Aus: www.krone.at, Rubrik Discover, 8.2.2008:
 
Text analysiert: Jeder dritte US-Popsong handelt von Drogen
 
"In jedem dritten Song aus der amerikanischen Hitparade geht es um Alkohol, Tabak oder andere Drogen. Das hat jetzt eine Auswertung der Hitlisten aus dem US-Musikfachblatt "Billboard Magazine" gezeigt." Forscher aus dem Team um Brian Primack von der Universität Pittsburgh in Pennsylvania hatten 279 Hits, die 2005 besonders populär waren, nach Themen untersucht, die nach Daten des Magazins im Jahr 2005 ganz besonders populär waren. Die Wissenschaftler mussten feststellen, das Drogen und Alkohol zu stark und positiv besetzt waren – fatal, weil sie die unterbewusste Einstellung der Jugendlichen zu diesen Dingen stark beeinflussen.

"Untersucht haben die amerikanischen Forscher Hits aus den Genres Pop, Rock, Rap, Hip-Hop sowie Rhythm & Blues. Bei insgesamt 116 (41,6 Prozent) der 279 Songs wurden sie fündig. In genau einem Drittel der Lieder gab es explizite Hinweise zur Benutzung der verschiedenen Drogen. 23,7 Prozent der Songs machten Alkohol zum Thema, weitere 2,9 Prozent das Rauchen. Besonders anfällig für diese Themen ist Rap: In diesem Genre waren 48 von insgesamt 62 Liedern betroffen (77 Prozent).

Im Alter zwischen 15 und 18 Jahren hörten Jugendliche etwa 2,4 Stunden Musik am Tag,…"

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Fatale alltägliche Suggestionen

Es ist wie bei den Zigaretten und den alkoholischen Getränken, die nach den 30er Jahren überall in den USA und dann in Europa bewusst und gezielt über die Medien (Fernsehen, Plakate, Stars als Vorbilder) populär gemacht wurden. In jedem Film mussten Leute her, die schick an den Zigaretten nuckelten, in der Hand ein Glas Whiskey. Das mit dem Whiskey half den Alkoholherstellern nach der Prohibition (in der vor allem die Gangstersyndikate groß wurden). bei den Zigaretten wissen wir, dass die Zigarettenmarken den Zigaretten extra noch Nikotin hinzufügten, um die Raucher bewusst süchtig zu machen.

Und heute? Wird gerade im privaten TV Werbung für Poker usw. per Internet gemacht. In jeder größeren Stadt ein Wettbüro und ein Kasino, natürlich inzwischen alles "privatisiert" in anonymen Aktien, damit nur ja keiner weiß, wer alles dahinter steckt. Computerspielprogramme (Actionspiele mit exzessiven Gewaltszenen, Kriegsspiele usw.) bringen – vor allem männliche – Jugendliche dazu, stundenlang in einer gewalttätigen virtuellen Welt zu spielen und alles andere zu vergessen. Es sind ähnliche Spiele, wie sie das US-Militär benützt, um Soldaten für den Kriegseinsatz zu trainieren (scharf zu machen?). Untersuchungen haben gezeigt, dass sich sogar das Gehirn bei solchen Spielern anders vernetzt und neue Fertigkeiten entstehen, andere erlöschen, im Vergleich zunormalen Jugendlichen. Gefühlsmäßig verarmen sie, werden jedoch reaktionsschneller. Irgendwann beginnt man von dem Zeug sogar zu träumen. Über die unbewusste Suggestion von Werbung und ihrer negativen Folgen, z.B. in der Wahl der Ernährung, wurde schon in den Medien gesprochen. (Ungesunde Fertiggerichte wie McDonalds z.B. bei Kids.) Je öfter wir so unbewusst berieselt werden, desto tiefer versickert es in unserem Unterbewusstsein und beeinflusst von da unser Verhalten, z.B. durch Kauf. Was bewirkt eigentlich der ständige Slogan "geiz ist geil" in uns, oder das Bild des Kindes, das seinen Eltern nichts mehr Gutes tut ("Wollen sie wirklich auf die Hilfe ihrer Kinder später angewiesen sein?")?

Ich kann nur darauf hinweisen, dass alles was wir unbewusst wahrnehmen, und zwar sehr oft und beeindruckend, in uns gespeichert wird und unbewusst Einfluss auf uns nimmt – sofern wir es uns nicht bewusst machen. Das gilt nicht nur für pausenlose Musikberieselung mit Text und harmonischen oder dismarmonischen Tönen (=Wellen). Dazu gehören auch unterschwellige versteckte Botschaften in Töne und Bildern oder in Filmen, niederfrquente Töne oder auch Dinge die man verkehrt abspielt – unbewusst wird auch ein verkehrt abgespielter Liedtext oder Bildfolge "verstanden". (Wenn man Glück hat, wird einem als psychosomatisches Warnsignal übel, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden und Agression bzw. Nervosität kommt auf.) Idealerweise verbindet man Suggestionen noch mit Emotionen. Und zwar mit solchen, die dem "Versuchskandidaten" besonders genehm sind, die ihn ansprechen, ihn berühren. Das geht sehr gut mit Musik und mit bestimmten Worten. Mit symbolischen archaischen Szenen. Und mit Sex. Nicht umsonst hat die USA vor und während eines Krieges immer Unmengen an Kriegsfilmen und Propagandafilmen drehen und spielen lassen. Profi-Politiker, Schauspieler und Zeitschriftenmacher kennen alle dazugehörigen Tricks.

Worte sind Bilder. Überlege selbst: welche Eindrücke enstehen bei "banenangelb"? und bei "zitronengelb"? – – – – – >

Hast du es gemerkt? Bananengelb ist mild-süß und rund. Zitronengelb ist säuerlich-scharf und spitz.

Denn genau so hast du Bananen und Zitronen kennen gelernt und in deinem Kopf abgespeichert, gemeinsam. Und so werden sie auch gemeinsam wieder abgerufen und freigesetzt. Das eine schwingt beim anderen mit, ohne dass du es bewusst mitbekommst. Und es gibt wohl ca. 250 000 Wörter im Deutschen oder mehr. Und wie ist das erst mit Tönen (Frequenzen), Bildern, Gefühlen – was schwingt da alles mit?  Was bewirkt es in uns, wenn wir "Liebe" anstatt mit Emotion und Zärtlichkeit – mit Drogen, mit Hiebe, mit Gewalt oder Hass vernetzen? Was bewirkt es, wenn ein ständig gehörter Song für Jugendliche nicht nur die Liebe besingt, sondern auch brutalen Sex und Drogen?

Zu diesem Thema verweise ich noch auf:

Über Wellen und Fequenzen generell: http://buntegartenlaubeno7.spaces.live.com/blog/cns!656F1EEF7FFB1856!171.entry

Über versteckte unterschwellige Töne zur Suggestion: http://buntegartenlaubeno7.spaces.live.com/blog/cns!656F1EEF7FFB1856!157.entry

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