(bearbeiteter Artikel, original vom 24.11.2008)
Gesunde Ernährung wie unsere Ur-, Ur-Vorfahren
Meiner Meinung nach waren die uranfänglichen Menschen Geschöpfe, die an den Küsten und Flussdeltas lebten und zwar in den gemäßigten Regionen. Sie ernährten sich da von Fisch, Seefrüchte, Tang, Gräser (Reis!), Seevögel oder Eier, einer der ersten Erfindungen war der Einbaum (das Kanu) und entsprechend verbreiteten sie sich über die Küstengebiete und Meere. Als sie auch das Hinterland der Flüsse erschließen mussten, gingen sie dazu über, die fehlenden Meeressalze (notgedrungen) und Proteine ersatzweise über Fleisch zu stillen, was aber offensichtlich weit weniger ideal war. Erst seit ca. 2-3000 Jahren begannen die Menschen in Europa auch die proteinreiche (Kuh-)Milch zu verwenden, obwohl 2/3 aller heutigen Menschen (vor allem in Asien!) Kuhmilch wegen der Lactoseunverträglichkeit (Milchzucker) nicht oder nur sehr schlecht verdauen können. Dank nützlicher Bakterien ist Sauermilch oder Joghurt bereits leichter verdaulich.
Daher zieht es jedenfalls noch heute den Menschen in die Bäder und an Küsten und die „Mittelmeerdiät“ (Trauben, Beeren, Oliven, Fisch, Seefrüchte, Reis, Getreide, Gemüse…) ist noch immer die bekömmlichste und gesündeste. Und daher lebten auch Japaner, die viel rohen Fisch und Seetang aßen, sehr lange und gesund.
Wenn das kein Argument ist, seine Ernährung umzustellen auf „weißes Fleisch“, Getreide, Obst und Gemüse (sowie Kräuter), wenn die Tatsache, dass man für 100% Getreide-Input nuar 25% Fleisch-Output rausbekommt, d.h. die gesamte Menschheit sich gar nicht leisten könnte, Fleisch wie wir Europäer zu essen (denn dann müsste die Welt verhungern), und dem auch der Tier- und Umweltschutzgedanke völlig egal ist, hier gibt es noch ein gewichtiges Argument:
Alle Affen können es, Menschen können es nicht nicht: die Zuckerverbindung Neu5Gc verwerten (und bilden),
was bei der menschlichen Verdauung dieser Zuckerverbindung im Roten Fleisch (Rind, Schwein, Schaf, Ziege) und bei Milchprodukten zu erheblichen Problemen führt.
Humanoide können nur die Vorstufe dazu bilden und verwerten, Neu5Ac. Die Fähigkeit der Umwandlung der Vorstufe muss bei einer Mutation verloren gegangen sein, als die menschlichen Vorfahren sich vom gemeinsamen Vorfahren mit den Affen abspalteten, vermutlich vor 3 Mio. Jahren (bei Australopithecus, oder ev. später, beim Homo Ercetus). Denn dasselbe gilt bereits für den Neanderthaler. Nein, es ist noch schlimmer: der Körper reagiert auf diese Zuckerverbindung wie ein Fremdkörper und attackiert es in Form einer Imunreaktion entsprechend. Und weil es diese Zuckerverbindung nicht verwerten kann, wird es einfach (wie ein Giftstoff) „eingelagert“.
Im Proceedings of the National Academy of Sciences vom 1.10.2003 veröffentlichten bereits Wissenschaftler der Universität von California (San Diego School of Medicine, geleitet von Ajit Varki, M.D., , „dass der menschliche Stoffwechsel nach dem Verzehr von rotem Fleisch (Rind, Schwein, Schaf) bestimmte körperfremde Moleküle aufnimmt und diese in verschiedene Gewebe einlagert. Bei diesen Molekülen handelt es sich um eine Zuckerverbindung mit der Bezeichnung N-Glycolyneuraminsäure (Neu5Gc), die sich an der Membranoberfläche von Zellen befindet. Diese Substanz wird nur von Säugetieren gebildet; der menschliche Stoffwechsel kann diese Zuckerverbindung nicht herstellen.
Besonders große Mengen befinden sich im Fleisch von Rind, Schwein und Lamm, auch Milch und Käse enthalten diese Verbindungen in kleinen Mengen. Zwei an der Studie beteiligte Wissenschaftler fanden im Blut von Testpersonen Antikörper, die mit den Neu5Gc-Molekülen reagierten. Daraus konnte geschlossen werden, dass eine Immunreaktion gegen diese Moleküle stattgefunden hat. Neu5Gc-Moleküle selbst wurden zuerst in verschiedenen Krebsgeweben nachgewiesen, später wurden sie auch in Blutgefäßen und Schleimhautzellen gefunden. (…) In einer ersten vorsichtigen Bewertung bemerkte der Leiter der Studie, Professor Ajit Varki, es sei durchaus denkbar, dass die Anreicherung von Neu5Gc und die Bildung von Antikörpern dagegen im Laufe des Lebens zur Entstehung von Krankheiten beitragen könne.
Kommentar: Diese Studie zeigt eindrucksvoll, dass das Fleisch keine naturgemäße Nahrung des Menschen sein kann, sonst würde das Immunsystem keine Antikörper dagegen bilden. Ein regelmäßiger Fleischkonsum fördert schädliche Immunreaktionen und die Entzündungsbereitschaft des Stoffwechsels mit allen daraus hervorgehenden Folgeerkrankungen. In der Zusammenfassung der Studie in PNAS-online ist von xenoreaktiven Antikörpern die Rede, die durch den Verzehr von rotem Fleisch im menschlichen Organismus gebildet werden.“*
Da die Zuckerverbindung in Blutgefäßen und Schleimhäuten abgelagert wird und dort Entzündungen, Tumore bis hin zu Krebs auslösen kann (?) ist es interessant, warum die Konsumenten kaum was dazu hören – um den Verkauf von Fleisch nicht zu beeinträchtigen? Umso mehr rotes Fleisch (und zuviele Milchprodukte) der Mensch konsumiert, desto mehr wird ins Gewebe eingelagert mit allen Konsequenzen. Menschliches Tumorgewebe weist besonders viel eingelagertes Neu5Gc auf.
http://www.das-weisse-pferd.com/de/ausgaben/03_11/fleisch.html  *bezogen auf das Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 11/03
„In the late 1990s, the first example of a complete genetic and biochemical difference between humans and apes was reported by a group led by Ajit Varki, M.D., working closely with Elaine Muchmore, M.D. They showed that humans are different from chimpanzees and other great apes in not having the enzyme responsible for producing Neu5Gc, which is also found on the cell surfaces of other non-human mammals. The group showed that this biochemical difference was due to a human-specific mutation in the gene encoding the enzyme CMP-Neu5Ac hydroxylase (CMAH), which is responsible for synthesizing Neu5Gc in apes and other mammals.“ **
„Sialic Acid and Neu5Gc content of common food items **

