Die Welt ist nicht so, wie sie erscheint
 
Lasst mich ein wenig über diesen Punkt ausholen. Also die Dinge sind nicht so, wie sie uns erscheinen; im Grunde ist alles Energie, und unsere Sinne nehmen diese Energiefrequenzen war – jedes unserer Sinne deckt ein anderes Spektrum ab – und fertigen daraus für uns in unserem Kopf (und nur dort) ein "Bild" von unserem Umfeld an. Dabei werden unwichtige, unbekannte Infos einfach "weggeblendet", ignoriert. Für einige haben wir noch nicht mal Sinne entwickelt. So gibt es andere Lebewesen, die andere Spektren als wir wahrnehmen (z.B. Töne) und dafür Dinge nicht wahrnehmen wie wir, z.B. bestimmte Farben. Und dann die Gegenstände: eigentlich gigantische Leere, in dem einzelne winzigste Atome (=Energie) mit ihrem Atomfeld mit großer Geschwindigkeiten kreisen. Nein, wie diese Energiefelderwelt wirklich ist, darüber haben wir keine Ahnung, sondern nur wie sie für uns in unserem Kopf real erscheint. Energien sind somit die erste "Ursprache", die wir wahrnehmen, aussenden und mit der wir mit anderen kommunizieren. Quantenenergie, Energien/elektromagnetische Wellen, Gefühlswellen, Energien auf Grund chemischer Reaktionen… 
 
Unser Unterbewusstsein "übersetzt" mitunter diese Wellen für uns (unseren rationalen Verstand) in die nächstältere Sprache, die uns leichter fällt: in das der Bilder und Symbole. Mithilfe von Wellen, Gefühlen, und symbolischen Bildern können wir fast mit jedem und allem und überall kommunizieren. Die Seele kann mit uns so "sprechen" und wir können ihr durch Bilder Fragen stellen (z.B. in der Meditation) oder telepathisch mit anderen kommunizieren – auch mit Pflanzen, Tieren, Menschen, Steinen – sogar mit Geistern oder eben mit uns selbst. Die Bilder sind auch Symbole, d.h. sie haben weit mehr Informationen in sich als auf den ersten Blick ersichtlich. Man stelle sich vor, man müsste die Nibelungen-Saga in ein einziges Bild verpacken. Da wird jedes Detail wichtig. Oder anders herum, man sieht ein einziges Bild und daraus erschließt sich ein ganzes Buch an Information und eine ganze Geschichte.
 
Wäre man ein Hund oder eine Pflanze, so bestünde die informative für das Wesen interessante Geschichte oder aktuelle Tageszeitung aus einer chemischen Sekretpfütze oder einer chemischen Suppe oder Duftwolke. Aber ebenfalls einer Komposition, eines Gesamtbildes… Und nicht aus Worten.
 
 
Und was sind wir darin?
 
Platon meinte, alles was ist entspringe einer "Welt der Ideen", die danach trachtet, sich für uns zu manifestieren. Er dachte, die Ideen seien der eigentliche Urstoff, aus dem sich erst unsere Welt – vermutlich in mehreren Schritten von Energie, Zeit und Raum – entwickelt. Was aber ist die Idee letztlich anderes als Gedankenwelle oder abstraktes komponiertes Bild? Man könnte nun statt Gedankenwelle andere Begriffe verwenden, wie Meer aus Quantenenergie, Wort, Ton bzw. Musik, Schwingung, Atem. Die Welt als manifestierter Gedanke Gottes, die Welt als manifestierter Atem des Lebens. Ein symbolischer enrgetischer verborgender "Urozean", über dem der Geist Gottes schwebt und das ganze mit Licht umrührt, bewegt und zur Manifestation anregt.
  
Unser Verstand (unser Alltagsbewusstsein) ist nur ein spezialisierter Teil unserer eigentlichen älteren und weit größeren Gesamtpersönlichkeit, unserer Seele (unseres seelischen Geistes). Stell dir vor, ein Eisberg (dein persönlicher seelischer Geist) würde in einem Ozean aus Wasser (das kollektive, universelle Sein, Bewusstsein) treiben, in dem auch andere Eisberge treiben, letztlich alles Wasser, aber dennoch spezialisiert, Individuen. Jeder Eisberg – auch deiner, bleibt zu mind. 2/3 unter Wasser, verborgen, unbekannt. Nur der Rest lugt aus dem Wasser – nochmals eine Spezialisierung: als dein Verstand, dein materielles Alltagsbewusstsein. Geschaffen, um mit der Beschaffenheit dieser materialisierten Welt besser umgehen zu können, während die Seele bzw. das Unterbewusstsein mehr der Energiefelderwelt unter Wasser näher steht. Alles bist du selbst, aber doch wieder nicht, und doch schon irgendwie…
 
