Telepathie

 

Telepathie stellt eine Übertragung von Informationen zwischen Lebensformen mittels innerer Fähigkeiten (statt äußerer Kommunikationsformen) dar. Altgriechisch bedeutet „tele“ = fern und „pathos“ soviel wie leiden, mitfühlen, mitschwingen. Obwohl die Fähigkeit, mit anderen mitzufühlen eher als Empathie bezeichnet wird und wir Telepathie eher als emotionslos ausgeführte Übertragung verstehen (wollen). Dennoch ist es so – Emotionen wie Liebe, Hass oder Angst können stärkere Energien auslösen und den Betreffenden zwingen, sich stärker zu fokussieren oder sich für die Aussendungen des anderen zu öffnen (!). Auch ungewollt.

 

Seit dem 1. Drittel des 20. Jhd. besteht, ausgehend von den USA, die Parapsychologie als  Forschungsrichtung als Grenzgebiet der Psychologie. Parapsychologen verwenden, um Personen auf Telepathie zu testen, diverse Methoden, z.B. die Zenerkarten (gelber Kreis, rotes Kreuz, blaue Wasserwellen, schwarzes Quadrat, grüner 5-Stern). Sie stellten auch bei vielen angeblich Begabten einfach „Cold Reading“ fest, d.h. eine Begabung zur genauen Wahrnehmung kleinster Details in Kleidung, Frisur, Gang, Sprechweise und nonverbaler Kommunikation und daraus folgenden logischen Schlußfolgerungen. Sie verwenden allgemeine, auf alles und jedes zutreffende Phrasen und bieten Optionen in solcher Fülle an, dass eines davon ja zutreffen muss (Barnum- bzw. Forer-Effekt). Es stellte sich heraus, dass viel zuviele Ergebnisse rein aus Beobachtungen intuitiv-unbewusst und logisch zustande kamen und nicht aufgrund von telepathischer Wissensübermittlung unter „klinischen Laborbedingungen“.

 

Nun, das kann man den Versuchspersonen auch nicht verübeln, weil man eben  im Gegensatz zu den Wünschen der Naturwissenschaftler, die überall exakt messbare Ergebnisse durch wiederholbare Experimente unter wissenschaftlichen Bedingungen wünschen, das nicht auseinander dividieren kann. Telepathie benützt als Bindeglied und Werkzeug zwischen den Wahrnehmungen unseres Inneres Selbstes und der verstandesmäßigen Erkenntnis durch das Großhirn nun eben das Zentralnervensystem, das vegetative Nervensystem und Klein- und Mittelhirn, zusammengefasst: man FÜHLT irgendwas. Weil es ein unbewusster Vorgang ist, der bewusst zu machen ist, fließen nun eben auch andere unbewusste Wahrnehmungen mit ein. Eben alles, was unbewusst wahrgenommen und übermittelt werden kann. Und daher ändern sich die Ergebnisse, die Experimente werden nicht wiederholbar und die Messungen sind nicht mehr exakt. Geistige Fähigkeiten wie Telepathie sind im Grunde ungeeignet für naturwissenschaftlich-analytische Methoden, stattdessen sollte man sie mit geisteswissenschaftlichen Methoden untersuchen, d.h. empirische Methoden der Beobachtung und Erfahrung angewandt auf  beobachtbare Vorkommnisse.

 

Telepathie beruht auf die Fähigkeit, feinste energetische Schwingungen (Wellen) wahrzunehmen. Jeder Gedanke, jede Emotion ist Schwingung. Je kräftiger, mit Energien (Emotionen) angereicherter, auf ein Ziel (bildlich) fokussierter der Gedanke ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der andere Partner (der Empfänger) diese Wellen nicht nur unbewusst wahrnimmt (empfängt), sondern sie ihm auch bewusst werden. Der Telepath mag durch ungerichtete Aussendungen nun seine ganze Umgebung zu beglücken, aber sinnvoller ist es, das was er ausstrahlt, zielgerichtet (bildlich visualisiert), auf einen einzigen Empfänger zu bündeln. Solcherart können dann Emotionen, Bilder, Energien, Gefühle… übermittelt werden. Da die Vorgänge mit Übersetzungshilfe des Unterbewusstseins ablaufen, sind einfache aber deutliche und unmissverständliche (nicht: zweideutige) Visualisierungen in Bildern nützlich.

 

Zweideutigkeiten, Halbwahrheiten, Unehrlichkeiten sind der Feind der Telepathie. Wer etwas verbergen will, der öffnet sich nicht und kann dann auch weder senden noch empfangen. Wer senden oder empfangen will muss schon seinen unbewussten Schutzkreis öffnen oder zumindest unbewusst für gewisse (positive Sendungen, d.h. Auren, Energien) öffnen. Man kann sich unbewusst entsprechend bewusst (z.B. per Autosuggestion) konditionieren. Man kann unbewusst Schwingungen/Wellen, Energien und Auren (d.h. von anderen Personen, Wesen, Orten…) zulassen, oder man kann sie abblocken, wegspiegeln, oder bewusst die Interferenzen mit diesen beenden (d.h. Kontakt abbrechen, ignorieren, innere Bindungen auflösen). Während die Telepathie zwischen Mütter und Kleinkinder oder Liebespaaren oft problemlos und unbewusst funktioniert, funktioniert sie im Alltag oft deswegen nicht, weil wir unbewusst das nicht wollen, uns schützen wollen, und sie auch permanent anzweifeln.

