Aus: www.krone.at, Rubrik Discover, vom 27.4.2008:
 
"Wegen Dürre – Menschheit beinahe ausgestorben"
 

"Einer aktuellen Studie des Genographic Project der National Geographic Society zufolge ist die Menschheit vor rund 70.000 Jahren fast ausgestorben. Damals habe es nur noch knapp 2.000 Menschen gegeben, die in sehr kleinen Gruppen lebten, so Projektleiter Spencer Wells. Schuld daran dürften klimatische Ereignisse wie Dürreperioden gewesen sein.
 
Die frühen Menschen begannen offenbar vor rund 150.000 Jahren sich in zwei verschiedene Arten zu entwickeln, bevor sie sich 100.000 Jahre später wieder zu einer einzigen Population verbanden und sich vom afrikanischen Kontinent aus ausbreiteten. Wells und seine Kollegen wollten untersuchen, was in der Zwischenzeit bis 60.000 vor Christus passierte.

Dazu analysierten sie einige hundert Sätze mitochondrialer DNS von verschiedenen heute lebenden afrikanischen Bevölkerungsgruppen." Eine Population, ansässig im östlichen Afrika, teilte sich vor 150.000 Jahren, ein Teil ging nach Süden, der andere Teil ging nach Norden. Beide Menschengruppen entwickelten sich 100.000 Jahre separat weiter, bis sie sich wieder vereinten und eine panafrikanische Poulation bildeten. Ursache für die Teilung der Population und die Wanderungen lag eventuell in klimatische Veränderungen. In Ostafrika gab es Studien zufolge zwischen 135.000 und 90.000 Jahren eine Reihe schwerer Dürreperioden. Die Gesamtpopulation der Menschen sank auf 2000 Individuen, vermutlich in Gruppen zu mehreren hundert Menschen lebend. Damit stand der Mensch an der Schwelle zum Aussterben.

Mit den besseren klimatischen Bedingungen haben sich die Gruppen dann doch erholt und vergrößert, bis sie endgültig aus Afrika abgewandert sind. "Wells vermutet, dass neue Werkzeuge und Techniken in der späten Steinzeit dazu beigetragen haben." Ganz offenbar stammt der moderne Mensch nicht direkt aus Ostafrika, sondern stammt auch von Gruppen ab, die aus Süd- und dann Westafrika kamen.

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