Food Neu5Gc intake if eaten at daily recommended servings Total micrograms
(enthaltene Mikrogramm ca. pro Portion)
Cod 27 (Kabeljau)
Salmon 810 (Lachs)
Tuna 27 (Tunfisch)
Chicken 27 (Huhn)
Turkey 27  (Truthahn)
Duck 27   (Ente)
Milk (cow, 2%) 711 (rohe Kuhmilch 2%)
Milk (cow, raw) 711 (rohe Kuhmilch normal)
Butter 45 (Butter)
Cheese (cow) 600 (Käse aus Kuhmilch)
Lamb 4,860 (Lamm)
Pork 5,130  (Schwein)
Cheese (goat) 5,544 (Ziegenkäse)
Beef 11,610  (Rind)
Beef, lean portion 9,720 (Rind, mageres Filet)
Beef fat 10,260″ (Rind, fett)
Mag diese Tafel auch wegen der unzureichenden Mengenangabe ungenau sein, die Tendenz ist deutlich ersichtlich, was viel und was wenig Neu5Gc besitzt.
Aus www.krone.at vom 22.11.2008: *** „Nun züchteten die Forscher Mäuse, die das Zuckermolekül ebenso wie der Mensch nicht bilden. Pflanzten sie den Tieren Tumore ein, die Neu5Gc enthielten, so wuchsen diese Geschwulste dann schneller, wenn den Tieren auch die entsprechenden Antikörper injiziert wurden. Verabreichten sie diesen Tieren dagegen entzündungshemmende Mittel wie etwa Acetylsalicylsäure (ASS), so blieben die Tumore kleiner. Dies zeige, dass das Zusammenspiel des Zuckermoleküls und der Antikörper das Krebsrisiko beeinflussen, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“.“