 

Telepathie funktioniert auf der Ebene von Bildern, Gerüchen, Tönen usw. Worte sind Abstrahierungen auf einer höheren rationalen Ebene, die erst Übung bedürfen. Rationale Worte funktionieren auch anders als unbewusste Bilder. Man stelle sich eine Nicht-Zugreise vor. Das geht nicht, sofort haben wir das Bild eher von unserem Zuhause im Sinn. Telepathisch zu sagen: „ich fahre nicht mit dem Zug“ stellt unser Unterbewusstsein vor Übersetzungsprobleme, dass es erst mit viel Übung meistert. Und wie erst sollte es zweideutige Anspielungen übersetzen? Durch ein negatives unbestimmtes Gefühl?

 

Ein weiterer Fallstrick sind eigene unbewusste Emotionen, Wünsche und Vorstellungen, die bei Mitteilungen einfach unbewusst mitgesandt werden, wenn man sich nicht unter Kontrolle hat. Die können die gesamte beabsichtigte Information verfälschen. Mitunter hat der Sender auch unbewusste Wünsche oder Emotionen, die sogar den Empfänger ängstigen oder verärgern.

 

Tipp: je weiter meine aurischen Wurzeln bewusst reichen, meine „Antennen“, d.h. nach unten in die Erde wie auch zur Sonne nach oben und den Kosmos nach allen Seiten, die ich solcherart wahrnehme, desto weiter meine Reichweite, desto größer meine Stärke. Wenn meine Grenzen klein gezogen und beschränkt sind, ist es auch meine geistige Reichweite. Aber für beschränkte Menschen und solche auf ethisch niederer Ebene ist es vielleicht ganz gut so.

 

 

Channeling 

 

Channeling ist der Versuch, als Medium (Mittler) mittels Telepathie oder mittels eines Trance-Zustandes mit anderen existierenden Menschen, Lebensformen oder Lebensformen aus anderen Dimensionen in Kontakt zu treten und die Ergebnisse des Kontaktes anderen zu übermitteln. Man baut sozusagen einen inneren „Übertragungskanal“ oder „Kontaktkanal“ auf.

 

Für eine geeignete Trance muss man in der Lage sein, eine gewisse „Meditationstiefe“, ein gewisses Schwingungsniveau erreichen zu können, und zwar ein Niveau, das jenseits des eigenen unbewussten „Schattens“, des eigenen Unterbewusstseins, liegt. Dafür umso mehr an das Niveau des Zieles angepasst, auf das Ziel „geeicht“. Schafft man das alles nicht, stammen die Mitteilungen vorwiegend aus dem eigenen Unterbewusstsein und NICHT von jemand anderem. Und natürlich ist das Schwingungsniveau aufrechtzuhalten, solange der Kontakt währt, sonst kommt es durch Unkonzentration zu Verfälschungen (durch eigene Erwartungshaltungen, Ängste, Wünsche, Erinnerungen…).

 

Man muss sich das so vorstellen wie zwischen Radioempfänger und Radiosender (oder zwischen zwei Funkgeräten). Es reicht nicht, wenn eine Quelle da ist und sendet. Der Empfänger muss sich auf diese Frequenz auch einstellen und mit ihr durch Interferenz mitschwingen können, von ihr beeinflusst werden können. Dabei kann jeder Empfänger prinzipiell auch senden und jeder Sender prinzipiell auch empfangen. Besitzt das Radio auch Verstärker, kann er die Interferenzen hörbar (und verstehbar) machen. Ist Aussendung und Empfang zu schwach und zu schlecht, „rauscht“ das Gerät und man kann bestenfalls „raten“, was gerade gespielt wird. Bei Telepathie oder Channeling wird einfach alles was undeutlich ist unbewusst mit eigenen unbewussten Inhalten „aufgefüllt“, ergänzt. Und das sollte eigentlich nicht sein.

 

Dazu muss man prinzipiell davon ausgehen, dass alles im Universum von einer gemeinsamen ursprünglichen (Energie-)Quelle stammt, und wir alle durch diese Gemeinsamkeit mit allem durch unser innerstes Sein noch immer energetisch verbunden sind. Wir sind sozusagen Empfangsgeräte, die einerseits mit der Quelle verbunden sind und andererseits mit anderen „Geräten“ (= Geschaffenes)  frequenz-und aurenmäßig interagieren. Daher können wir „in der Tiefe“ der Meditation in Berührung auch mit anderen Orten und Geschöpfen im Universum kommen. Die „Tiefe“ ist notwendig, um durch innere Konzentration äußere Störfaktoren auszublenden und die Frequenzen reiner und stärker zutage treten zu lassen. Es ist sozusagen eine innere Eichung oder Ausrichtung auf die gewünschte Frequenz. Eigentlich sind wir immer miteinander verbunden, doch können wir ohne solche Maßnahmen diese Verbindung nicht bewusst nützen. Der Empfang ist zu schwach, er muss verstärkt werden. Richtig angewandt, könnten wir nicht nur Kontakte aller Art herstellen, kommunizieren oder Forschungen betreiben, sondern uns geistig auch an andere Orte hinprojezieren, so als wären wir geistig dort. Denn wir benützen keine hinderliche materielle Ebene, sondern uranfängliche Energien und Verbindungen, die weit schneller sind als Licht. Die alles im Universum miteinander vernetzen.

