Reinkarnation

 

Der Mensch besteht aus Körper, Geist und psychisch-energetischem Körper, wobei man Geist und psychischen Körper gerne einfach als „Seele“ zusammenfasst. Zuoberst steht eigentlich der Geist, das Höhere Selbst, die göttliche abstrakte „Idee“, welches einerseits den psychisch-energetischen Körper als Bild erschafft, steuert und nährt, andererseits den (jeweiligen) physisch-materiellen Körper erschafft, steuert und erhält. Wozu das materielle Gehirn mit dem Verstand als Werkzeug entwickelt worden ist. Ich denke mir, in etwa werden da alle esoterische und religiöse Strömungen zustimmen, und wer eine materiell-atheistische Anschauung hat, nun den werde ich ohnehin nicht überzeugen können.

 

Die moderne Esoterik geht davon aus, dass der Mensch sich im Grunde an alles im derzeitigen Leben erinnern kann, nur dass die Erinnerungen sinnvollerweise ausgefiltert werden. Dasselbe gilt auch für Erinnerungen als Seele, bei denen nur mitgenommen wird, was emotional oder geistig sehr wichtig war, was man gelernt hat, was einen beeindruckt hat, was noch nicht karmisch aufgelöst worden ist. Diese Erinnerungen sind (mit gewissen Methoden) über unsere Seelenpersönlichkeit abrufbar – wenn es einen Grund gibt, sich an sie zu erinnern! Denn diese Filter sind vor allem da, um uns zu entlasten. Zuviele Details, zu viele unnötige Erinnerungen können uns belasten, uns Energie rauben. Ungefilterte unnötige überholte Erinnerungen wären höchst überflüssig und unökonomisch. Und notfalls gibt es noch immer die Akasha-Chronik (als universeller Speicher der Weltseele) wo man nachlesen könnte. Wer das kann….

 

 

 

Wir sind alle letztlich holistische Teile eines größeren Verbandes (Hologramms)

 

Jeder Mensch ist körperlich, geistig und seelisch Teil eines Kollektivs, z.B. seiner biologischen Vorfahren, oder seiner Gemeinschaft. Und deren "Aura" oder „Schwingung“ inkl. Erinnerungen und Geschichtsbelastungen ist mit ihm. Er gehört zu diesem "Feld", trägt das Karma und die Erinnerungen mit. Z.T. sogar biologisch. Aber eigentlich ist der Mensch Teil vieler geistiger Kollektive – er gehört auch zu Vereinen, Parteien, Institutionen, Interessensvereinigungen…. Bringt seine Aura da ein und nimmt seinerseits den Einfluss dieser Vereinigungen an.

 

Jeder Mensch ist zugleich Teil eines "Seelenfeldes", welches sich mehr oder weniger mit obig erwähnten Feld überschneiden kann. Zu diesem Feld gehören er selbst, sehr enge Freunde/Angehörige, Lebenspartner… Gehört eben alles, zu dem er eine starke Beziehung hat. Bei Reinkarnationen laufen sie sich immer wieder in x-Konstellationen über den Weg, leben oder kämpfen miteinander usw. Diese "Seelenfelder" (die verschiedentlich bezeichnet werden) gehören gesamt zum Kollektiv der Weltseele. Manchmal wird dieses Seelenfeld auch „Seelenfamilie“ genannt.

 

Und dann gibt es noch das Feld des Inneren Selbst, zu dem diese Inkarnation gehört als auch alle früheren und zukünftigen Inkarnationen bis hin zur Zeit als Urzelle, ja bis zur Entstehung des Universums. Und welches sich ebenfalls mit den obigen Feldern mehr oder weniger überschneidet. Es gibt sogar esoterische Schulen, die behaupten, das Innere (Höhere) Selbst könnte sogar zur selben Zeit mehrere Inkarnationen auslösen, d.h. das Menschen z.B. als geistige Zwillinge herumlaufen, ideale Partner o. ä. aber ich denke mal, das sollte sich jeder selbst überlegen. Allerdings nicht vergessen dabei, dass Raum und Zeit für die Seele keine Hindernisse darstellen, d.h. für das Innere Selbst nicht existiert. Das Innere Selbst umfasst das gesamte Aurenfeld in seiner ganzen Reichweite und Einheit, selbst wenn wir für materiell gesehen unsere Schwingungen mal da, mal dort, d.h. raum-zeitlich getrennt, hinterlassen. Letztlich ist das Innere Selbst ebenfalls Teil der Weltseele.

 

"Teile" – bitte symbolisch betrachtet wie ein Hologramm. Zerbricht man ein Hologramm in Teile, hat jedes Teil die gesamte Essenz des Ganzen, nur eben – kleiner. Letztlich – ist alles EINS.

