Aus www.krone.at vom 28.1.2008, Rubirk Welt:
 
Alleingelassen: Tausende tote Tiere wegen US-Immobilienkrise
 
"Die anhaltende Immobilienkrise in den USA trifft nicht nur Menschen, sondern auch deren Haustiere schwer: Tierschützern zufolge verhungern in verlassenen Häusern immer öfter Hunde und Katzen. Tausende Tiere werden auch ausgesetzt, die meisten Tierheime sind längst überfüllt."
 
2007 wurden in den USA etwa zwei Millionen Häuser und Wohnungen wegen Zahlungsunfähigkeit ihrer Eigentümer beschlagnahmt. Die Folgen sind dramatisch – auch für die vierbeinigen Lieblinge der auf die Straße gesetzten Bewohner.

"Wir finden immer wieder verhungerte Tiere", erklärt Stephanie Shain von der US-Tierschutzvereinigung "Human Society". "Kratz- und Beißspuren an Türen und Fenstern erzählen von ihrem verzweifelten Todeskampf. Viele Besitzer sperren Hunde und Katzen sogar in Schränke, wenn sie ausziehen, damit Nachbarn nichts hören. In einem verlassenen Haus in Cincinnati fanden Mitarbeiter 60 völlig verwahrloste Katzen. Unsere Heime sind überfordert."

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Bekanntlich ist der Wohnungsmarkt in den USA so beschränkt, dass die Menschen sich billige Häuser aus Holz und Pappe kaufen (müssen), was in Summe noch immer billiger kommt als die hohen Wohnungsmieten. Die aufgenommenen Kredite wurden allerdings von den Banken ans Ausland, z.B. China, verkauft. Kombiniert mit der hohen Rezession können sich viele diese Häuser nicht mehr leisten und werden delogiert. Was mit den Haustieren dann passiert, interessiert keinen wirklich. Neben einigen privaten Tiervereinen gibt es nur das staatliche Tierheim, dass die Tiere binnen einiger Tage einschläfert – was auch für alle Haustiere gilt, die draußen frei aufgegriffen werden. Besitzer müssen wiederum offiziell Hundesteuer zahlen, daneben sind für Hunde und Katzen verpflichtende jährliche Tollwutimpfungen vorgesehen, die sich die Besitzer einfach sparen. Dann allerdings können sie sich auch nicht staatliche Tierheime wenden ohne Gefahr von Nachfragen…
 

 

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