 

Wenn Wissenschaftler über die These von einer raum- oder zeitlosen „Null-Dimension“ sprechen, die alles im Universum miteinander verbinden könne, so ist die Annäherung an diese „Tiefe“ oder diesen Zustand damit gemeint. Leider ist es den meisten Channeling-Medien NICHT möglich diese Tiefe zu erreichen und für eine gewisse längere Zeit aufrechtzuerhalten, sie tun es nur sporadisch, zufällig und kurz. Die Folge sind lange phantastische Schilderungen und Ausschmückungen, die nur dem eigenen Unterbewusstsein des jeweiligen Mediums entspringen. Viele Gurus, Religionsstifter und Mystiker behaupteten, Botschaften von Geistern, Engeln bis hin zu Gott empfangen zu haben. Aber von welcher Quelle, von welcher Tiefe,  kam die Botschaft – wirklich? Wie versiert ist denn das Medium, welche Reichweite hat es? Da ist Skepsis immer empfehlenswert.

 

Man unterscheidet bei Channeling zwischen Schreiben (Automatisches Schreiben) und Sprechen. Beim Schreiben gestattet das Medium einer anderen Präsenz, seinen Arm zu führen, so dass das Medium unbewusst Mitteilungen niederschreibt, wobei das Unterbewusstsein (die Seele des Mediums) darauf achtet, dass kein Missbrauch stattfinden kann. Gelegentlich kommen auch andere Verhaltensweisen wie Malen, Musik spielen usw. vor. Die benötigte Frequenzanpassung des Mediums ist bei manuellen Tätigkeiten weniger stark erforderlich als durch das „automatische“ (hellsichtig-mediale) Sprechen, da beim Sprechen das Ego (der Verstand) mit weit mehr Druck überwunden werden muss. Die Präsenzen werden durch die Anpassung (Frequenzverschmelzung, Interfrenz)  in der Lage versetzt, direkt durch das Medium zu sprechen.

 

 

Conclusio und Warnung

 

Der Unterschied zwischen Channeling und Telepathie ist, um es nochmals zusammenzufassen, dass der Telepath bewusst und gezielt oder unbewusst und ungezielt Botschaften sendet oder empfängt, aber sonst eigenständig bleibt, aber das Medium beim Channeling mit der anderen Präsenz zeitweise verschmilzt, geistig in Interaktion, in Interferenz mit dessen Bewusstsein, Aura (Energien) und Willen gerät, ja diese das Medium überlagert. Und daher sollte man sich sein Ziel (seinen Kontakt) gut überlegen! Und ob man überhaupt persönlich geeignet (würdig, vorbereitet) ist dafür.

 

Es kommt vor, dass leichtfertige Jugendliche ohne Kenntnis und Vorsichtsmaßnahmen, nur um zu spielen, Präsenzen herbeizurufen versuchen (man denke an das Quiji-Board).Sie versuchen, sich durch Maßnahmen und Rituale eben in diesen Bewusstseinszustand zu befördern und in Interferenz mit Wesen zu gelangen, egal mit welchen. Wesen, die ethisch nicht viele Skrupel haben, also sich eher auf der unteren Schwingungs-Skala befinden, verwirrt sind, die lügen oder einfach boshaft sind, könnten das als Einladung betrachten, nicht nur in den Raum sondern auch in den Körper und Geist der Anwesenden einzudringen, sie zu übernehmen und nicht wieder zu gehen. Oder viel Schaden anzurichten. Man muss einfach davor warnen. Wer selbst kein hohes spirituelles Niveau hat und keine höheren Ebenen erreichen kann (und daher nur niedere Schwingungskontakte anziehen kann!), und keine Ahnung hat, wie er unerwünschte Besucher wieder los wird, sollte Anrufungen, Kontaktversuche, Seáncen und Channeling unterlassen. Der Kosmos ist einfach groß, es gibt einfach solche und solche Wesen, und man lässt schließlich in der Großstadt auch nicht einfach seine Haustüre ungeschützt und weit offen als Einladung für jeden Gauner, der eintreten will.

 

 

Links:

 

http://www.agpf.de/Channeling.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Medium_(Person)

http://www.lichtinfo.net/channeling/

http://de.wikipedia.org/wiki/Telepathie

http://de.wikipedia.org/wiki/Barnum-Effekt

http://de.wikipedia.org/wiki/Cold_Reading

http://www.telepathie.net/telepathie-aborigines.html

 

 

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