 

Das bedeutet, dass eine Trennung, Separation letztlich eine Illusion ist, und wir mehr oder weniger mit allem was ist, verbunden sind. Und, dieses auch „erreichen“ und berühren können. Weniger äußerlich, über Zeit und Raum, sondern innerlich. In unserem Kopf mit seinem eingeschränkten Verstand jedoch gibt es Grenzen. Und wir reichen (bewusst) daher nur soweit, wie wir uns selbst Grenzen gesetzt haben. Zeit und Raum sind solche Grenzen. Man bezeichnet solche Grenzen als „Bewusstseinsgrenze“, „Bewusstseinsschranke“ oder „Bewusstseinsstufen“. Und unser Verstand filtert alles an Wahrnehmungen, Erinnerungen, inneren Impulsen weg, ganz nach Programm. Und dann verbringen Esoteriker – und auch moderne Erforscher des Geistes und der Seele –  ihr ganzes Leben damit, diese Grenzen wieder niederzureißen…

 

Es ist davon auszugehen, dass der Mensch innerhalb seiner Grenzziehungen und Felder wiedergeboren wird.

 

Wiedergeburt ist als so eine Art „Recycling“ zu verstehen, in dem Materie, Energie und letztlich Geist wieder dahin zurückkehren, woraus sie entstanden sind (= der Tod) und von da, vom obersten geistigen Prinzip (Gott) ausgehend wieder neu geformt und mit Körpern eingekleidet werden (= neuerliche Geburt). Und zwar solange, bis die Prinzipien der jeweiligen Ebenen alle verstanden und erfüllt wurden und der individuellere Geist sich wieder – über die Vereinigung mit dem Höheren Selbst (Zustand genannt „Christusbewusstsein“, erleuchtetes Bewusstsein) – mit dem höchsten göttlichen Geist völlig wiedervereinigt (genauer gesagt: die Illusion der Trennung, das Nicht-Wissen usw. überwindet). Anders ausgedrückt, wenn alle holistischen Teile des Puzzles, geistig, materiell und universenübergreifend,  wieder zu einem Ganzen (Hologramm) zusammengefügt wurden.

 

„Erleuchtung“ heißt, dass der Mensch sich in diesem Moment all dessen bewusst wird, was diese irdische Ebene – eine Ebene übrigens von vielen – ausmacht, also einen Bewusstseinssprung macht und dies als Individuum nicht wieder vergisst. Erleuchtung heißt, bewusste Vereinigung mit dem Höheren Selbst (das ein Teil des Göttlichen darstellt), normalerweise auf unserer irdischen Ebene nur für wenige Momente. Das bedeutet auch, dass der Erleuchtete (sofern diese Erleuchtung entsprechend ausgiebig war) keine weiteren Inkarnationen auf dieser Ebene mehr „bedarf“. Suchte er bislang das Licht, wird er nun selbst zum Licht für andere, eben etwas, was man einem Christus zuschreibt (daher „Christusbewusstsein“). Keiner kann auf höhere kosmische Ebenen fortschreiten in Richtung des Göttlichen, der diese Etappe nicht durchlaufen und das Irdische nicht danach abgelegt (bzw. überwunden) hat.

 

 

 

Reinkarnation (Wiedergeburt) oder Metempsychose (Seelenwanderung)?

 

Kurz gesagt besteht die Differenz darin, dass die ältere Theorie der Seelenwanderung davon ausgeht, dass wir Energie sind und diese Energie eben mal dieses, mal jenes Geschöpf belebt. Mal Pflanze, mal Mensch, mal Tier… nur das Gefäß ändert sich, nicht die Energie (als Träger des Geistes). Und was wir Verstand, Erkenntnisvermögen, Bewusstsein, Individualität nennen, ist nur gehirnbedingt, d.h. eine Sache des Gefäßes. Damit wird JEDES Gefäß gleich wichtig und heilig. Gefäße (Individuen) kommen jedes Jahr neu wie Gras, sie sprießen aus der Mutter Erde, reifen, produzieren neue Samen und sterben bzw. vergehen, in einem ewigen Kreislauf (Samsara), aber die eine einheitliche Essenz dahinter bleibt immer eins und gleich. Individuen sind, wie der Tod, eigentlich bedeutungslos. Diese Vorstellung wurde namentlich personifiziert mit Brahman, die Lebensenergie, die sich als Brahma (Schöpfer), Vishnu (Erhalter) und Shiwa (Zerstörer) manifestiert. Im Menschen heißt Brahman (Weltseele) einfach Atman (Seele), ist aber einfach „Brahman im Menschen“. (Anm.: Diese alten hinduistischen Götter sind als männlich UND weiblich zugleich aufzufassen, immer vereint mit ihrem weiblichen Pendant.)

 

Diese Vorstellung bedeutet gleichzeitig die Ausdehnung der Bewusstseins auf alles, was lebt, d.h. eine ausgedehnte Bewusstseinsgrenze. Ich berühre alles, ich kann alles sein.

 

Die Rolle der Mutter-Gemahlin wurde später überschrieben, Mutter war irgendwann nicht mehr die Erde, sondern die Sonne und schließlich die Seele (symbolisiert als Himmel, Atem, Luft), womit wir die Dreiheit Ägyptens wiederfinden: Isis – Osiris – Horus. Die ewig-statische himmlische Seele wurde weiblich, die sich in Zyklen veränderliche Materie wurde männlich symbolisiert. Der bewusste „königlich-priesterliche“ Mensch ist die Vereinigung beider.

