Aus: Pressetext Austria, Bereich Leben-Medizin-Wellness, 19.4.2011:

„Ernährung: Mütter bestimmen Fettsucht von Kindern. Zu viele Kohlehydrate führen zu einer Veränderung der DNA“ ( http://www.pressetext.at/news/110419014/ernaehrung-muetter-bestimmen-fettsucht-von-kindern/ )

„Die Ernährung einer Frau während der Schwangerschaft kann die DNA ihres Kindes verändern und das Risiko einer Fettsucht erhöhen. Zu diesem Ergebnis ist eine internationale Studie unter der Leitung von Keith Godfrey von der University of Southampton http://www.soton.ac.uk gekommen. Es zeigte sich, dass viele Kohlehydrate Teile der DNA beeinflussten. Kinder mit diesen Veränderungen verfügten in der Folge über ein höheres Körpergewicht. Es wird angenommen, dass ein sich entwickelndes Kind versucht vorherzusehen, in welche Umwelt es hinein geboren wird. Dafür nutzt es Hinweise seiner Mutter und passt seine DNA entsprechend an.“  Bei Tieren haben Studien ergeben, dass sich Veränderungen in der Ernährung in der Veränderung von Funktionen in Genen widerspiegeln. Damit wird von Seiten des Embryos versucht, sich optimal an die jeweils vorherrschenden Umweltbedingungen anzupassen.

Bei Proben von der Nabelschnur suchten Wissenschaftler nach epigenetischen Markern. Frauen, die
während der Schwangerschaft viele Kohlehydrate (z.B. Zucker) konsumierten,  bekamen Kinder mit eben diesen Markern, wobei sich ein direkter Zusammenhang von Markern und einer später auftretenden Fettsucht beginnend im Alter von 6 bis 9 Jahren zeigte. Damit konnte Godfrey etwa ein Viertel des späteren Unterschieds an Körpergewicht zwischen normalgewichtigen und übergewichtigen Kindern erklären.
„Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Auswirkungen [des mütterlichen Konsums an Kohlehydrate] deutlich größer sind als das Geburtsgewicht. Es spielte dabei keine Rolle wie schlank die Mutter war. Die Veränderungen zeigten sich in den RXRA-Genen. Sie bilden einen Rezeptor für Vitamin A, der seinerseits eine Rolle dabei spielt, wie die Zellen Fett verarbeiten.“

Zwar erhielten die Schwangeren alle Ernährungsempfehlungen von Ärzten, aber es wurde zuwenig schwer gewichtet. Die Empfehlungen gehörten aber unbedingt befolgt. „Details der Studie wurden in den Fachmagazin Diabetes http://diabetes.diabetesjournals.org veröffentlicht. (Ende)“

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Im Original: Universität of Southampton, new releases, 18.April 2011, Ref. 11/41: „International study finds new link between mother’s pregnancy diet and offspring’s chances of obesity“ ( http://www.soton.ac.uk/mediacentre/news/2011/apr/11_41.shtml )

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Ich erinnere daran, dass ich schon mal einen Artikel im Blog veröffentlicht habe, wonach Hungerzeiten der Großmutter die Gene der Enkel insofern beeinflussen konnten, als sie „umgeschaltet“ wurden auf „Energiesparmodus“, sprich: sich normal ernährende Enkel aus solchen Familien zeigten eine erhöhte Tendenz zur Fettleibigkeit:

Wir vergessen zu gerne, dass unser Körper sich letztlich aus dem zusammensetzt, was wir zu uns nehmen, und dass er auf Ernährung und Umweltfaktoren reagiert, eine Art „biologisch-unbewusste Intelligenz“ besitzt, und diese unbewusste und urtümliche Intelligenz steuert unser Verhalten sehr stark. Ab und zu bemerken Forscher „staunend“ solche Zusammenhänge. Etwa, wenn Zuckerersatzstoffe nicht zur Gewichtsabnahme führen, sondern zur Appetitsteigerung. Oder wenn der chemisch süchtig Gewordene wider alle Vernunft und Ethos handelt, getrieben nur vons einen Instinkten nach mehr. Oder wenn der Körper Dinge, die er einfach nicht loswerden kann, wie chemische Schadstoffe und Viren, in Knochen und Fettgewebe „deponiert“ oder materielle in den Körper eingedrungene Partikel mit Kalk einkapselt, als wären sie Perlen. 

Man sollte wirklich mehr Obacht geben auf das, womit man sich ernährt und was man sich zuführt, geistig und materiell. Denn das ist das, zu dem wir werden.

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