diejenige Stufe der geistigen Evolution darstellt, die jeder für sich erreicht hat. Das bedeutet, die meisten Menschen (Seelen) sind erdgebunden, viele sogar regionsverbunden. Die Schranke ist ihr eigenes Bewusstsein, und sie können einfach nicht darüber springen. Wenn nun Menschen einfach nicht bewusst projezieren können, trotz Übungen, so darum, weil sie einfach nicht soweit sind, sie müssen sich erst innerlich weiterentwickeln.

Vor einer Weile ging es in einer TV-Doku um Nahtoderfahrungen, und dass manche später Reanimierte das Gefühl hatten, obwohl klinisch offiziell tot, über den Körper zu schweben und alles zu erleben, was z.B. das Krankenhauspersonal getan und gesagt hat, und das obwohl alle Sinne eindeutig den Messinstrumenten nach nicht mehr arbeiteten, inkl. Herz und Gehirn. Nun ist einerseits der Mensch nicht nur Gehirn, sondern die Summe aller Körperzellen und solange nicht alles abgestorben ist, ist er auch nicht alles tot und wahrnehmungslos. Andererseits erklärte man in der Dokumentation, dass in und um den festen Körper ein Quantenfeld existieren könnte (in einem anderen Beitrag zur nannte ich das „Welle“, man kann es auch Aura oder Seele nennen) und dieses vielleicht der wirkliche Sitz des „Sein als Mensch“ ist. Ein Quantenfeld, das bis in die Unendlichkeit (wenn auch in Potenzen abnehmend mit der Entfernung) reicht. Wäre der Mensch nicht (nur) „Körper“ sondern vielmehr auch dieses Feld, wäre es erklärbar, warum die Erzähler so eine omnipotente Wahrnehmung bei einem Nahtoderlebnis hatten oder auch hellsichtig seine weit entfernten Angehörigen sahen usw.

Was nun: Hellsichtigkeit, Telepathie oder OBE? Man kann bei paranormalen Vorgängen nicht so einfach begriffliche Grenzen ziehen, weil es eigentlich nur einen einzigen seelischen „Sinn“ gibt – Omnipotenz. Wahrnehmung und Sein nach allen Seiten gleichzeitig. Wir in der materiellen Welt beginnen dann zu unterscheiden, nein das war Hellsehen oder Hellfühlen oder doch Telepathie oder schon OBE… Es kommt ganz darauf an, wie viel Energie und Bewusstsein du transferierst zu dem Ort, wo du hinwillst: berührst den Ort nur mit deiner Aura und Visualisation, oder stimmst du dich mit Hellsichtigkeit und Telepathie bereits ein, projezierst du dann nur dein Bewusstsein in das Bildnis hinein oder noch mehr – manifestierst du auch ein psychisches Double? Und wenn, lässt du ihn auch scheinbar materiell (halbmateriell) für andere manifestieren?

Viel Spaß jedenfalls nun beim Üben!

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