 

Nun kam es irgendwann in der sehr frühen Antike zum Aufstieg der materiellen „Ratio“ und dank des Patriarchats wurde dieses wichtige Element sogleich mit männlich identifiziert, und auch mit dem wichtigsten Himmelsgestirn, der Sonne. Wobei Bewusstsein, Verstand, Ratio, Kontrolle und Herrschaft so irgendwie mehr oder weniger gleichgesetzt wurden. Der Mensch (vor allem der Mann) als deutlich vernünftigeres Wesen als Tier oder Pflanze, der Tierzucht betrieb, Erfindungen machte und Kriege führte wurde sogleich zum Herrscher der Erde und alles Irdischen erklärt und von der gesamten Natur abgehoben, als etwas Besonderes, dargestellt. Und weil sein Gehirn es ihm erlaubt, über sich selbst und seine Lage zu reflektieren, jedenfalls weit besser als Tiere es könnten, wurde er auch zum einzigen Lebewesen mit Bewusstsein stilisiert. Ja sogar zum einzigen Lebewesen mit einer unsterblichen Seele ernannt… Kaum zu glauben… Sein Einfühlungsvermögen in andere Geschöpfe stieg jedenfalls trotz dieser Behauptung ja nicht sonderlich.

 

Wer sich nun dank seines ausgeprägteren Bewusstseins und Verstandes zum Herrscher erklärt, hat es nicht gern, wieder auf die Stufe eines minderwertigen Lebewesens ohne viel Bewusstsein und Verstand zurückfallen zu können, darum betont die moderne westliche Esoterik, beruhend auf antike Wurzeln, so gerne, dass ein Geschöpf, welches bereits diese Bewusstseinsstufe erlangt habe, niemals wieder auf eine vorige beschränktere Stufe zurückfallen könne. Stagnation ja, Rückfall nein. Womit wir die Lehre von der Reinkarnation vor uns haben. Engere Grenzsetzungen widersprechen zwar dem Prinzip der Bewusstseinsausweitung (Grenzüberschreitung), aber… Man argumentiert damit, dass es darum geht, BEWUSST diese Grenzen zu überschreiten, und das haben die Vorkulturen mit dem Prinzip der Seelenwanderung eben nicht bedacht. Es reicht nicht, sich höher zu entwickeln, sich weiter auszudehnen – der Mensch muss das auch BEWUSST tun, dazu in der Lage sein. Es beherrschen. Kontrollieren. Und so fort…

 

Und was wurde aus der Himmelskönigin, Urmutter und Zauberin Isis, der Seele, der Natur? Ewas, was „Mann“ mit Verstand bezwingen, domestizieren, unterwerfen musste, etwas Dunkles, Gefährliches, Unberechenbares. Etwas, was „der gute Mann“ Stück für Stuck erhellen, durchleuchten, analysieren, kommandieren und bewusst machen sollte. Heute erfolgt ein Umdenken, weg vom Patriarchat, nur sehr langsam.

 

Was nun zutrifft, Wiedergeburt oder Metempsychose? Vermutlich beides, aber anders als beide Seiten sich vorschnell vorstellen.

 

Wie sagte ich oben?

„Es ist davon auszugehen, dass der Mensch innerhalb seiner Grenzziehungen und Felder wiedergeboren wird.“

Der Mensch erschafft sich seine Realität im Kopf, im Bewusstsein, selbst. Er ist Atman. Er ist Brahma, Vishnu und Schiwa.

 

 

 

Weitere lesenswerte Links zum Thema:

 

http://www.cafebabel.com/ger/article/24616/roger-woolger-jung-die-reinkarnation-und-die-scham.html (Seelenwanderung und Reinkarnation in den diversen Kulturen, Religionen und Kulten, kurzer Überblick)

http://www.bhakti-yoga.ch/FACTS/ReinkFrChr.html  (Über die Beseitigung der Wiedergeburtslehre aus dem Christentum)

http://www.religio.de/dialog/395/395s13.html  (Christentum, Karma und Reinkarnation)

http://www.theologe.de/theologe2.htm#32  (Erbsünde und Wiedergeburt in der Bibel und den Apokryphen)

http://www.geistigenahrung.org/reinkarnation.html  (Gedanken zu Seelenwanderung, Wiedergeburt und Karma bei Ba’hai)

http://www.sternwelten.at/ar_karma_reinkarnation_horoskop.shtml (Karma und Reinkarnation im Horoskop)

http://www.relinfo.ch/reinkarnationstherapie/info.html (Kritische Sicht zur Reinkarnationstherapie)

http://www.hpz.com/psychoanalyse.html (Kritik an der Kritik der Reinkarnationstherapie)

http://www.cafebabel.com/ger/article/24616/roger-woolger-jung-die-reinkarnation-und-die-scham.html (Die Erfolge der Reinkarnationstherapie = Deep Memory Process)

http://de.wikipedia.org/wiki/Brahma (zu Brahma, Brahman und Atman im Hinduismus)

http://www.arolo-tifar.de/Grundw/eso/akasha.htm (über Akasha, die Akasha-Chronik und Menschen, die darin lesen können)

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