Gut und Böse
 
Gibt es gut und böse? Ja, aber das ist eine subjektive Definitionsfrage je nach persönlicher Anschauung und Betroffenheit.

Was ich für gut halte oder böse, hängt von meiner spirituellen Entwicklung ab, und die verläuft von Unwissenheit, Egoismus und Gier (= weil Mangel an…) zu Weisheit, Altruismus und Genügsamkeit (= weil Fülle von…).

Was ich für gut oder böse halte, hängt davon ab, ob es mich (inkl. den Meinen) betrifft. Der Tiger freut sich auf das Frischfleisch (= gut), das betroffene gerissene Lamm ist davon wenig begeistert (= böse).

In Kosmischer Sicht ist das, was Menschen oft für momentan böse halten, langfristig gesehen positiv. Z.B. sterben Arten durch Umwelteinflüsse aus – oder entwickeln sich weiter, passen sich an.

 

Schöpfung und Geschöpfe

Böse – das ist für uns auch das, was wir als negativ, veraltet, schädlich oder schandbar halten (wofür wir uns schämen) und was wir gerne an uns verdrängen "in den Schatten", ins Unbewusste. Wenn diese Bereiche zuviel Lebensenergie und Gedanken abbekommen und sich verfestigen, können sie "zum inneren Dämon" werden und eine quasi "eigenständige Existenz, körperlose Entität" werden, der uns entsprechende Handlungen einsuggeriert oder uns zu manipulieren oder übernehmen droht. Wir haben somit selbst unseren Dämon herangezogen und angefüttert.

Was der einzelne Mensch kann, kann das Kollektiv schon lange – negative Gedanken, Vorstellungen, Wünsche und Energien von vielen, die sich über Jahre aufschaukeln, können sich als geistige Entität und Kraft manifestieren, als eigenständige bösartige Kreatur und gleichzeitig Energie, die diverse Menschen befällt und manipuliert, mitunter ohne dass sie das begreifen.

Im Grunde kann man diese inneren und kollektiven Dämonen nur dadurch bekämpfen, indem man sie energetisch auflöst, sie erkennt ("benennt"), ihnen die Aufmerksamkeit und Energien abzieht und stattdessen positive Energien und Gedanken aufbaut. Aber Achtung: Vor allem werden sie sich aber anfangs mit allen Mitteln gegen ihre Auflösung wehren.

Im Grunde ist alles was ist, was existiert, ein "manifestierter Gedanke" (Gottes oder eines seiner Nachgeschöpfe). Soweit zur Mystik. Wenn ich eine Ebene runtersteige, auf die Ebene der manifestierten Realität, so könnte es durchaus körperlose Wesen geben, sei es irgendwie entstanden oder durch eine Evolution hervorgegangen, oder solche auf anderen Existenzebenen usw. Das alles im Universum dual ist, werden auch sie nicht 100%-ig gut oder böse (d.h. vollkommen, weise, gütig – oder das Gegenteil) sein, sondern eine Mischung davon.

Das besagt, dass es körperlose geistige Wesen geben wird, die (für uns) bösartig sein werden, oder solche, die Geist und Körper trennen können und uns auf diesem Planeten geistig (bzw. telepathisch) begegnen können.

Im Griechischen nannte man solche Wesen generell "Daimones" oder Halbgötter (von indoeuropäisch "dei-" bzw. "dai-", göttlich. Damit wurde, z.B. später bei Sokrates, auch die innere Stimme, das Gewissen oder die eigene Seele bezeichnet.). Im Judentum nannte man solche Boten oder "Söhne Gottes" (= "Bote", griech. "Angelos", die den Gedanken Gottes personifzieren). Die jüdischen "Söhne Gottes" konnten sowohl den strafenden Zorn als auch die Gnade Gottes vermitteln. Die Gnosis wiederum ging davon aus, dass die Erde die Heimat von gefallenen Engeln sei, die in die Dunkelheit gefallen sind (vertrieben aus dem Paradies). Alles irdische Leben war damit dunkel und verdammt.

Das Christentum bezeichnete vereinfachend die Guten nun als Engel und die Bösen, zu denen auch die Elementarwesen, Feen, heidnische Götter usw. eingerechnet wurden, als Dämonen. Damit entsteht ein Begriffs-Salat! Das führte dazu, dass viele Fundi-Christen heute alles Übernatürliche (auch seelische Para-Fähigkeiten) verteufeln.

 

Anziehung, Abstoßung, Umformung

Viele Mystiker oder Magier gehen davon aus, dass Gleiches Gleiches anzieht, d.h. dass das Böse in einem das Böse von woanders anzieht. Man muss es quasi "einlassen", z.B. indem man sich mit entsprechenden Menschen, Büchern, Ritualen usw. befasst. Andererseits muss man sich, wenn man viel Licht ausstrahlt bewusst sein, dass sich die Dunkelheit vom Licht angezogen fühlt wie eine Motte, und an der persönlichen "Lichtperiphere" sich Dunkles ansammeln wird, welches nur auf einen Schwachpunkt (z.B. Angst, Zorn, negatives Karma, negative Schwingungen…) von demjenigen warten wird, immer auf der Suche nach Einlass.

Symbolik: Dunkelheit ist Nicht-Licht, d.h. es ist "etwas", was darauf wartet, mit Licht (starke Energien, höhere Frequenzen) entzündet zu werden und selbst zu Licht zu werden. Voraussetzung ist aber ausreichend zugeführtes Licht als "Anzünder", Ausfüller, Anreicherer. Dunkelheit ist somit "unerlöstes, unentdecktes, unwissendes Licht". Wer sich in die Dunkelheit begibt, muss selbst unbedingt hinreichend inneres Licht sein. Andernfalls wird er selbst von der Dunkelheit verdunkelt.

 

Dual und trotzdem gut

Andere kosmische duale Gegensatzpaare, für die ähnliche Gesetzmäigkeiten gelten: Hass – Liebe, Tod – Leben, Kraftlosigkeit – Kraft, Disharmonie/Anarchie – Harmonie/Ordnung, Unwissenheit – Weisheit, Mangel – Fülle, Begrenzung – Unbegrenztheit… Es sind alles Pole ein und desselben Prinzips. Wir alle tragen beide Pole in uns, die Frage ist, was wir davon aus uns heraus zur Geltung kommen lassen können. Inneres Licht in Fülle, ist alles was wir ersehnen, das Ziel unserer Reise, geistige Evolution.  

Kosmisch gesehen ist es gut, soviel Wohltaten und geistige Evolution für andere (das Gesamte) und sich wie möglich anzuregen und dabei so wenig Schaden (am Gesamten, an anderen und sich) wie möglich anzustellen.

 

 

 

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