Das bedeutet zusammengefasst, es kommt zu einer verhängnisvollen Wechselwirkung zwischen menschlicher Immunabwehr und in den Zellen in denen diese „fremde Zuckerverbindung“ eingelagert worden ist. Und das erklärt auch, warum (das blutverdünnende) Aspirin (Acetylsalicylsäure) von manchen Menschen als Vorbeugung gegen gewisse Tumore und Krebsarten betrachtet wird.

Der Mensch ist, was er ISST, und sogar medizinisch-biologisch lässt sich an hand von Gewebe und Blutuntersuchungen feststellen, ob sich jemand vorwiegend von Fleisch oder vegetarisch ernährt. Unser gesamter Körper zeigt es, nur unser Verstand verweigert die Einsicht. Alles, was wir materiell oder geistig uns zuführen, aus dem bestehen wir.

Nachtrag vom 7.3.2013:

Studie belegt höhere Sterblickkeitsraten bei einem täglichen Fleisch- oder Wurstkonsum von mehr als 40 g (= 4 dag) pro Tag:

Von krone.at, Rubrik Nachrichten – Wissen, AG/red, vom 7.3.2013: „Europaweite Studie: Wer mehr als 40 g Wurst am Tag isst, riskiert einen frühen Tod“: http://www.krone.at/Wissen/Wer_mehr_als_40_g_Wurst_am_Tag_isst._riskiert_fruehen_Tod-Europaweite_Studie-Story-353623
„Wer täglich mehr als 40 Gramm Wurstwaren oder anderweitig verarbeitetes Fleisch isst, der riskiert einen früheren Tod. Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer europaweiten Studie, an der knapp 450.000 Menschen teilgenommen haben. Demnach erhöht sich das Risiko je 50 Gramm Fleischprodukte pro Tag um 18 Prozent.“

„Rund drei Prozent aller frühzeitigen Todesfälle sind auf den hohen Konsum von Fleischprodukten zurückzuführen“, so Studienleiterin Sabine Rohrmann vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich. Sie hat mit Forscherkollegen aus ganz Europa den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Sterberisiko untersucht.“ Konsumenten haben ein hoheres Risiko für eine Erkrankungen von Herz und Kreislauf oder Krebs, wie man im Fachblatt „BMC Medicine“ lesen konnte. Das beruht möglicherweise auf „krebserregende Stoffe wie Nitrosamine , die beim Salzen, Pökeln oder Räuchern entstehen. Verarbeitete Fleischprodukte seien außerdem reich an Cholesterin und gesättigten Fetten, was mit dem erhöhten Risiko für Herz- Kreislauf- Erkrankungen in Verbindung steht.“ Außerdem scheinen die Testpersonen generell (im Gegensatz zu Vegetarier) weniger Früchte und Gemüse zu konsumieren, dafür aber mehr Alkohol und Zigaretten.

„Doch auch wenn diese Faktoren bei der Datenauswertung berücksichtigt würden, bleibe das zentrale Resultat das Gleiche, schreiben die Forscher: Wer jeden Tag mehr als 40 Gramm verarbeitete Fleischprodukte esse, habe ein erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu jenen, die weniger als 20 Gramm pro Tag essen. Allerdings trage Fleisch auch zur Versorgung mit wichtigen Vitaminen bei, besonders B- Vitaminen, und Mineralstoffen, wie Eisen, bei, so die Forscher. Ein mäßiger Fleischkonsum bis zu 40 Gramm pro Tag sei deshalb in Ordnung und erhöhe das Sterberisiko nicht, so Erstautorin Rohrmann.“

Advertisements