Von der äußeren und der inneren Blindheit
 

Helen Adams Keller* (1880-1968) aus Alabama wurde auf Grund einer Erkrankung mit 19 Monaten taub und blind. Sie konnte daher nicht sprechen lernen, sondern versuchte eine Art Kommunikation mit Handzeichen, die meistens nicht gelang. Das Kind reagierte mit unbändigen Wutausbrüchen und war in einer  ihm unverständlichen, dunklen Welt gefangen. Erst ihre Erzieherin Anne Sullivan Macy konnte zu ihr durchdringen und einen Kontakt herstellen. Sie brachte ihr ein Fingeralphabet bei und buchstabierte ihr die Worte für Gegenstände in die Hand. Solcherart aus der Dunkelheit  und Einsamkeit erlöst, hörten die Wutanfälle auf. Keller versuchte auch, über Tasten der Lippenbewegungen Sprechen zu lernen. Sie besuchte später sogar ein College, schloss 1904 mit Bachelor ab und lernte mehrere Fremdsprachen wie  Deutsch und Französisch, bekam einen Ehrendoktor von Harvard, schrieb mehrere Bücher und engagierte sich für mehr Rechte für Schwarze und die Sozialistische Partei Amerikas. Ihre Lebensgeschichte wurde mehrmals verfilmt.

 

Warum ich diese Geschichte erzähle? Menschen, die auf die Erde geboren werden, werden in geistiger Dunkelheit, Unwissenheit, Blindheit, Sprachlosigkeit geboren und die Mehrzahl agiert so, als würde sie sich im Schlaf befinden. Sie wissen nicht, woher sie kommen oder wohin sie gehen, sie wissen nicht, wie die Welt wirklich beschaffen ist, welche kosmischen Regeln gelten, sie kennen ihre Fähigkeiten nicht, und sie können nicht mit ihrem Inneren kommunizieren. Sie sind gefangen in ihrer Dunkelheit. Bei denen, die ihre Wurzeln ganz zugeschüttet haben, kommt es zu Aggressionen und allen möglichen negativen Charaktereigenschaften. Aber sie wissen es nicht besser. Wie lange dauert es für sie, bis sie einen KONTAKT zum Inneren und zu Gott herstellen können und bis sie zu kommunizieren und zu sprechen lernen!  Es muss für diese Menschen irgendwann „Klick“ machen, irgendwann ein Funke überspringen, ein „Licht aufgehen“,  damit sie aufwachen, damit sie überhaupt zu verstehen und zu sprechen beginnen können. Das kleine Licht beginnt den Pfad zu beleuchten, der uns das Universum erschließt. Es ist der Pfad der Weisheit (Philo-Sophia), der Mystik, der Pfad zum kosmischen Bewusstsein eines Erwachten.

 

Wer den Funken erlebt hat, den richtigen Pfad (SEINEN richtigen Pfad) endlich gefunden hat, und mit Vertrauen, Geduld, Fleiß und Eifer durchhält, schreibt sich ein in die „geistige Universität“ des Kosmos.

 

 

*http://de.wikipedia.org/wiki/Helen_Keller

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