Wenn unser Inneres Selbst mit uns zu kommunizieren wünscht, oder Signale, Informationen oder Botschaften weitergeben will, tut es das als Energie, Gefühl und vor allem als Bild. Dazu wartet es, bis man entspannt ist und mal das materielle Bewusstsein weggeblendet ist, man vor sich hinträumt, passiv nach innen lauscht, meditiert oder wenn man schläft  – z.B. in der Form eines Traumes. Selbstredend könnte man auch mit seinem Inneren Selbst sprechen (aber in Bildform), wenn man es wollte. Z.B. wenn man jemanden eine telepathische (bildliche!) Botschaft (via dem gemeinsamen Meer) senden möchte. Dann musst die Botschaft als Gefühl, Bild, Szene entworfen werden und einfach als autosuggestiver Befehl an das Unterbewusstsein abgeben werden mit dem Wunsch/Impuls, dass es "im anderen Eisberg namens X" ankommt. Und dann das ganze voller Zuversicht – vergessen, in das "Meer" treiben lassen… mitunter einfach den Wunsch "tief ausatmen" und dann wissen, das er weitergeleitet wird…. Umso präziser das Bild, umso mehr Gefühl (drängender, liebevoller…) umso besser klappt das. Der andere "fühlt" die Botschaft sobald er entspannt ist.
 
Man vergesse nicht das Bild: man kann sich nicht vorstellen, wie es ist "nicht zu regnen", sondern nur, "dass die Sonne scheint". Das Unterbewusstsein versteht einfach anders, und zudem nimmt es alles wortwörtlich. Also man muss hübsch aufpassen, was man so losschickt, am besten immer mit dem autosuggestiven Zusatz: "ich will… aber nur wenn es gut ist und es niemanden schadet… nicht mal mir selbst". Ebenso kann man autosuggestiv generell einen Filter einbauen, dass man selbst negative Energien und Beeinflussungen automatisch abblockt. Und immer wieder mal die Suggestion auffrischen. Denn die Sache ist nicht ganz neu, und wir werden von allen Seiten ständig manipuliert, beeinflusst und suggestiv bearbeitet: in der Werbung, von seinem Umfeld, von Umständen und Feldern…
 
Worte und Schrift sind nochmals eine Weiterentwicklung, eine Komplikation. Bilder sind bereits Symbole für Energiefelder-Zustände. Worte/Schrift wären Symbole von Symbolen von dieser Energiefelderwelt, eine Metaebene. Die Fähigkeit, auch Worte und Schriftzeichen zu verstehen, entwickelt sich erst im Laufe der Kontakte mit dem Unterbewusstsein. Ebenso das Verständnis für unseres rationales Denken, z.B. das "nicht", "nein", "täuschen" usw.
 
 
Welchen Nutzen ziehen wir daraus?
Vielleicht versteht man mit den Ausführungen  besser, was Träume oder telepathische Botschaften sind und wie sie zustandekommen. Und auch, wieso es gewisse Phänomene gibt, die man bislang wissenschaftlich nicht erklären konnte. Wenn der Mensch versteht, was er ist, und wie die Welt beschaffen ist, so kann er sich viel Wissen erschließen. Künstler z.B. versuchen, nicht mehr nur das Äußerliche, was man auf dem ersten Blick sieht, darzustellen, sondern innere Botschaften in ihre Arbeiten miteinfließen zu lassen, so wie sie es sehen. Man kann über alle Dinge meditieren, sich in sie einfühlen, sie nicht nur äußerlich, sondern "innerlich", in ihrem Wesen zu verstehen suchen, die Bezüge die sei zu allen Dingen haben, verborgene Zusammenhänge. Es ist kein wissenschaftlich-rationales Wissen, sondern ein irrationales gefühltes Wissen, was die Wissenschaft ergänzt (und umgekehrt).
 
Die bisherige Einseitigkeit in den Anschauungen ist ja recht ärgerlich. Ein ein äußeres sichtbares Etikett sagt nur wenig über den verborgenen Inhalt aus… Die ideale Erscheinung ist ein interessierter, offener und für eigene Gedanken fähiger Mensch, der sich äußeres Wissen als auch inneres Wissen erschließt und kombiniert zu einer umfassenden Weisheit. Denn auf einem Bein kann man nicht gut laufen, sagt man…  Ein weiser Mensch produziert entsprechende Ideen und gestaltet die Welt in Weisheit um, so wie es der Schöpfer wohl eigentlich vorgesehen hat.
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